Im Visier der Kontrollbehörden
Tierschutzverstöße in Zuchtbetrieben
Nachdem Tierschutz-Aktivisten zwielichtige Aufnahmen aus einem Schlachtbetrieb im Landkreis Stade veröffentlicht haben, wurden nun auch die Zulieferbetriebe kontrolliert. Unter anderem kamen die Kontrolleure in den Landkreis Rotenburg.
Stade/Rotenburg – Mehrere Rinderzuchtbetriebe im Landkreis sind ins Visier der Kontrollbehörden geraten. Nachdem Aktivisten der Organisation „Soko Tierschutz“ Aufnahmen aus einem Schlachtbetrieb im Landkreis Stade veröffentlicht hatten, auf denen unter anderem zu sehen war, wie bewegungsunfähige Tiere an Ketten auf die Transporter oder von ihnen herunter gezerrt wurden, sind auch die Zuliefererbetriebe kontrolliert worden.
Sieben der 29 kontrollierten Betriebe im LK Rotenburg
29 konnten anhand der Aufnahmen identifiziert werden, heißt es vom Landkreis Stade. Sieben lagen im Landkreis Rotenburg. Rotenburgs Kreissprecherin Christine Huchzermeier bestätigt, dass zumindest bei zwei Betrieben „ein tierschutzrechtliches Fehlverhalten erkennbar“ gewesen sei. Sie seien kontrolliert worden, aber: „Zum Zeitpunkt der Kontrolle gab es keine tierschutzrechtlichen Verstöße.“
Die Bewertung der auf dem Bildmaterial erkennbaren Handlungen obliege der Staatsanwaltschaft oder dem Gericht. Fünf weitere Zuchtbetriebe seien zwar gemeldet worden, aber es sei anhand der Filmaufnahmen kein Fehlverhalten der Landwirte erkennbar.
Routinemäßige und anlassbezogene Kontrollen
Insgesamt gibt es laut Huchzermeier im Kreisgebiet 1183 Betriebe mit Rindern und 540 Betriebe mit Schweinen. Die Kontrollen auf diesen Höfen fänden routinemäßig und anlassbezogen statt. Zudem gebe es einen Rinderschlachthof im Gewerbegebiet in Elsdorf (Oste-Fleisch) und noch zwei Metzgereien, die Rinder schlachten.
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