Wiederwahl gesichert
Niedersachsen-Wahl 2022: Weil vor letzter Amtszeit – „Er muss jetzt handeln“
Stephan Weil (SPD) steht nach dem Sieg bei der Niedersachsen-Wahl 2022 vor seiner letzten Amtszeit. Doch wie kraftvoll ist er noch als Ministerpräsident?
Hannover – Ambitionslos und amtsmüde: Stephan Weil (SPD) wurde im Wahlkampf zur Niedersachsen-Wahl 2022 hart von der CDU angegangen. Doch der Ministerpräsident hat es allen noch einmal gezeigt: Weder die Anfeindungen der Union noch die spürbaren Folgen der Energiekrise haben dem Sozialdemokraten ernsthaft geschadet. Am Sonntag (9. Oktober 2022) machte der 63-Jährige seine Partei bei der Landtagswahl erneut zur stärksten Kraft.
Endergebnis zur Wahl in Niedersachsen: Stephan Weil (SPD) darf regieren – doch mit wem?
Betrachtet man die Ergebnisse zur Niedersachsen-Wahl 2022, dann hat Weil beste Chancen, in seinem Amt bestätigt zu werden. Statt mit einer Großen Koalition will Weil am liebsten mit Rot-Grün weiterregieren. Einmal will er es noch wissen. Er werde die vollen fünf Jahre „durchziehen“, versprach er bereits im Vorfeld. Dann soll Schluss sein. Doch wie groß ist seine Gestaltungsmacht? Sollte er nach der Hälfte der Legislaturperiode den Staffelstab an einen Nachfolger übergeben? Im Interview mit kreizeitung.de bewertet Politikexperte Frank Brettschneider, Professor an der Uni Hohenheim, das Endergebnis der Landtagswahl und Weils Rolle als „lame duck“:
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Vorläufiges amtliches Endergebnis bei der Landtagswahl in Niedersachsen: SPD stärkste Kraft
Bei der Wahl in Niedersachsen am 9. Oktober 2022 waren 6,1 Millionen Wahlberechtigte zur Stimmabgabe aufgerufen. Insgesamt 14 Parteien zur Niedersachsen-Wahl hatten sich aufstellen lassen. Laut dem vorläufigen amtlichen Endergebnis fuhr die SPD rund 33,4 Prozent der Stimmen ein. Die CDU verbuchte lediglich 28,1 Prozent. Dies ist ihr schlechtestes Landesergebnis bei einer Landtagswahl in Niedersachsen seit mehr als 60 Jahren. Landeschef Bernd Althusmann kündigte deswegen seinen Rücktritt an. Die Grünen legten dagegen deutlich zu und landeten mit 14,5 auf Platz drei. Auch die AfD gewann stark und erreichte 10,9. Bitter endete der Abend für die Linke und die FDP. Während die Linke in keiner Hochrechnung über die drei Prozent hinauskam, zitterten die Liberalen den Abend lange um den Einzug in den Landtag. Doch am Ende reichte es nicht. Die FDP verharrte bei 4,7 Prozent.
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