Zahl der Teams verdoppelt
Weitere Impfangebote im Landkreis Oldenburg in Planung
Wildeshausen – Im Landkreis Oldenburg starten die Planungen, um in den kreisangehörigen Kommunen an festen Tagen zu festen Zeiten Impfangebote zu unterbreiten. Möglich macht das ein neuer Erlass des niedersächsischen Gesundheitsministeriums, weil die Hausärzte mit den Booster-Impfungen vielfach überlastet sind.
„Wie wichtig die Angebote vor Ort sind, haben wir bei den Aktionen in Wildeshausen und Ahlhorn gesehen. Dort wurden an zwei Terminen mehr als 900 Impfungen vorgenommen“, wird Landrat Christian Pundt in einer Pressemitteilung zitiert. „Wir setzen nun alles daran, diese Möglichkeiten in allen kreisangehörigen Kommunen zu schaffen. Es gibt aber noch einige Hindernisse, die wir überwinden müssen.“
Pundt weist darauf hin, dass durch eine mögliche 2G-Regel in Niedersachsen die Nachfrage nach Impfungen noch einmal Aufwind bekommen könnte. Der Kreishaus-Chef führt aus, dass es unter anderem darum geht, Orte in den kreisangehörigen Kommunen zu lokalisieren, an denen viele Personen auch bei schlechtem Wetter eventuelle Wartezeiten verbringen können.
Es sollen lange Wartezeiten vermieden werden
„Es soll vermieden werden, dass Menschen zu lange in der Kälte warten müssen“, so Pundt. Weiter soll es nicht vorkommen, dass Impfwillige ohne Immunisierung die Heimreise antreten müssen. Dazu bedürfe es eines entsprechenden Terminmanagements – auch ohne Internet, weil insbesondere viele ältere Menschen dazu gar keinen Zugang haben.
Ein weitaus größeres Problem dürfte laut Kreisverwaltung der Faktor Personal sein. Der Erlass des Gesundheitsministeriums sieht eine Aufstockung der mobilen Impfteams vor. Für den Landkreis Oldenburg bedeutet dies eine Verdopplung.
Malteser benötigen dringend Fachpersonal
„Es wird also kurzfristig Fachpersonal benötigt. Und das auch nur für einen gewissen Zeitraum“, betonte Pundt. Die Kreisverwaltung sei im sehr engen Austausch mit dem Malteser-Hilfsdienst, um weitere Teams aufzubauen und einsatzfähig zu machen.
Nach Einschätzung des Landrates macht sich jetzt die vom Land Niedersachsen angeordnete Schließung des Impfzentrums in Wildeshausen noch deutlicher negativ bemerkbar. „Dort war alles vorhanden: Impfstraßen, Personal und Räume. Das muss alles wieder mühevoll organisiert werden.“
Aktuell liegt die Priorität der Impfteams noch bei den Pflegeeinrichtungen. Auch erste Termine mit Schulen sind vereinbart. Parallel laufen die Planungen für öffentliche Impfangebote. „Weil wir das aber nicht sofort realisieren können, setzen wir weiter auf die niedergelassenen Ärzte“, so Pundt.