Bundeswehr angefordert
Niedersachsen: Nach Corona-Toten im Seniorenheim gibt es Besuchsverbot
In einem Seniorenheim bei Stade sind nach einem Corona-Ausbruch zwei Menschen gestorben. Jetzt herrschen strenge Quarantäneregeln und ein Besuchsverbot.
Update vom 11. November 2021, 14:35 Uhr: Stade – Nach einem Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim in der Samtgemeinde Lühe im Kreis Stade werden nun alle Bewohner und Mitarbeiter täglich getestet. In der Einrichtung infizierten sich bislang nachweislich 11 Bewohner und 15 Mitarbeiter mit dem Coronavirus. Für sie gelten gesonderte Quarantäne-Regelungen. Zwei positiv getestete Frauen im Alter von 82 und 91 Jahren waren seit Sonntag in dem Heim verstorben. Beide waren zweifach geimpft, eine von ihnen hatte zudem eine Auffrischungsimpfung.
| Deutscher Landkreis: | Stade |
| Bevölkerung: | 203.102 (2019) |
| Hauptstadt: | Stade |
Beide Bewohnerinnen hätten aber schwerwiegende Grunderkrankungen aufgewiesen, sagte Bettina Müller, Geschäftsführerin der Altenpflege Landkreis Stade gGmbH. Auch jede andere Infektion, ob Grippe oder Norovirus, hätte vermutlich keinen guten Ausgang genommen, so Müller. Die 74 Bewohnerinnen und Bewohner hätten zu 100 Prozent den vollen Impfschutz, beim überwiegenden Teil seien Booster-Impfungen erfolgt. Von den 90 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen seien 85 Prozent zweifach geimpft. Mehrheitlich hätten auch sie Auffrischungsimpfungen erhalten.
Niedersachsen: Zwei Tote nach Corona-Ausbruch in Seniorenheim im Landkreis Stade
Laut Gesundheitsministerium wurden in Niedersachsen bislang rund 300.000 Booster-Impfungen verzeichnet. Für das Heim gilt derzeit ein Besuchsverbot, das helfen soll, die Kontakte zu minimieren und die Infektionskette zu unterbrechen. Der Kreis Stade bat die Bundeswehr per Amtshilfe um die Entsendung von drei Soldaten für einen Monat. Sie sollen bei hilfspflegerischen Tätigkeiten wie Essenbringen und Begleitung unterstützen.
Erstmeldung vom 10. Novermber 2021, 19:32 Uhr: Stade – Nach einem Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim in der Samtgemeinde Lühe hat der Landkreis Stade Hilfe der Bundeswehr angefordert. Zwei Frauen im Alter von 82 und 91 Jahren sind seit Sonntag gestorben, wie der Landrat am Mittwoch, 10. November 2021, mitteilte.
Aktuell seien 11 Bewohner und 13 Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet. Der Kreis Stade stellte ein Amtshilfeersuchen an die Bundeswehr. „Mir war es wichtig, schnell zu reagieren, um in dieser für das Seniorenheim wirklich schwierigen Situation zeitnah weitere Unterstützung zu bekommen“, sagte Landrat Kai Seefried (CDU) laut einer Pressemitteilung.
Niedersachsen: Zwei Todesfälle nach Corona-Ausbruch im Seniorenheim – sie waren doppelt geimpft
Im vergangenen Jahr sei es zeitweise in vielen der insgesamt 28 Alten- und Pflegeheime im Landkreis Stade zu dramatischen Corona-Entwicklungen gekommen, hieß es weiter. Auch damals half die Bundeswehr mit „Pflegehilfstätigkeiten“ in den Heimen aus, weil das Personal überlastet und durch Erkrankungen oder Quarantäne ausgedünnt war. Allerdings seien inzwischen die meisten Seniorinnen und Senioren in Pflegeheimen doppelt geimpft, so auch die beiden Gestorbenen.
Auch im Landkreis Ammerland ist eine Pflegeeinrichtung stark betroffen. Aktuell handele es sich um 17 bestätigte Infektionen - 14 Bewohner und 3 Mitarbeiter, teilte der Kreis mit. (Mit dpa-Material) * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.