Unwetter in Norddeutschland
Starkregen und Sturm: Versicherungsschäden durch Unwetter mehr als verdoppelt
Das Wetter wird immer extremer. Eine Bilanz zeigt: Die Schäden durch Starkregen und Überschwemmungen haben sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt.
Niedersachsen/Bremen – Starkregen, Sturm und Gewitter: Das Wetter wird immer extremer. In der neuen bundesweiten Bilanz des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) stellt sich heraus: Die versicherten Schäden durch Starkregen und Überschwemmungen haben sich in Bremen und Niedersachsen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.
Unwetter in Niedersachsen und Bremen: Starkregen und Sturm verdoppelten Schäden
Nach Angaben der GDV verdoppelte sich die Zahl der Schadensmeldungen in Bremen und in Niedersachsen. Auf etwa 1000 Versicherungsverträge waren es in Bremen demnach 5,6 Schadensmeldungen und in Niedersachsen 11,8. In den 2020 betrug die Quote noch 2,2 Meldungen (Bremen) und 5,7 Meldungen (Niedersachsen).
Unwetter in Deutschland: Schadenssumme liegt bundesweit bei fast 13 Milliarden Euro
Der Bilanz zufolge verzeichnete Bremen damit zwar die niedrigste Quote aller Bundesländer, dennoch wurde in der Hansestadt im vergangenen Jahr eine Unwetter-Schadenssumme von etwa sieben Millionen Euro gemeldet. In Niedersachsen waren es 2021 etwa 280 Millionen Euro. Bundesweit betragt die Summe im Jahr 2021 fast 13 Milliarden Euro.
Starkregen, Überschwemmung, Sturm: Unwetter in Deutschland nehmen immer weiter zu
Das lag laut GDV vor allem an den Naturgefahren wie Sturm, Hagel, Überschwemmung und Starkregen. Diese nehmen immer weiter zu: In den vergangenen Tagen ist die erste deutschlandweite Extremwetterlage über das Bundesgebiet gerollt. Erwartet wurden starke Sturmböen und Starkregen bis zu 45 l/qm. Und auch in den kommenden Tagen werden heftige Unwetter erwartet.
Wegen Unwetter-Katastrophe in NRW: Höchstes Schadensaufkommen der Geschichte
Die GDV beschreibt in ihrer Bilanz das höchste Schadensaufkommen in der Geschichte der Versicherer. Grund dafür war die Unwetter-Katastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Am häufigsten betroffen war Nordrhein-Westfalen mit 48,2 Schadensmeldungen pro 1000 Versicherungsverträge. Der Bundesdurchschnitt lag bei 22,4. Zum Vergleich: 2020 betrug der Durchschnitt 3,8.
