„Sonnenstein“: Als der Club noch Diskothek hieß

Disco-Flair mit Wiedererkennungswert: der „Stein“ im Museumsdorf.
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Disco-Flair mit Wiedererkennungswert: der „Stein“ im Museumsdorf.

Harpstedt/Cloppenburg – „Ich war noch gar nicht im ,Sonnenstein’. Wegen Corona bin ich da einfach nicht hingekommen“, gestehen sich etliche Harpstedter ein, die sich gern mal ein Bild davon machen möchten, was aus der Location geworden ist, mit der sie viele Erinnerungen an die eigene Jugend verbinden.

Das Museumsdorf Cloppenburg hat den früheren „Zappeltempel“ bekanntlich mit allem Drum und Dran zu sich geholt und ihn weitgehend originalgetreu hergestellt. Dank rückläufiger Infektionszahlen und neuer Freiheiten in Coronazeiten ergeben sich nun vermehrt Gelegenheiten, die kultige Landdisco zu besuchen und Disco-Feeling zu erleben. Schon an diesem Donnerstag, 21. April, startet im Freilichtmuseum um 17 Uhr die nächste Führung durch den „Stein“. Die Teilnahme kostet vier Euro und erfordert eine Anmeldung unter Telefon 04471/94 84 40 oder per Mail an fuehrungen@museumsdorf.de. Treffpunkt ist die Museumskasse.

„Es darf auch getanzt werden“, verheißt das Museumsdorf. Die originale Musik- und Lichtanlage werde in Betrieb sein. Die Besucher kämen in den Genuss einer „Zeitreise in die 1980er-Jahre“.

Parallele zum Auswanderer-Haus

Viele „Sonnenstein“-Fans hätten es gern gesehen, wenn im Museumsdorf das frühere Tanzlokal aus der Ära von Betreiber Johann Hasselmann abgebildet worden wäre. Letztlich aber musste sich das Team des Freilichtmuseums an dem orientieren, was es im „Stein“ auf dem Koems-Gelände in Harpstedt tatsächlich vorgefunden hatte. Und der Bestand stammte nun mal vorwiegend aus der Disco-Epoche unter Gunda und Klaus Sengstake als Betreiber – überwiegend aus den 1970ern und 1980ern.

Im „translozierten“ und im Museumsdorf wiederaufgebauten „Sonnenstein“ soll sich der Besucher auf der beleuchteten Tanzfläche und an den Tresen fühlen wie an einem Samstagabend während des Disco-Booms. Der kulturhistorische und museumspädagogische Part kommt gleichwohl zu seinem Recht. Sogar eine Parallele zum Auswanderer-Haus in Bremerhaven dürfte aufmerksamen Besuchern nicht entgehen: An Hörstationen können sie Gesprächen von Betreibern, Gästen und Angestellten lauschen – Konversation, wie sie typisch für die Zeit war, als die Clubs noch Diskotheken hießen.

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