Tourismus auf Rekordkurs: Fehmarn knackt drei Millionen Übernachtungen

Der durch das Hochwasser im Herbst 2023 stark in Mitleidenschaft gezogene Wanderweg bei Wulfen bleibt weiter gesperrt.
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Der durch das Hochwasser im Herbst 2023 stark in Mitleidenschaft gezogene Wanderweg bei Wulfen bleibt weiter gesperrt.

Die Zahl der Übernachtungen auf Fehmarn hat 2024 die Schallmauer von drei Millionen durchbrochen. Das geht aus dem Tourismusbericht hervor, den Tourismusdirektor Oliver Behncke in der Sitzung des Tourismusausschusses vorlegte. Demnach wurden 2024 bei 469270 Ankünften 3,045 Millionen Übernachtungen gezählt.

Fehmarn – Auch 2023 waren es schon 3,096 Millionen Überbachtungen bei 461532 Ankünften. Die 2023er-Zahl habe sich aber erst in den zurückliegenden Wochen durch Nachmeldungen und Nachberechnungen im Zuge der Umstellung auf die digitale Erfassung der Meldescheine ergeben, so Behncke.

Erfreuliche Zahlen, die sich auch bei den Einnahmen aus der Kurabgabe niederschlagen. Inklusive Eigenanteil der Stadt konnten demnach im vergangenen Jahr 5,441 Millionen Euro generiert werden. Gegenüber 2023 ein Plus von rund 130000 Euro (+2,4 Prozent).

2,30 Euro Kurabgabe passt noch

Und das bei einer Kurabgabe von 2,30 Euro in der Haupt- und 1,50 Euro in der Nebensaison. Lediglich Bad Schwartau, das ganzjährig eine Abgabe von 1,65 Euro erhebt, arbeitet mit einem geringeren Abgabesatz. An der schleswig-holsteinischen Ostseeküste werden in der Regel ganz andere Kurabgabenhöhen aufgerufen. Timmendorfer Strand, Grömitz, Dahme und Großenbrode nehmen in der Hauptsaison drei Euro, in der Nebensaison zwei Euro, wobei Großenbrode, Heiligenhafen, Dahme und Kellenhusen die Zeit um Weihnachten und den Jahreswechsel mittlerweile auch schon zur Hauptsaison erklärt haben. „Wir kommen mit 2,30 Euro sehr gut zurecht“, sieht Fehmarns Tourismuschef aktuell noch keinen Anlass, an der Abgabenschraube zu drehen.

Etwas gedreht beziehungsweise nachgesteuert werden soll bei der Webseite des Tousismus-Service Fehmarn (TSF), die nach einem Relaunch vor drei Wochen online gegangen ist. Die erste Erkenntnis: Die Farbe Grau ist zu dominant. Es dürfte demnächst wohl etwas farbenfroher werden.

Dana Zielinski neue Veranstaltungsleiterin auf Fehmarn

Noch etwas ergänzt wurde laut Behncke auch der Veranstaltungskalender. So findet am zweiten Augustwochenende neben einem Open-Air-Kino (9. August) im Rahmen der Kinderwoche auch ein E-Sports-Event (9. und 10. August) statt. Im Zusammenhang mit den Neuerungen im Veranstaltungskalender wies der Tourismusdirektor auf die Musik- und Kinonacht Burg hin, die am 5. April ihre Premiere feiert (wir berichteten). 200 Karten hätten hierfür bereits verkauft werden können, berichtet Behncke, 400 Karten seien das Ziel. Die Musik- und Kinonacht wird dann auch die erste größere Veranstaltung sein für die neue Veranstaltungsleiterin, die am 17. März ihren Job am Südstrand antritt. Es ist Dana Zielinski (25), die zuletzt Veranstaltungsleiterin in Großenbrode war. Sie wird in den kommenden zweieinhalb Jahren Saskia Prange vertreten, die in Mutterschutz und Elternzeit geht.

Wanderweg bleibt nach Hochwasser gesperrt

Neben den vielen positiven Nachrichten, die Fehmarns Tourismuschef zu vermelden hatte, gab es aber auch einige weniger schöne Meldungen. So kann der in Wulfen in Höhe Bargmöhl an der Küste entlangführende Wanderweg, der vom Hochwasser im Oktober 2023 teilweise weggerissen wurde, vorerst nicht wieder hergestellt werden. Er bleibt gesperrt. Der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) habe abgelehnt, weil es sich um eine „inaktive Steilküste“ handle und eine Aufschüttung oder Ähnliches „nicht möglich“ wäre, so Behncke. Und der Eigentümer als Anlieger des Weges wolle kein Land zur Verfügung stellen, bedauert der Tourismuschef, denn „uns wäre schon daran gelegen, den Weg aus touristischer Sicht wieder herzustellen“.

Nicht gut sieht es auch für die geplante Sandaufspülung in Burgtiefe und Meeschendorf aus. Die Anträge bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein seien zwar fristgerecht eingereicht und die notwendigen Eigenmittel auch in den Haushalt 2025 eingestellt worden, doch ausschreiben könne man die Maßnahmen noch nicht, da die baufachtechnischen Prüfungen und naturschutzrechtlichen Stellungnahmen des Kreises Ostholstein noch austehen, ebenso die Genehmigung des Haushalts durch die Kommunalaufsicht.

„Die Zeit läuft gegen uns“, machte Behncke deutlich, dass es vor der Saison wohl nichts mehr werden dürfte mit einer Aufspülung, sie im Herbst keinen Sinn mache und somit möglicherweise erst im Frühjahr 2026 realisiert werden könne. Immerhin ist eine Förderung in Höhe von 75 Prozent in Aussicht gestellt.

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