Trödel und mehr
Der älteste Flohmarkt Deutschlands findet regelmäßig in diesem niedersächsischen Ort statt
Deutschlands ältester Flohmarkt zieht seit Jahrzehnten Trödler an. Und auch dieses Jahr geht es wieder los. Das hat der Flohmarkt zu bieten.
Hannover – Viele Menschen zieht es magisch zu Flohmärkten. Dort kann man handeln, Schnäppchen ergattern und „echte“ Schätze finden. Was die meisten nicht wissen: Der Flohmarkt, wie wir ihn heute kennen, existiert in Deutschland noch nicht sehr lange. Erst 1967 brachte ein Künstler das Konzept nach dem Vorbild des „marché aux puces“ von der Seine an die Leine in Hannover. Niedersachsen hält damit gleich zwei Rekorde: Es hat den ältesten und den längsten Flohmarkt des Landes.
Der älteste Flohmarkt Deutschlands befindet sich direkt an der Leine in Hannover
Seit seiner Gründung durch den Aktionskünstler Reinhard Schamuhn zieht der Altstadt Flohmarkt Trödler aus ganz Deutschland an. Am Hohen Ufer, zwischen Schloss- und Goethestraße, bieten Händler seit 58 Jahren eine bunte Mischung aus Kleidung, Spielzeug, Platten und Plunder an – von Ramsch bis Rarität. Der größte Flohmarkt Norddeutschlands findet übrigens auch in Niedersachsen statt.
Hier wird fast alles verkauft. Ausgenommen sind jedoch ungebrauchte oder verpackte Waren, größere Mengen gleicher Artikel (mehr als zehn identische Gegenstände), neuere Elektrogeräte, neue Kleidung, Fahrräder, Tiere sowie Waffen und Artikel mit NS-Symbolen, wie es die Flohmarktordnung seit 2006 festlegt.
Am Westrand der Altstadt, mit dem Beginenturm im Hintergrund, lockt der Flohmarkt wöchentlich bis zu 20.000 Menschen an. Auch „echte“ Kunstwerke sind zu entdecken: Seit 1974 ragen zwischen den Ständen der Amateur- und Profi-Verkäufer am Leibnizufer die fröhlichen „Nanas“ der Künstlerin Niki de Saint Phalle hervor.
Der Flohmarkt in der Altstadt von Hannover bietet von März bis Oktober Trödelspaß
Früher fand der Flohmarkt auch im Winter statt, doch heute beschränkt sich die Saison auf die Monate von März bis Oktober. Die Öffnungszeiten wurden ebenfalls angepasst: Während der Markt früher samstags um sieben Uhr begann, öffnet er nun erst um 10 Uhr und bleibt bis 18 Uhr geöffnet.
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