Klimaschutz-Sofortprogramm
Regierung plant Solardach-Pflicht für Neubauten
Ab 2022 soll eine Pflicht für Solardächer auf Neubauten kommen. Das geht aus einem Entwurf zum Klimaschutz-Sofortprogramm 2022 der Bundesregierung hervor.
Berlin/Hannover – Jetzt wird’s richtig teuer: Die Bundesregierung will Immobilienbesitzer und Bauherren ab dem kommenden Jahr zur Kasse bitten. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, soll laut einem Entwurf zum Klimaschutz-Sofortprogramm ab dem Jahr 2022 für Neubauten eine Pflicht zur Installation einer Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlage auf dem Dach kommen. Gleiches soll laut dem Bericht auch für „größere Dachsanierungen“ bei bereits bestehenden Häusern gelten.
| Land: | Bundesrepublik Deutschland |
| Amtssprache: | Deutsch |
| Hauptstadt: | Berlin |
| Regierungschef | Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) |
| Staatsoberhaupt: | Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) |
Regierung plant Solardach-Pflicht: Auch Regeln zur Dämmung sollen sich verschärfen
Wie die „Bild“-Zeitung weiter berichtet, werden sich auch die Regeln zur Dämmung verschärfen. So muss bei Neubauten ab dem Jahr 2023 der bis jetzt höchste Energie-Standard „EH-55“ erfüllt werden. Bis zum jetzigen Zeitpunkt war dies für Bauherren freiwillig. Mit dem Standard „EH-55“ darf das Gebäude dann nur noch 55 Prozent der Energie eines Standardhauses verbrauchen. Eine weitere Begrenzung von nur noch 40 Prozent des normalen Energieverbrauchs soll ab 2025 greifen.
Der Entwurf sieht ebenfalls vor, dass die Bundesregierung fossile Brennstoffe wie etwa Gas ab 2023 nicht mehr fördern will. Auch die CO2-Abgabe wird darin geregelt. Noch wehr sich allerdings die Fraktion von CDU/CSU dagegen, dass diese Kosten zwischen Vermieter und Mieter aufgeteilt werden sollen.
Auch auf dem Dach des neuen Postzustellzentrums in Wildeshausen soll eine Fotovoltaikanlage errichtet werden. Aus diesem Grund soll sich dort auch die Fertigstellung des Baus verzögern. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
Rubriklistenbild: © IMAGO / U. J. Alexander
