Einzelhändler hoffen aber, dass viele den Mund-Nasen-Schutz beibehalten

Supermarkt und Einzelhandel: Mitarbeiter mit Maske, Kunden ohne

Masken im Handel: Während die Kunden bald darauf verzichten dürfen, werden viele Angestellte weiterhin einen Mund-Nasen-Schutz tragen.
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Masken im Handel: Während die Kunden bald darauf verzichten dürfen, werden viele Angestellte weiterhin einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Wildeshausen – Die einen bezeichnen es als neue Freiheit, die anderen sind skeptisch: Ab Sonntag, 3. April, entfällt die Maskenpflicht beim Einkaufen auch im Landkreis Oldenburg. Damit müssen sich die Kunden nicht mehr einen Mund-Nasen-Schutz überstreifen, wenn sie das Geschäft betreten – es sei denn, die Betreiber von Supermärkten oder Einzelhandelsgeschäften machen von ihrem Hausrecht Gebrauch und schreiben eine Maskenpflicht vor.

Das wollen die Einzelhändler in der Regel aber wohl nicht. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet, orientiert sich beispielsweise die Schwarz-Gruppe, zu der Lidl und Kaufland gehören, an den jeweiligen Corona-Regeln der Bundesländer und der aktuellen Arbeitsschutzverordnung.

Maskenpflicht in Supermarkt und Einzelhandel

Auch Rewe lehnt eine Maskenpflicht in Eigenregie ab: „Wir setzen die von den Behörden gemachten Anordnungen gewissenhaft um“, sagte ein Unternehmenssprecher dem RND. Patrick Lenz, selbstständiger Rewe-Kaufmann in Wildeshausen, hat noch keine klaren Regelungen getroffen. Seine Kunden werden wohl keine Masken tragen müssen. Was für seine Mitarbeiter gilt, ist noch nicht klar. Angesichts der hohen Inzidenzzahlen rät Lentz allerdings zur Vorsicht – und dazu gehört ein Schutz für die Angestellten, der eigentlich nur mit Maske zu erreichen ist.

Aldi-Nord möchte „zunächst die politische Diskussion sowie die konkrete Ausgestaltung der Länderverordnungen abwarten“, teilte ein Sprecher dem RND mit.

Mitarbeiter sollen weiter Masken tragen

Die Edeka-Gruppe verwies darauf, dass viele Filialen inhabergeführt seien und „eigenständig über alle Maßnahmen in ihren Märkten“ entscheiden könnten. Eine zentrale Vorgabe sei deshalb nicht geplant. Oliver Einemann, Inhaber des Marktes am Westring in Wildeshausen plant, dass alle Mitarbeiter eine Maske tragen. „Wir können oft die Abstände nicht einhalten“, sagt er. Das gelte auch für die modernisierte Fleisch- und Wursttheke, die am Donnerstag wiedereröffnet werde. Ihm wäre es allerdings lieb, wenn die Kunden weiterhin eine Maske tragen würden, um sich und andere zu schützen.

Beim Handels- und Gewerbeverein Wildeshausen (HGV) sieht man auch keine Regelungen für alle Betriebe. Das müsse jeder Einzelhändler selbst entscheiden, sagt der kommissarische Vorsitzende Johannes Lenzschau. In seinem Betrieb „Schnittker am Markt“ an der Westerstraße in Wildeshausen könne der Kunde ab Montag, 4. April, ohne Maske einkaufen. Für viele sei diese unangenehm gewesen und deshalb dürften sie die neue Freiheit genießen. „Wir sind aber hier große Fans der FFP2-Maske.

Angesichts der hohen Inzidenzzahlen werden meine Mitarbeiter bis auf Weiteres FFP2- oder OP-Masken tragen“, so Lenzschau. Das sei schon deshalb wichtig, weil das Geschäft gefährdet sei, wenn zu viele Mitarbeiter gleichzeitig infiziert würden oder in Quarantäne müssten. Lenzschau hofft aber, dass sich die Lage mit besserem Wetter entspannt. Dann könnten auch seine Angestellten bald auf einen Mund-Nasen-Schutz verzichten. Die Bünting-Gruppe, zu der Famila am Westring gehört, teilt am Montag mit: „Wir befinden uns gerade in der Abstimmung der Vorgehensweise.“ Daher könne man noch nicht abschließend informieren.  

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