B-Plan für Brockmanns Wiesenweg ist durch
Rat gibt grünes Licht
Rotenburg - Von Guido Menker. Die Rotenburger Werke möchten auf einem Grundstück am Brockmanns Wiesenweg / Ecke Brockeler Straße eine Fachpflegeeinrichtung bauen. Der Rotenburger Stadtrat hat nun – nach vielen Monaten und zahlreichen Diskussionen im Fachausschuss sowie in der Öffentlichkeit – grünes Licht für den dafür erforderlichen Bebauungsplan gegeben.
Völlig geräuschlos ist am Donnerstagabend aber auch diese Abstimmung nicht über die Bühne gegangen. „Warum nicht gleich so?“, fragte Gunter Schwedesky (FDP). Nach den vielen und langen Debatten sei der Dampf raus gewesen, als endlich die Zeichnungen auf dem Tisch lagen. „Das hätte einfacher gehen können“, sagte der Ratsherr, „dafür müssen wir in Zukunft sorgen.“ Klaus Rinck (CDU) stieß ins gleiche Horn. Die Vorgehensweise in dieser Angelegenheit „finden wir nicht richtig“, sagte er. Der Fraktionsvorsitzende spricht von einer Unzufriedenheit bei der handwerklichen Abwicklung und zielte damit auf die Verwaltung ab. Rinck: „Der Ärger war vermeidbar.“ Und zwar mit einer anderen Reihenfolge der Bearbeitung, meint er. Teile seiner Fraktion würden sich enthalten, um diese mangelnde Zufriedenheit zu dokumentieren. 25 Mitglieder des Stadtrates stimmten am Ende für die Verabschiedung des Bebauungsplanes, vier enthielten sich ihrer Stimmen. Fünf Ratsmitglieder fehlten.
Bürgermeister Andreas Weber (SPD) erklärte, dass die Entwürfe nicht früher vorliegen konnten, es aber klar gewesen sei, dass man „im flachen Bereich“ bleibe, es also keinen Grund gegeben habe, „sich Sorgen zu machen“. Zugleich wies er auf eine gute Zusammenarbeit mit den Werken sowie auf ein großes gegenseitiges Vertrauen hin. Und so freue er sich, „dass wir im Konsens mit den Rotenburger Werken das Projekt Dezentralisierung vorantreiben und den Bebauungsplan entwickelt haben“.
Alles gut also, möchte man meinen, aber FDP-Ratsherr Gunter Schwedesky transportierte einen Hinweis von Anliegern auf mögliche Verkehrsprobleme in den Stadtrat. „Nicht zu Unrecht“, wiesen die Anlieger darauf hin, denn nicht nur die neue Einrichtung der Werke, sondern auch der zweite Teil des Baugebietes mitsamt Kindergarten an der Brockeler Straße sorge für zunehmenden Verkehr. Schwedesky rechnet mit bis zu 150 Autos täglich mehr. „Das hält die Straße technisch und von der Breite her nicht aus“, sagt er. „Wir werden dafür sorgen müssen, dass es weiter eine gute Anbindung gibt – und zwar nicht zu Lasten der Anlieger.“
Bürgermeister Andreas Weber (SPD) bestätigt den zunehmenden Verkehr, den es jetzt schon gebe. Aber: „Wir haben eine Anbindung mit der Tempo-30-Zone.“ Die Behinderungen im Verkehr gebe es zudem ganz bewusst, damit der Verkehr nicht zu schnell werde. Der Bürgermeister versicherte im Stadtrat am Donnerstagabend: „Wir werden gucken, wie sich das entwickelt, um zu erkennen, ob Veränderungen erforderlich sind.“ Die angesprochenen Probleme sehe er eher in anderen Bereichen, beispielsweise am Grafeler Damm: „Dort ist’s enger.“