„Ylenia“ im Oldenburger Land:
Bis 11 Uhr mehr als 430 Feuerwehreinsätze
Landkreis – Sturmtief „Ylenia“ sorgt im Landkreis Oldenburg für Dauereinsätze der Feuerwehren. Die Großleitstelle twitterte am Donnerstag, dass seit Mittwoch um 19 Uhr bis Donnerstag um 11 Uhr mehr als 430 Feuerwehreinsätze aufgenommen und durch die Einsatzkräfte abgearbeitet wurden.
Allein zwischen 6 und 8 Uhr habe es mehr als 180 Einsätze gegeben. Das Personal der Leitstelle sei deutlich erhöht worden, um alle Aufgaben zu bewältigen.
Ersten Berichten zufolge sind im Landkreis Oldenburg keine Menschen zu Schaden gekommen. In Ganderkesee wurde bereits am Mittwochnachmittag eine große Birke von einer Windböe erfasst und aus dem Boden gerissen. Da diese auf die Straße zu stürzen drohte, musste die Feuerwehr mit einer Drehleiter anrücken und den Baum mit einer Kettensäge abtragen. Ein Bagger rückte mit einem Greifarm am und nahm ganze Stämme zur Seite.
Die Medienagentur Nonstop-News berichtete über einen Vorfall um Mitternacht in Kirchhatten, bei dem Freunde von Oldenburg kommend auf einen auf der Landstraße liegenden Baum zukamen und rechtzeitig bremsen konnten. Der 80 Zentimeter dicke Stamm der Buche wurde von der Feuerwehr mit der Kettensäge zerlegt. Um zu verhindern, dass noch weitere Äste des Nachbarbaums abbrechen, wurden diese per Drehleiter gekappt.
Die Feuerwehr Wildeshausen musste nach Angaben von Sprecher Daniel Engels bislang insgesamt zehn Mal ausrücken.
In den Fällen, bei der die Polizei involviert war, ging es zumeist um drohende oder bereits umgestürzte Bäume beziehungsweise Äste, Verkehrsschilder sowie andere Gegenstände wie Mülltonnen, die umhergeweht oder Dächer, die zum Teil abgedeckt wurden.
Im Landkreis Oldenburg fuhren laut Pressestelle in Harpstedt und Aschenstedt in den Morgenstunden drei Auto gegen auf die Straße gestürzte Bäume. Alle blieben unversehrt, an den Fahrzeugen entstanden Schäden.
Windböe erfasst Tankauflieger
Auf der Autobahn 1 in Fahrtrichtung Osnabrück, zwischen den Anschlussstellen Cloppenburg und Vechta, wurde laut Polizei bereits am Mittwochnachmittag gegen 16.20 Uhr ein Sattelzug von einer Windböe erfasst, sodass der Kraftfahrer die Kontrolle verlor und mit dem Tankauflieger nach rechts von der Fahrbahn abkam. Nachdem der Sattelzug die Außenschutzplanken durchbrach, sackte dieser etwa einen halben Meter in dem neben der Fahrbahn befindlichen Grünstreifen ein. Der Fahrer blieb unverletzt, es entstand ein Schaden in Höhe von rund 50.000 Euro. Für die Bergung des Fahrzeugs musste eine Vollsperrung eingerichtet werden.
