Corona-Pandemie
Omikron im Kreis Rotenburg bestätigt – bislang vier Fälle in Niedersachsen
Im Landkreis Rotenburg (Wümme) ist erstmals die Omikron-Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Wie die infizierte Person sich angesteckt hat, ist unklar.
Rotenburg – Bei der Sequenzierung eines Coronabstrichs ist die Omikron-Variante des Coronavirus bei einer weiteren Person in Niedersachsen, nämlich im Landkreis Rotenburg (Wümme), nachgewiesen worden. Das teilte der Landkreis am Freitag, 10. Dezember 2021, in einer Presseerklärung mit und ergänzte die Nachricht wenig später um weitere Details.
Wie es heißt, was am Freitag noch nicht klar, wo sich die betroffene Person mit der Corona-Mutante infiziert hat. Ausgeschlossen ist aber laut Landkreis, dass es sich um eine Einschleppung aus dem Ausland handelt, so wie es bei vielen anderen entdeckten Omikron-Infektionen der Fall ist.
Omikron-Variante in Rotenburg (Wümme) entdeckt: Einschleppung nicht aus dem Ausland
Laut Angaben von Landkreis-Sprecherin Christine Huchzermeier handelt es sich bei der infizierten Person um einen Mann aus dem Landkreis. Die Sequenzierung wurde demnach auf Hinweis eines anderen Landkreises veranlasst, weil die dort betreuten Kontaktpersonen einen Hinweis auf die Omikron-Variante geboten hatten. Eine Reiseanamnese mit Bezug zum südlichen Afrika liege in keinem der beiden Fällen vor. „Der Fall zeigt, dass sich die Omikron-Variante allmählich – so wie die Delta-Variante seinerzeit auch – in der Bevölkerung verbreitet“, schreibt Huchzermeier.
Die Omikron-Variante wurde zuerst im südlichen Afrika entdeckt, genauer in Südafrika und Botsuana. Im Vergleich zur Delta-Variante hat Omikron besonders viele Mutationen. Sie betreffen unter anderem das Spike-Protein, über das die Viren an menschliche Zellen andocken.
Omikron-Mutante in Niedersachsen entdeckt: Variante umgeht ohne ausreichenden Schutz Immunsystem
Die Mutation macht es für die bisher entwickelten Impfstoffe besonders schwer, gegen eine Infektion anzukämpfen. Dies geschehe deshalb, weil das Virus ersten Erkenntnissen nach bei Un- sowie bei Erst- und Zweitgeimpften das Immunsystem einfach umgehen kann. Ersten Erkenntnissen nach schützt aber die dritte Impfung, die sogenannte Booster-Impfung.
In Niedersachsen gibt es laut Angaben des Landesgesundheitsamts bis Freitag vier Fälle mit der Omikron-Variante des Corona-Virus. Demnach sind durch Sequenzierung zusätzlich zum Fall im Kreis Rotenburg zunächst ein bestätigter Omikron-Fall und danach einer weiterer Fall im Landkreis Wolfenbüttel und einer in der Region Hannover bestätigt worden.
Darüber hinaus gibt es laut Landesgesundheitsamt zwei Verdachtsfälle im Landkreis Celle. Dabei stehen die Untersuchungsergebnisse aber noch aus, heißt es laut Informationen der Deutschen Presse-Agentur weiter. Das Vorliegen der Omikron-Variante sei aber auch in diesen Fällen sehr wahrscheinlich, hieß es vonseiten des Gesundheitsamtes. Nach Angaben der Region Hannover war eine Person Ende November mit Symptomen von einer Reise zurückgekehrt. Zu dem zweiten Verdachtsfall soll kein direkter Kontakt bestanden haben.
Doch auch bei einer Dreifachimpfung scheint ein Durchbruch mit der Omikron-Variante durchaus möglich zu sein. Wie echo24.de* berichtet, sollen bei sieben vollständig geboosterten Reiserückkehrern aus Südafrika die vielfach mutierte Corona-Variante Omikron entdeckt worden* sein.
Unterdessen schlägt der neue Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) Alarm. Wie er der „Bild“-Zeitung am Freitag in einem Interview sagte, rechnet er nicht damit, dass das Coronavirus noch während seiner ersten Amtszeit ausgeschaltet werden könnte. Dies würde bedeuten, dass die Pandemie uns noch mindestens vier Jahre begleitet. (Mit Material der dpa) * kreiszeitung.de und echo24.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.