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Ein magischer Sonnenaufgang an einem See in Niedersachsen wird nun deutschlandweit bekannt. Das Foto gewinnt einen besonderen Preis – und wird jetzt viel gedruckt.
Ein morgendlicher Schnappschuss aus Niedersachsen wird bald in Millionenauflage durch Deutschland reisen. Das Foto „Koldinger Seen“ von Banu Erkan hat den Fotowettbewerb der Post um Deutschlands schönsten Sonnenaufgang für sich entschieden. „Der Sonnenaufgang an diesem Morgen war so magisch, dass ich es einfach festhalten musste“, erklärt die überraschte Siegerin laut Mitteilung der Post.
Die Aufnahme entstand völlig spontan während der morgendlichen Fahrt zum Schulunterricht ihres Sohnes. Erkan hatte nach eigenen Angaben nicht im Entferntesten damit gerechnet, dass ihr Schnappschuss solche Kreise ziehen würde. Die Bildkomposition der Koldinger Seen zwischen Pattensen und Laatzen überzeugte jedoch die Mehrheit der Abstimmenden.
Besonderes See-Foto aus Niedersachsen wird nun mehr als eine Million Mal gedruckt
In einem hart umkämpften Online-Voting setzte sich die Aufnahme gegen die Konkurrenz von fast 1.200 Profi- und Hobbyfotografen durch. Von den 6.800 teilnehmenden Personen stimmten 21 Prozent für den Sonnenaufgang aus der Region Hannover, wie die Post bekannt gab.
Weite Wälder und Meer: Das sind die spektakulärsten Urlaubsregionen im Norden
Die Belohnung für den knappen Sieg fällt beachtlich aus: Neben einer Siegprämie von 2.000 Euro wird das Motiv im Juli 2026 als 95-Cent-Sonderbriefmarke erscheinen. Die Post plant eine Auflage von 1,3 Millionen Stück, wodurch der morgendliche Moment an den Koldinger Seen bald Briefe und Postkarten in ganz Deutschland schmücken wird. Bei einem anderen Fotowettbewerb konnte Niedersachsen ebenfalls abräumen. Deshalb liegen im Norden nun zwei der schönsten Straßen Deutschlands.
Großes Seengebiet in Niedersachsen war einst Abbaugebiet – heute wird es touristisch genutzt
Die Koldinger Seen in der südlichen Leineaue bei Hannover sind ein rund 190 Hektar großes Seengebiet. Es entstand durch über 40 Jahre intensiven Kiesabbau, bei dem Kiessande gefördert und zu Zuschlagstoffen für die Bauwirtschaft verarbeitet wurden. Heute erstreckt sich die Wasserfläche auf gut ein Dutzend Seen zwischen den Ortschaften Rethen, Gleidingen, Ruthe und Koldingen und hat sich zu einem attraktiven Naherholungsgebiet entwickelt, heißt es auf der Internetseite der Landeshauptstadt.
Die Region Hannover hat das Gebiet touristisch erschlossen: Ein Rundwanderweg führt um den Großen Koldinger See, ein Beobachtungsturm am Westufer ermöglicht Vogelbeobachtungen, und die Fahrradroute 15 der Fahrradregion Hannover verläuft durch das Gebiet. Neben Wandern und Radfahren ist auch das Angeln möglich – die Region Hannover vergibt entsprechende Angelerlaubnisse für bestimmte Bereiche.