Kulturerfahrungen bei Flunkyball

US-Austauschschüler erleben erstes Festival „made in Germany“

Die Austauschschüler Zach Kennell, Noah Massinari, Joshua Kennell und Scyler Entz haben das Hurricane besucht. - Foto: Heyne
+
Die Austauschschüler Zach Kennell, Noah Massinari, Joshua Kennell und Scyler Entz haben das Hurricane besucht.

Scheeßel - Von Ulla Heyne. Das Scheeßeler Hurricane zieht immer wieder auch internationale Gäste an. Eine Gruppe von 16 jungen Amerikanern hat dieser Tage ihr erstes deutsches Festival erlebt. „Wow, so viele Leute!“, staunte Zach Kennell, der wie seine Mitschüler der Newton Senior High School das Ende der zwei Wochen Austausch mit dem zehnten Jahrgang der Eichenschule am Eichenring verbrachte.

Mitstreiter Noah Massinari pflichtete ihm bei: „So viele habe ich noch nie auf einem Haufen gesehen!“ Im Unterschied zu vielen seiner Mitschüler hat der 17-Jährige bereits in seiner Heimat Kansas erste Festivalerfahrungen gesammelt: „Das war auf dem Warner Valley Music Festival – allerdings mit nur 20.000 Besuchern.“ Ob dort anders gefeiert wird als in Deutschland? „Auf jeden Fall – das ist ein Bluegrassfestival.“ Dementsprechend höher sei der Altersdurchschnitt. „Da war definitiv weniger Party!“

Angetan waren die amerikanischen Gäste vor allem vom Gemeinschaftssinn auf dem Hurricane: „Man wird oft angesprochen und kommt sofort nett ins Gespräch“, berichtete Zach Kenell, der in Scheeßel vor einer Woche seine – zumindest deutsche – Volljährigkeit gefeiert hat.

„Die Leute sind supernett und sehr offen“, bestätigte auch Scyler Entz. Genau wie die deutschen Festivalbesucher haben sie mit ihrer Gruppe ein kleines Camp mit Zelten und Pavillon aufgeschlagen. Und genau wie bei vielen anderen, hat der Pavillon schon den ersten Abend nicht überstanden.

Video

Die meiste Zeit haben Scyler Entz und ihre Freunde jedoch im Infield verbracht und Musik gehört. Von den Bands kannte sie vorher so gut wie keine. Sie hat vor allem der Auftritt von Madsen beeindruckt, „da waren wir mittendrin im Moshpit!“, lachte sie.

Auch für Joshua Kennell war der Abriss der norddeutschen Schrabbelrocker einer der Höhepunkte – die Musik hatte er in den vorigen Wochen schon bei seinem Gastgeber gehört. Zach Kennell war auch London Grammar angetan, von Two Door Cinema Club und von George Ezra: „Nicht gerade Festivalmucke, aber unbedingt etwas für meine Playlist.“

Video

Große kulturelle Unterschiede in der Art zu feiern haben die Schüler ansonsten nicht festgestellt. „Klar, hier wird offener mit Alkohol umgegangen“, so das Credo. Ein kulturelles Novum haben sie hier dann doch kennengelernt: „Flunkyball – Wahnsinn, wie viel das hier gespielt wird“, meinte Scyler Entz.

Besonders kommerziell finden die Jugendlichen das Festival allerdings nicht: „Nur die Merchandise-Preise sind etwas zu hoch“, hat sich Noah Massinari klar positioniert, der sich wie fast alle Hurricane-Besucher zur Erinnerung mit Festival-Textilien eingedeckt hat. „Aber in den Geschäften sind Pullis hier ja auch wesentlich teurer als bei uns.“

In der Halbzeit des Public Viewings, bei dem sie gemeinsam mit mehreren tausend Fans für die Fußballnationalmannschaft mitfieberten, sprach er den Veranstaltern ein großes Lob aus: „Das ist hier extrem gut geführt und ich habe mich trotz der vielen Menschen auf kleinstem Raum immer total sicher gefühlt!“

Foto

foto

foto

foto

foto

foto

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Eindrücke vom Kräutertag in Horstedt

Eindrücke vom Kräutertag in Horstedt

Bassum Open Air: Lokalredakteur backstage bei Florian Künstler

Bassum Open Air: Lokalredakteur backstage bei Florian Künstler

Frech und pfiffig: Diese Pferderassen haben es faustdick hinter den Ohren

Frech und pfiffig: Diese Pferderassen haben es faustdick hinter den Ohren

Kanufahren, Demokratieworkshop und sportliche Wettkämpfe

Kanufahren, Demokratieworkshop und sportliche Wettkämpfe

Kommentare