Gehälter vorerst gesichert
Achimer Stadtbäckerei meldet erneut Insolvenz an
Die Achimer Stadtbäckerei hat Insolvenz angemeldet. Hintergrund des Antrags sind unter anderem die stark rückläufigen Umsätze. Die Gehälter der aktuell 474 Mitarbeiter seien aber für die nächsten Monate gesichert.
Die Achimer Stadtbäckerei GmbH & Co. KG ist ins Schlingern geraten. Das Unternehmen stellte beim Amtsgericht Verden einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Form einer Sanierung des Betriebs in Eigenverwaltung, den das Gericht daraufhin anordnete, informiert eine PR-Agentur im Auftrag der Rechtsanwälte Dr. Rouven Quick und Andreas Pantlen von BBL Bernsau Brockdorff, die die Geschäftsleitung der Stadtbäckerei bei der „Restrukturierung“ unterstützen.
Der Geschäftsbetrieb wird den Angaben zufolge uneingeschränkt fortgeführt. Die Löhne und Gehälter der aktuell 474 Mitarbeiter werden während des Verfahrens von der Bundesagentur für Arbeit gezahlt und seien für die nächsten Monate gesichert. Hintergrund des Insolvenzantrags sind stark rückläufige Umsätze seit dem Frühjahr 2018 sowie die nicht mehr ausreichend gewährleistete Zuführung von externen Mitteln, um alle geschäftlichen Verpflichtungen zu erfüllen und anstehende Investitionen zu realisieren, heißt es.
Produkte werden in 45 angemieteten Filialen hergestellt
Die Stadtbäckerei betreibt laut der Pressemitteilung am Standort in Achim eine Produktionsstätte zur handwerklichen Produktion von Backwaren und erwirtschaftete 2018 einen Umsatz in Höhe von 15 Millionen Euro. Die hergestellten Produkte werden nahezu ausschließlich in 45 angemieteten Filialen im Großraum Bremen und in den Regionen Cuxhaven sowie Buxtehude/Stade an Privatkunden verkauft. Das Foto zeigt das Stadtcafé in Achim, das in diesem Frühjahr in ein Gebäude am Glockenspiel umziehen sollte. Ein Plan, der sich wohl erstmal erledigt hat.
Erst 2015 ging die Achimer Stadtbäckerei gestärkt aus einem Insolvenzverfahren hervor.