CDU-Politiker am Pranger
Philipp Amthor (CDU) nach Foto mit Neonazis massiv in der Kritik
Die CDU/CSU tritt von einem Fettnäpfchen ins andere. Nun lässt sich Abgeordneter Philipp Amthor auch noch mit Neonazis auf einem Reitturnier ablichten.
Boock – Derzeit kommt es wirklich Schlag auf Schlag für die CDU. Und zwar knüppeldick. Denn zunächst blamierte sich CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet vor laufenden Kameras, als er einer gestandenen Moderatorin oberlehrerhaft mit „Entschuldigung, junge Dame“ ins Wort fiel. Dann lachte jener Bundeskanzlerkandidat auch noch pietätlos während der Flutkatastrophe und entschuldigte sich anschließend nur zaghaft, gar halbherzig für seinen Fauxpas im Angesicht der Tragödie. Und nun auch noch das...
| Beruf: | Politiker |
| Amt: | Mitglied des Deutschen Bundestags |
| Geboren: | 10. November 1992 (Alter 28 Jahre) |
| Geburtsort: | Ueckermünde |
| Ausbildung: | Universität Greifswald (2012–2017), Greifen-Gymnasium Ueckermünde (2011), Universität Greifswald |
| Bücher: | Eine Politik für morgen: Die junge Generation fordert ihr politisches Recht |
Denn scheinbar geht kein Tag vorbei, an dem sich die CDU nicht in irgendein Fettnäpfchen setzt. Neuster Fall: Philipp Amthor. Der CDU-Politiker ließ sich jüngst nach einem Reitturnier in Boock auf Wunsch mit einem verhängnisvollen Selfie ablichten lassen. Was an sich ja nicht allzu schlimm ist und gerade zum Geschäft eines Politikers dazugehört... auch in der Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern.
Philipp Amthor (CDU): Skandal-Selfie mit Neonazis
Dumm nur, wenn man vorher nicht genau recherchiert, mit wem man sich da eigentlich ablichten lässt. Denn CDU-Politiker Philipp Amthor ließ sich mit einem Neonazi fotografieren, auf dessen T-Shirt sich ein Schriftzug befand, der Solidarität mit Holocaustleugnerinnen und Holocaustleugnern fordert.
Gegenüber der „Bild“ bestätigte Amthor bereits, dass er sich mit den beiden abgebildeten Personen hat fotografieren lassen. Also keine Fake-News oder gar eine Fotomontage. Es sei einer von 10 bis 15 Wunsch-Selfies nach dem Reitturnier in Boock gewesen. Er kenne die beiden nicht und das T-Shirt sei ihm nicht aufgefallen.
Amthos macht Selfie mit Neonazis: Rücktrittsrufe werden in den Sozialen Medien laut
In den Sozialen Medien hagelte es umgehend Kritik und selbst Rufe nach einem Rücktritt Amthors waren zu vernehmen.
Zu einer Stellungnahme ließ er sich aufgrund des Aufschreis in den sozialen Medien dann doch hinreißen. In dem Statement steht unter anderem, „Hätte ich die T-Shirt-Aufschrift bemerkt, hätte ich das Foto natürlich nicht gemacht. Es dürfte jedenfalls bekannt sein, dass ich im Bundestag wehrhaft gegen die Gegner unseres Rechtsstaates kämpfe, weshalb es ein umso befremdlicheres Zeichen eines völlig unsachlichen Wahlkampfes ist, mich in einen solchen Kontext rücken zu wollen.“
Skandal-Foto kommt zur Unzeit: Amthor-Eklat mit Neonazis sorgt für weiteren Tiefpunkt
Hat er also mal wieder nicht allzu genau hingeschaut. Genauso wie zu der Zeit, als er der CDU-Politiker zur Hauptfigur im Lobbyskandal um das New Yorker Unternehmen Augustus Intelligence avancierte.
Damals wurde das Verfahren eingestellt gegen ihn eingestellt, auch dieses Mal wird es wohl keine rechtlichen Konsequenzen nach sich ziehen, aber aus persönlicher Sicht könnte der ehemalige Hoffnungsträger der Christdemokraten nun endgültig sein eigenes politisches Grab geschaufelt haben.
Und fadenscheinig ist das Statement allemal: Selber nicht zu seinen Fehlern zu stehen, sondern einen „unsachlichen Wahlkampf“ dafür verantwortlich machen, hat einen faden Beigeschmack von Ausflüchten.
Und dabei kann sich die CDU derzeit nun wirklich keine weiteren Skandale mehr leisten. Doch das Neonazi-Foto kommt nach Armin Laschets Fehltritten zur absoluten Unzeit für die Union. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
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