Volle Straßen in den Winterferien
Winterferien 2022: Harz oder Nordsee - was ist erlaubt trotz Corona?
In Niedersachsen sind die Winterferien nur Zeugnisferien. In anderen Bundesländern heißt es: Raus auf die Piste. So geht Kurzurlaub unter Corona.
Hannover - Freitag ist Tag der Abrechnung: Es gibt in Niedersachsen und Bremen Halbjahres-Zeugnisse für die Schüler. Um neue Energie zu tanken, sind Montag und Dienstag frei. Dieses verlängerte Wochenende könnten Familien für einen Kurztrip an die Nordsee oder in den Harz nutzen. Wer etwas mehr Urlaub hat, kann auch eine Fernreise machen – trotz Corona. Obwohl die verlängerte „Winterruhe mit Warnstufe 3“ gilt, ist einiges möglich.
| Winterferien Niedersachsen und Bremen | 31.1. - 1.2. |
| Bayern | 28.2. - 4.3. |
| Hamburg | 28.1. |
| Sachsen | 12.2. - 26.2. |
Die Pandemie hat das Urlaubsverhalten in den vergangenen Jahren deutlich verändert, doch die Wanderlust der Deutschen ist ungebrochen. Dies ist zumindest das Ergebnis von google.
Winterzeit ist Zeit für Skisport. Für Niedersachsen ist der Harz ein schnell zu erreichendes Ziel. Auf der Harzinfoseite heißt es: Der Harz bietet Alpinskigebiete für Anfänger und Fortgeschrittene, Funparks für Snowboarder, rund 500 Kilometer Langlaufloipen, Rodelbahnen, Snow-Tubing-Anlage und Winterwanderwege. Ob es in den Winterferien ausreichend Schnee gibt, ist noch unklar. Zwar sagen die Vorhersagen Schneefall an, aber auch Temperaturen bis zu 5 Grad im Plusbereich.
Grundsätzlich gilt im ganzen Harz die 2G-Regel für alle touristischen Beherbergungen und für die Gastronomie. Ob die Regeln auch in die Sprache Esperanto übersetzt wurden, ist unklar.
Wer einen Test braucht, wird auf den Infoseiten des Harzes fündig. Bitte beachten: Je nach angrenzendem Bundesland können die Regeln etwas variieren. Dies gilt auch für die Nordsee. Für Deutschland betrifft es die Bundesländer Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Allgemein lässt sich sagen, dass auch an der Nordsee Urlaub möglich ist. Im Landkreis Wittmund gab es die niedrigste Inzidenz in Deutschland.
Trotz aller Unsicherheiten infolge der Corona-Pandemie rechnet die Geschäftsführerin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TASH), Bettina Bunge, für 2022 mit einer positiven Entwicklung der Branche. „Die Preise für touristische Angebote werden 2022 steigen, unter anderem wegen der Aufwendungen der Betriebe für Hygienemaßnahme und stark gestiegener Preise für Energie und Lebensmittel“, sagte Bunge.
Volle Straßen in den Winterferien
Laut ADAC gehe es „auf den Straßen rund“. Betroffen seine aber überwiegend die Autobahnen in den Bundesländern mit längeren Ferien. Etwas entspannter sieht es der ACE. Er rechnet mit Staus höchstens vor Baustellen, bei widriger Witterung oder nach Unfällen und rechnet insgesamt mit nur mit „überschaubarem Verkehrsaufkommen“.
Wer nicht an die Schulzeiten gebunden ist, kann auch einen längeren Skiurlaub planen. Das Auswärtige Amt (AA) stellt eine Liste mit allen relevanten Informationen zu den Reisewarnungen für Hochrisiko- und Virusvariantengebiete. Dort heißt es: Vor nicht notwendigen und touristischen Reisen in Hochrisikogebiete und Virusvariantengebiete wird derzeit gewarnt. Trotz Omikron ist Urlaub im Ausland möglich.
Winterferien in Ischgl: Die Mutter aller Corona-Hotspots
Der Ursprung aller Corona-Beschränkungen soll der Skiort Ischgl sein. Er galt im März 2020 als Coronahotspot Nummer eins in Europa. Viele Bewohner des Dorfs ärgert das bis heute. Der erste verbürgte Coronafall in Ischgl war ein Kellner aus der Après-Ski-Bar Kitzloch.
„Die Berichterstattung war komplett auf Ischgl fokussiert“, sagt Bernhard Zangerl, der damals 25-jährige Betreiber des Lokals. Dass es auch in anderen österreichischen Skiorten viele Infektionen gab, habe kaum jemanden interessiert. „Das hat viele Leute hier geärgert“, sagte weiter im Spiegel. Ischgl sei zum Synonym für den schlechten Umgang mit Corona geworden.
Für den Ski-, Hotel- und Restaurantbetrieb gelten strenge Auflagen. Überall werden Impfzertifikate kontrolliert, um 22 Uhr ist Sperrstunde. Im Skilift und auf der Dorfstraße in Ischgl gilt eine FFP2-Maskenpflicht. Ins Kitzloch dürfen jetzt statt der 250 Leute wie früher nur noch maximal 120. Die Leute dürfen in Après-Ski-Bars nur im Sitzen konsumieren, Tanzen wie früher ist nicht erlaubt, höchstens ein bisschen Wackeln mit den Armen. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
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