Niedriges Corona-Infektionsniveau
Inzidenz in Niedersachsen steigt: Hier wird verschärft – dort wird gelockert
In Niedersachsen steigen die Corona-Zahlen wieder. An der niederländischen Grenze werden die Regeln verschärft. Aber es gibt auch Lockerungen.
Hannover – In Niedersachsen hat das Corona-Infektionsgeschehen weiter zugenommen. Landesweit stellt das Robert-Koch-Institut (RKI) für Montag einen Sieben-Tage-Inzidenzwert von 10,3 fest. Am Tag zuvor, also am Sonntag, lag der Wert noch bei 10,2. In den einzelnen Regionen sieht das Infektionsgeschehen ganz unterschiedlich aus. In der Region Hannover gelten seit dem 15. Juli bereits strengere Regeln aufgrund der hohen Corona-Inzidenz*.
| Bundesland: | Niedersachsen |
| Landeshauptstadt: | Hannover |
| Einwohnerzahl: | 8.003.421 (31. Dezember 2020) |
| Regierende Parteien: | SPD und CDU |
Am Montag kamen in ganz Niedersachsen 44 Neuinfektionen hinzu. Die Gesamtzahl der Infizierten im Land seit Beginn der Pandemie lag bei 262.530 Menschen. Es mussten jedoch keine neuen Todesfälle verzeichnet werden. Unter den verschiedenen Landkreisen und Städten in Niedersachsen hatte die Grafschaft Bentheim mit 28,4 den höchsten Inzidenzwert. Der Landkreis liegt an der niederländischen Grenze. Die Niederlande gelten seit der Nacht zum Sonntag – ebenso wie Griechenland – als Corona-Risikogebiet* – nach Einstufung der Bundesregierung.
Lockerungen in der niedersächsischen Corona-Verordnung trotz steigender Zahlen
In der Grafschaft gelten seit dem heutigen Montag, 19. Juli, ebenfalls wieder schärfere Corona-Regeln. Unter anderem dürfen sich nur noch maximal zehn Personen über 14 Jahre aus zehn Haushalten treffen. Die Stadt Delmenhorst und auch die Region Hannover lagen bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 19,3, danach folgten die Städte Wolfsburg und Salzgitter mit einer Inzidenz von 18,5 beziehungsweise 18,2.
Die Zahlen in Niedersachsen steigen seit rund zwei Wochen wieder an. Nicht allein in Niedersachsen: Bundesweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz am Montag ebenfalls bei einem Wert von 10,3. Laut niedersächsischem Stufenplan ist mit einem Wert von mehr als zehn an drei aufeinanderfolgenden Tagen die nächsthöhere Stufe erreicht. Dieser Schritt ist mit verschärften Regeln verbunden.
Am Sonntag waren davon insgesamt 19 niedersächsische Kommunen betroffen, darunter auch der Landkreis Verden*. Die geringere Zahl erlaubter Teilnehmer bei privaten Treffen, wie auch in der Grafschaft Bentheim seit Montag gültig, ist nur eine der Vorsichtsmaßnahmen. Da die Inzidenz insgesamt aber auf niedrigem Niveau bleibt, hat die Landesregierung die aktuelle Corona-Verordnung leicht angepasst*. Darin enthalten sind einige Lockerungen. Die Gültigkeit der Verordnung ist bis zum 3. September verlängert*.
Sorge vor Delta-Variante und einer vierten Corona-Welle im Herbst
Mit den steigenden Werten und der sich ausbreitenden Delta-Variante steigt auch die Sorge vor einer vierten Corona-Welle im Herbst. Ein entscheidender Punkt im Vorgehen gegen das Virus ist die Zahl der Impfungen. Bundes- und niedersächsische Landesregierung appellieren* daher an die Bürger sich impfen zu lassen. Die Sonderaktion zur Impfung von Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren am vergangenen Sonntag* soll zudem verlängert werden*.
Im Land Bremen stieg die Zahl der Neuinfektionen am Montag um 4 auf 27.634, es wurde kein neuer Todesfall registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz nahm leicht ab und sank von 13,7 am Sonntag auf 13,2 am Montag. In der Stadt Bremen lag die Inzidenz bei 15,0, in Bremerhaven bei 4,4. Seit dem 23. April sind für die Corona-Regeln der Länder die Daten des RKI maßgeblich. Diese sind aufgrund der Meldeketten weniger aktuell als die früher vom Land mitgeteilten Fallzahlen, zudem gibt es am Wochenende Meldeverzögerungen der Gesundheitsämter. Mit Material der dpa. * kreiszeitung.de und *24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.
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