Rekordversuch in Leer
Weltmeister im Teetrinken holen sich neuen Rekord: 200 Tassen im Eiltempo in Ostfriesland serviert
Für einen Rekordversuch mit dem Lieblingsgetränk ist es mit der Gemütlichkeit der Ostfriesen vorbei. In Leer wurden im Eiltempo 200 Tassen Ostfriesentee ausgeschenkt.
Leer – Hektik kennt man in Ostfriesland eigentlich eher selten. Und schon gar nicht: zur Teezeit. Doch für besondere Anlässe schwingt man die Teekanne mit dem geliebten schwarzen Tee auch mal etwas schneller – sehr viel schneller. Anlässlich der Jubiläumsfeier zu 200 Jahren Stadtrechten in Leer am Samstag (29. Juli) hat das Bünting Teemuseum einen ungewöhnlichen Rekord aufgestellt.
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Rekordjagd mit der Teekanne: 200 Tassen Ostfriesentee im Eiltempo in Leer
Für jedes Stadtrecht wurde vor dem Museum in der Innenstadt von Leer am Samstagvormittag eine Tasse Ostfriesentee zubereitet und ausgeschenkt – und zwar möglichst schnell. Für 200 Tassen brauchten die vier Teilnehmer rund elf Minuten, wie die Leiterin des Teemuseums Celia Brandenburger sagte. Offiziell anerkannt ist der Ausschenk-Rekord aber nicht.
Schwarzer Tee in Ostfriesland: Kulturerbe und Weltmeisterschaft
Schwarzer Tee gilt in Ostfriesland als Nationalgetränk. Seit 2016 ist die ostfriesische Teekultur als immaterielles Kulturerbe bei der Unesco anerkannt. 2021 wurden die Ostfriesen auch als Weltmeister im Teetrinken ausgezeichnet. Das Rekord-Institut für Deutschland ermittelte, dass die Ostfriesen im Schnitt pro Kopf jährlich 300 Liter Tee trinken. Im bundesweiten Durchschnitt seien es 28 Liter pro Kopf im Jahr.
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Rund 150 bis 200 Zuschauer habe es gegeben, sagte Brandenburger. Darunter seien viele Urlauber im Norden von Niedersachsen gewesen, die fasziniert die Smartphones gezückt hätten. Die ostfriesische Teekultur sei für sie etwas Normales, sagte Brandenburger. „Mittlerweile habe ich kapiert, dass das für andere etwas Besonderes ist.“ Der Tee durfte von den Anwesenden kostenlos getrunken werden. (dpa/stma)
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