Unternehmer und Politiker tauschen sich über Wasserstoff-Projekte aus
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Rotenburg/Bad Fallingbostel – Zu einem runden Tisch der Wasserstofftechnologie haben sich kürzlich Kommunalpolitiker aus dem Landkreis Rotenburg, Fachleute aus Stade sowie Unternehmer aus dem Heidekreis getroffen. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil hatte dazu eingeladen. Die Teilnehmer gaben Klingbeil einige konkrete Forderungen mit auf dem Weg nach Berlin.
„Die EEG-Umlage ist einfach weiter das Hindernis für die Wasserstofftechnologie“, so Roland Hamelmann, der als Projektkoordinator Wasserstoffwirtschaft im Transferzentrum Stade arbeitet. Die Mautbefreiung für Lastwagen mit Wasserstoffantrieb sei außerdem eine wichtige bundespolitische Maßnahme, weil dies den Schulterschluss zwischen den Nutzern und den Erzeugern dieses umweltfreundlichen Energieträgers immens fördere.
In der staatlichen Förderung für Pilotprojekte sah auch der Walsroder Spediteur Jens Kruse Verbesserungspotenzial: „Nur zwei Jahre Förderung für ein Fahrzeug reichen nicht. Anschaffungen im Fuhrpark werden viel länger als zwei Jahre kalkuliert.“ Hamelmann wies ebenfalls auf die lokalen Transportfirmen hin, die perfekt in eine Wasserstoffstrategie passen würden, weil ihre Logistikketten mit dem Tankstellennetz für Wasserstoff darstellbar wären. Unter anderem nannte er die Spedition Oetjen mit ihrer Nähe zur A 1. Als Betreiber der Wasserstofftankstellen wurde übrigens auch die Firma Hoyer aus Visselhövede ins Spiel gebracht.
Der Rotenburger SPD-Kreisvorsitzende Klaus Manal nutzte die Runde, um von dem Erfolgsprojekt Wasserstoffzug zu berichten. Nach den ersten Erfahrungen mit dem Zug von Bremerhaven über Bremervörde bis nach Hamburg würde nun die erste Wasserstofftankstelle für Züge konzipiert, und die ersten 14 echten als Wasserstoffzüge gebauten Garnituren sollen in absehbarer Zeit beliefert werden. Dieses Zugprojekt mit Regelverkehr war auch für Klingbeil ein wichtiges Zeichen und ein Teil einer Wasserstoffstrategie, die ganzheitlich entwickelt werden sollte.