Auf dem Wildeshauser Marktplatz galt Maskenpflicht
Polizei unterbindet Querdenker-Versammlung
Landkreis – Rund 25 Personen aus der sogenannten Querdenker-Szene versuchten, sich am Montagabend in Wildeshausen auf dem Marktplatz zu versammeln und gegen die aktuellen Corona-Maßnahmen zu protestieren. Die Polizei erklärte diesen Bereich jedoch zum Versammlungsort, an dem ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden musste.
Bei dem Versuch, durch die Stadt zu laufen und sich „intensiv“ die Schaufenster anzuschauen, wurden die Querdenker kontinuierlich von der Polizei begleitet und im Fall einer Gruppenbildung darauf hingewiesen, Abstände einzuhalten und eine Maske zu tragen. Das wurde nicht befolgt, sodass die Menschen weiterziehen mussten. Es entwickelte sich eine Art Hase- und Igel-Spiel, indem die Spaziergänger über den Gildeplatz in Richtung Huntestraße zur Burgstraße zogen und regelmäßig auf die Polizei stießen.
Am 3. Januar ist eine Kundgebung auf dem Marktplatz geplant
Gegen 19 Uhr waren die Versuche, einen „Abendspaziergang“ zu veranstalten, schließlich beendet. Für die kommende Woche, am 3. Januar, hat ein Wildeshauser Bündnis geplant, erneut eine Kundgebung unter dem Motto „Nachdenken statt Querdenken“ auf dem Markplatz anzumelden.
Laut Polizei gab es ähnliche „Abendspaziergänge“ in Delmenhorst, Nordenham, Brake, Hude und Ahlhorn mit insgesamt etwa 700 Teilnehmenden. Alle Spaziergänge waren durchweg friedlich und um 19.30 Uhr beendet, hieß es von der Polizeipressestelle. Die eingesetzten Beamten der Polizei mussten lediglich verkehrslenkende Maßnahmen ergreifen.
Im Großraum Oldenburg hatten noch eine Woche vorher „Abendspaziergänge“ mit etwa 1.000 Teilnehmenden stattgefunden, mit denen die Menschen gegen die mit Corona und Gesundheitsschutz begründeten Grundrechtseinschränkungen im Allgemeinen und gegen eine Impfpflicht demonstrierten. An vielen Spaziergängen waren auch Vertreter des AfD Kreisverbands Oldenburg-Land beteiligt. Nur wenige dieser Versammlungen waren offiziell angemeldet worden.