„Acht Fragen“ zur Landtagswahl
Harm Rykena: „Integration in Arbeitsmarkt fast unmöglich“
Landkreis - Im Vorfeld der Landtagswahl am 15. Oktober beantworten die Kandidaten im Wahlkreis 64 Oldenburg-Land (Wardenburg, Hude, Hatten, Ganderkesee, Dötlingen und die Samtgemeinde Harpstedt) acht Fragen unserer Zeitung. Heute ist Harm Rykena (AfD) aus Ahlhorn an der Reihe.
Herr Rykena, nach aktuellen Ausbauplanungen soll fast allen Haushalten im Landkreis Oldenburg in Zukunft eine Internetbandbreite mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) zur Verfügung stehen. Reicht das aus? Was für Maßnahmen sind in den kommenden Jahren nötig, um das Internet auszubauen?
Rykena: Selbstverständlich reicht die aktuelle Bandbreite nicht aus. Die Technik in diesem Bereich erlebt nach wie vor eine stürmische Entwicklung und so ist davon auszugehen, dass es auch bei den erforderlichen Bandbreiten wie bei der eingesetzten Technik keinen Stillstand geben darf. Eventuell muss in Zukunft tatsächlich der Staat den Stab ergreifen und den Ausbau der Glasfaserverkabelung übernehmen.
Sehen Sie in den rund 2 000 Flüchtlingen, die derzeit im Landkreis Oldenburg leben, eher eine Chance oder ein Risiko? Warum?
Hier besteht eindeutig ein Risiko. Alle verfügbaren Statistiken belegen, dass mangelnde Deutschkenntnisse, fehlende Ausbildung, ja, fehlende Berufspraxis in einem hoch technisierten Arbeitsumfeld sowie zahlreiche kulturelle Unterschiede eine selbst mittelfristige Integration der überwiegend jungen, erwachsenen Männer in den deutschen Arbeitsmarkt fast unmöglich machen. Die Integration dieser Flüchtlinge in das gesellschaftliche Leben wird noch Millionen Euro verschlingen, bei ungewissen Erfolgsaussichten.
Beschreiben Sie bitte die Kerninteressen des Landkreises Oldenburg, die Sie auf Landesebene vertreten wollen.
Ich werde mich neben dem Erhalt der Förderschulen und dem Breitbandausbau in der Fläche besonders für die Bereiche Ärzteversorgung auf dem Land und die Unterstützung der bäuerlichen Landwirtschaft engagieren.
Was ist das Thema, das Ihnen am meisten am Herzen liegt?
Sämtliche Förderschulen im Landkreis Oldenburg müssen erhalten bleiben.
Wie war der Name Ihres ersten Haustieres? Und was war es für ein Tier?
Uns ist vor vielen Jahren eine junge, schwarze Katze zugelaufen, und meine damals noch kleinen Kinder nannten sie „Panta“. Heute ist das Tier 18 Jahre alt, und natürlich wissen wir, wie man Panther schreibt.
Erzählen Sie bitte einen Witz.
Treffen sich ein Walfisch und ein Thunfisch. Sagt der Walfisch: „Was sollen wir tun, Fisch?“ Antwortet der Thunfisch: „Du hast die Wahl, Fisch.“
Haben Sie „Ticks“ oder eigenartige Angewohnheiten?
Ja, ich habe zwei harmlose Ticks, und mein persönliches Umfeld kennt diese.
Wenn Sie zu diesem Zeitpunkt eine Biografie über Ihr Leben schreiben müssten, was für einen Titel hätte das Buch?
In Anlehnung an den Titel eines alten Songs von Fleetwood Mac: „You can go your own way.“
Alle Kandidaten, alle Ergebnisse
Die weiteren Kandidaten im Wahlkreis und die Ergebnisse am Wahlabend finden Sie in unserem Überblick.