Landkreis Verden baut Radweg an der K 36 / Rotenburg setzt 2025 fort

Erstmal eine halbe Sache

Zwischen Otterstedt und der Kreisgrenze haben die Bauarbeiten begonnen.
+
Zwischen Otterstedt und der Kreisgrenze haben die Bauarbeiten begonnen.

Reeßum – Genau bis zum Ende des Feldes an der Kreisgrenze ist das Maisfeld auf einem einige Meter breiten Streifen abgemäht. Auch hier graben bald Bagger und bereiten die Fläche an der Kreisstraße 36 zwischen Otterstedt und Reeßum für den Radweg vor. Kurz vor dem Stein, der die Verkehrsteilnehmer im Landkreis Rotenburg begrüßt, wird der Radverkehr allerdings zunächst wieder auf die Straße gelenkt. Denn während der Landkreis Verden mit dem Bau im August gestartet ist, dauert es im Landkreis Rotenburg noch ein wenig länger, ehe auch hier die Maschinen anrollen.

Da hätten sich die beiden Behörden doch besser absprechen und gemeinsam an die Planung und Umsetzung gehen können, mag man zunächst denken. Das ist jedoch nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick aussieht, machen beide Landkreise deutlich. Es werde immer versucht, sich mit dem jeweiligen Nachbarn abzusprechen, wenn es um die Planungen für solche Vorhaben geht. Auch in diesem Fall sei das so gewesen, berichtet Ulf Neumann als Pressesprecher des Landkreises Verden. Gescheitert ist eine gemeinsame Planung letzen Endes an den Prioritätenlisten der beiden Landkreise. „Der Landkreis Verden ist von fünf Landkreisen und dem Land Bremen umgeben. Bei den unterschiedlichen Prioritätenlisten für solche Bauvorhaben ist eine Abstimmung nicht immer ganz einfach, zumal Prioritätenlisten in den politischen Gremien verabschiedet werden“, erläutert Neumann.

Der Radweg an der K 36, der an den bestehenden an der K 4 zwischen Otterstedt und Narthauen sowie den an der L 32 anschließt, hatte für die Verdener eine höhere Priorität als für die Rotenburger. Dort steht er derzeit auf Platz fünf. Der Kreisausschuss legt die Liste fest und beschließt sie. „Berücksichtigt werden dabei die Unfallhäufigkeit, die Verkehrsstärke, die erlaubte Höchstgeschwindigkeit, die Nutzung als Schulweg oder als touristische Route“, schreibt Christine Huchzermeier, Pressesprecherin des Landkreises Rotenburg. Der jetzt im Bau befindliche Radweg wird auf Rotenburger Kreisgebiet voraussichtlich 2025 fortgesetzt.

Insgesamt 1 800 Meter baut der Landkreis Verden zwischen Otterstedt und der Kreisgrenze neu. Für einen Großteil der Strecke haben die Tiefbauarbeiten bereits begonnen. 2016 hat der Nachbarlandkreis die Maßnahme in sein Mehrjahresprogramm aufgenommen und damit die konkreten Planungen gestartet. 400 000 Euro kostet der Bau, wobei 60 Prozent durch Landesmittel gefördert werden. Auf Rotenburger Seite sind es noch 1,4 Kilometer, die bis zum Ortseingang Reeßum fertig gestellt werden müssen. Die Kosten könne der Landkreis derzeit nur sehr grob beziffern anhand von Erfahrungswerten vergleichbarer Radwegeneubauten. Demnach sei mit etwa 510 000 Euro zu rechnen.

Die Fördermittel sind auch der Grund, weshalb der Landkreis Verden nicht abwarten konnte, bis der Radweg auf der Rotenburger Prioritätenliste oben steht. „Eine Verschiebung des Radwegebaus Otterstedt – Reeßum auf spätere Jahre hätte den Verlust der Fördergelder für den Landkreis Verden bedeutet“, erklärt Neumann das Vorgehen.

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Nostalgie auf Rädern: Oldtimer und Erinnerungen begeistern in Aschen

Nostalgie auf Rädern: Oldtimer und Erinnerungen begeistern in Aschen

„Der längste und vielleicht schönste Biergarten der Welt“ befindet sich in Bayern

„Der längste und vielleicht schönste Biergarten der Welt“ befindet sich in Bayern

Deutschlands Fußball-Kader 2026: Wer hat Wurzeln außerhalb Deutschlands?

Deutschlands Fußball-Kader 2026: Wer hat Wurzeln außerhalb Deutschlands?

Joker und Undav retten Deutschland – DFB-Noten gegen die Elfenbeinküste

Joker und Undav retten Deutschland – DFB-Noten gegen die Elfenbeinküste

Kommentare