Aus Bookholzberg per Bus
Nach Corona-Ausbruch: Atrium-Bewohner zurück nach Wildeshausen verlegt
Wildeshausen/Bookholzberg – Die bislang im Berufsförderungswerk in Bookholzberg untergebrachten Senioren aus dem Atrium in Wildeshausen sind am Mittwoch in die Kreisstadt zurückverlegt werden.
„Der Transport der acht Bewohner erfolgte per großzügig bemessenen Bus und verlief reibungslos“, teilt der Landkreis mit. „Wir sind froh, dass wir diesen Schritt jetzt machen konnten, denn somit sind die Damen und Herren wieder in ihrer zuvor vertrauten Umgebung“, sagt Landrat Carsten Harings und fährt fort: „Ein sehr großer Dank geht an das Pflegepersonal, bei dem immer das Wohl der Bewohner im Fokus stand und das diese herausfordernde Situation mit großem Engagement gemeistert hat. Ebenso bedanke ich mich beim Berufsförderungswerk Weser-Ems für die große Unterstützung.“
Kreis führt zusätzliche Tests durch
Bevor die Bewohner zurück nach Wildeshausen gebracht werden konnten, wurden mehrere Kontrolltestungen durchgeführt, bei denen alle Ergebnisse negativ waren, so der Kreis. Diese zusätzliche Probennahme gehe weit über die gesetzten Standards durch das Robert-Koch-Institut und des niedersächsischen Landesgesundheitsamtes hinaus. „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, noch einmal zu testen. Wir wollten die größtmögliche Gewissheit haben. 100-prozentige Sicherheit gibt es leider nie. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass es leider Todesfälle zu beklagen gab“, so Harings. In Folge des Coronavirus-Ausbruchs in der Pflegeeinrichtung gab es insgesamt sieben Covid-19-assoziierte Todesfälle. Assoziiert, weil der tatsächliche Nachweis der jeweiligen Todesursache nicht vorlag.
In der Nachbetrachtung sieht die Kreisverwaltung die Evakuierung der nicht erkrankten Senioren nach Bookholzberg wie auch zum Zeitpunkt der Maßnahme als alternativlos an.