Mehrere Anfechtungsschreiben vorhanden
AfD will umstrittene Listenaufstellung nicht wiederholen
Hannover - Die AfD in Niedersachsen will ihre umstrittene Listenaufstellung für die Bundestagswahl zunächst nicht wiederholen.
Der viel kritisierte Landesparteichef Paul Hampel reichte die Liste am Dienstag bei der Landeswahlleiterin ein. Er war bis vor kurzem davon ausgegangen, dass die Liste dort schon vorliegt. „Die jetzt eingereichten Unterlagen müssen allerdings AfD-seitig noch ergänzt werden“, teilte Wahlleiterin Ulrike Sachs mit.
Nach Angaben von Hampel müssen noch vier Bescheinigungen nachgereicht werden. „Wir sind hoffnungsfroh, dass das Ding jetzt über die Bühne geht„, sagte Hampel, der auf Platz 1 kandidiert. Die Wahlleiterin habe ihn aber auch darauf aufmerksam gemacht, dass es mehrere Anfechtungsschreiben gebe. Daher werde der AfD-Landesvorstand noch einmal prüfen, ob der Aufstellungsparteitag wiederholt werden muss.
Schreiben entpuppen sich als Fälschung
Vergangene Woche war eine Affäre um gefälschte Briefe aufgedeckt worden. Die AfD wollte mit den Schreiben mit amtlichem Briefkopf von Landeswahlleiterin Sachs belegen, dass sie ihre Liste schon eingereicht hatte. Die Schreiben waren aber eine Fälschung.
AfD-Landesvorsitzende Paul Hampel teilte am Freitag mit, dass er keine Ahnung habe, wer der Urheber der Fälschungen sei. „Es muss jemand sein, der der AfD von intern oder extern massiven Schaden zufügt“, sagte er. Die Partei hat nun ihrerseits Strafanzeige gegen Unbekannt erstellt.
dpa/mke
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