Gastronomischer Betrieb kommt

Neubau für eine Eventlocation am Weichelsee geplant

Stellen das Projekt vor, das im Ideenwettbewerb der Stadt gewonnen hat: Die Erste Stadträtin Bernadette Nadermann (v.l.), Architekt Norbert Behrens, Gastronom Philipp Landschof, Planer Markus Czysty (PGN), Stadtplaner Clemens Bumann sowie Bürgermeister Andreas Weber. Das Bild im Hintergrund zeigt eine Außenansicht des einem Blockhaus ähnelnden Gebäude, wie es von der Seeseite her aussehen soll. Ziel: Im Sommer 2020 soll der Betrieb starten. Foto: Menker
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Stellen das Projekt vor, das im Ideenwettbewerb der Stadt gewonnen hat: Die Erste Stadträtin Bernadette Nadermann (v.l., Bild bitte vergrößern), Architekt Norbert Behrens, Gastronom Philipp Landschof, Planer Markus Czysty (PGN), Stadtplaner Clemens Bumann sowie Bürgermeister Andreas Weber. Das Bild im Hintergrund zeigt eine Außenansicht des einem Blockhaus ähnelnden Gebäude, wie es von der Seeseite her aussehen soll. Ziel: Im Sommer 2020 soll der Betrieb starten.

Wie geht es eigentlich am Rotenburger Weichelsee weiter? Diese Frage steht im Raum, seitdem Ulli Schorpp sein Strand-House Ende vergangenen Jahres endgültig abgeschlossen hat. Jetzt ist klar: Philipp Landschof, Koch und Caterer aus Kirchwalsede, wird in einem Neubau an gleicher Stelle einen gastronomischen Betrieb mit umfangreichem Konzept betreiben.

Rotenburg - Von Guido Menker. Zwei Bewerbungen sind im Rotenburger Rathaus eingetroffen, nachdem die Stadt einen Investoren-Wettbewerb ausgeschrieben hatte. Beide Interessenten für das Gelände am Weichelsee haben ihre Vorstellungen anschließend im vertraulich tagenden Verwaltungsausschuss vorgestellt - am Ende erhielt der 41-jährige Philipp Landschof den Zuschlag.

„Es war eine sehr eindeutige Entscheidung“, sagte Bürgermeister Andreas Weber (SPD) am Freitagmorgen bei der Präsentation dieser ausgewählten Idee gegenüber der Presse. Mit am Tisch saßen auch Norbert Behrens, Geschäftsführer und Architekt bei der Planungsgemeinschaft Nord (PGN), und sein Kollege Markus Czysty. Sie zusammen haben die Entwürfe für den Neubau erarbeitet, der sich sehr naturnah zeigt und sich daher ausgezeichnet in die Umgebung einfügt. 3,5 Millionen Euro sollen in das Vorhaben fließen, erklärte Behrens. Mindestens 20 feste Arbeitsplätze werden entstehen, fügte Philipp Landschof hinzu. Das deutet das Ausmaß dieses Vorhabens an, für das schon bald die Projektgesellschaft Weichelsee gegründet werden soll. Wer genau als Investor einsteigt, verrieten die Beteiligten allerdings nicht. Für die Bebauung am Weichelsee soll der Projektgesellschaft ein Erbbaurecht auf dem Gelände erteilt werden.

Aber damit nicht genug: Vorgesehen ist darüber hinaus der Kauf eines weiteren Grundstückes auf der anderen Seite der Bremer Straße - dort, wo einst das „Waldschlösschen“ zu finden war. Auf diesem Grundstück sollen in modernen und vor allem gut ausgestatteten Holz-Modulen Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen werden. Dahinter ist ferner Platz für die Wohnmobilisten vorgesehen, die zurzeit noch direkt am See einen Standort haben. Landschof : „Für mich besteht dieses Projekt aus drei Teilen.“ Da sei einerseits die Tagesgastronomie, da sei die hochwertige Eventlocation mit einem bis zu 400 Personen fassenden Saal, und andererseits komme eben die Möglichkeit hinzu, am Weichelsee auch zu übernachten.

Schon lange auf Gelände-Suche

„Ich suche schon seit längerer Zeit nach einem Gelände, auf dem so etwas möglich ist“, sagte Landschof, der sich zusammen mit seiner Geschäftspartnerin Stefanie Wolf um das Projekt kümmert. „Wir bekommen viele Anfragen aus größeren Städten wie Bremen oder Hamburg, wenn es beispielsweise um Hochzeiten geht. Gewünscht werden dabei immer mehr auch Übernachtungsmöglichkeiten“, erklärte Landschof. Genau das lasse sich künftig mit einer Feier außerhalb der großen Städte am Weichelsee realisieren. Hinzu kommen sollen Tagungen, Betriebsfeiern sowie auch öffentliche Veranstaltungen, sagte er. Auch ein Neujahrsempfang könne dort zum Beispiel stattfinden. Für den gastronomischen Teil denkt Philipp Landschof auch über die Idee nach, eine Gasthausbrauerei in das Gebäude zu integrieren.

Letztendlich profitiere der Standort zusätzlich von der Nähe zum Gewerbegebiet und allen voran von der Lage direkt am See. Landschof: „Wasser will jeder.“ Und das lasse sich für Seminare und Workshops sowie Tagungen oftmals wunderbar mit ins Programm einbauen. Es lasse sich durchaus feststellen, dass die Lage am Weichelsee bisher verschlafen worden ist, fügte Norbert Behrens hinzu. „Daraus kann man wirklich mehr machen - so etwas braucht Rotenburg.“

Strand-House-Schließung ermöglicht freies Denken

Weber stellte klar: „Erst die Schließung des Strand-Houses hat uns die Möglichkeit gegeben, frei zu denken.“ Mit der Variante, die Bebauung über das Erbbaurecht zu regeln, habe die Stadt „immer noch die Hand drauf“. Weber geht es dabei insbesondere um den freien Zugang der Gäste zum Weichelsee. Und eben die sollen sich am See auch entsprechend versorgen können. Entweder in der Tagesgastronomie oder auch an einem Kiosk, der ebenfalls Teil des derzeitigen Planes ist. In diesem Bereich sei darüber hinaus eine öffentliche Toilettenanlage vorgesehen.

Der Zeitplan für das Vorhaben ist durchaus als sportlich zu bezeichnen: Für das Weichelsee-Gelände müsse zunächst der Bebauungsplan geändert werden, damit der Investor im April oder Mai seinen Bauantrag stellen und bestenfalls im Spätsommer mit dem Bau beginnen kann. Ziel sei es, so Philipp Landschof, im späten Sommer des kommenden Jahres den Betrieb zu eröffnen.

Das Hauptgebäude im Blockhaus-Stil wird über die Tagesgastronomie auf der einen und den Tagungssaal auf der anderen Seite verfügen. Dazwischen hat der Planer den Eingangsbereich mit Garderobe und Sanitäranlagen platziert. Die Nutzfläche im unteren Bereich liegt bei 1 029 und oben bei 292 Quadratmetern. Das Dach soll begrünt werden. Draußen sind Terrassen vorgesehen. Das Haus insgesamt wird leicht erhöht sein, um einen See-Blick zu erzielen.

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