Wegen Corona

Ein Sommer ohne große Feste: Stadt Achim sagt alle Veranstaltungen ab

Viele Menschen und dichtes Gedränge sind zu Zeiten von Corona keine gute Idee und schlichtweg verboten. Deshalb sind auch in Achim vorerst bis Ende August alle Großveranstaltungen wie das Stadtfest (Foto) abgesagt. Archivfoto: Mix
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Viele Menschen und dichtes Gedränge sind zu Zeiten von Corona keine gute Idee und schlichtweg verboten. Deshalb sind auch in Achim vorerst bis Ende August alle Großveranstaltungen wie das Stadtfest (Foto) abgesagt.

Achim - Die Achimer Fachausstellung (Afa) wurde bereits Ende März wegen der Corona-Pandemie auf das nächste Jahr verschoben, jetzt trifft es auch die weiteren Großveranstaltungen. Das Stadtfest (12. bis 14. Juni), das Weinfest (21. bis 23. August), das Kinderstadtfest (20. August), der Jazz-Pfingst-Frühschoppen an der Achimer Mühle (1. Juni) und auch das Food-Festival (5./6. September) sind abgesagt beziehungsweise aufs kommende Jahr verschoben worden.

Damit reagiert die Stadt auf die behördlichen Vorgaben, die besagen, dass Großveranstaltungen wie Volksfeste bis zum 31. August wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden dürfen.

Er bedauere diese Entscheidung, die allerdings unumgänglich sei, erklärte Bürgermeister Rainer Ditzfeld. Ganz unverhofft komme das Verbot außerdem nicht. „Ehrlicherweise sind wir in den vergangenen anderthalb Monaten schon davon ausgegangen. Jetzt kam die endgültige Bestätigung“, sagt Ingo Freitag, Vorsitzender der Unternehmergemeinschaft Achim (Uga), die unter anderem das Stadt- und das Weinfest veranstaltet.

„Wir behandeln das Stadtfest so wie die Afa und verlegen es um ein Jahr“, sagt Freitag. Es findet dann vom 11. bis 13. Juni 2021 statt, und auch fast alle der für dieses Jahr gebuchten Künstler, unter anderem Michy Reincke, seien dann wieder mit von der Partie. „Beim Stadtfest stehen 3 000 Leute pro Abend dicht gedrängt vor der Bühne, das geht in diesen Zeiten nicht. Wir brauchen diese Anzahl aber, damit die Veranstaltung kostenneutral bleibt, da können wir nichts reduzieren.“

Ein wenig Spielraum gebe es allerdings beim Weinfest, wenn man beispielsweise die Tische weit auseinanderstellen würde. „Das hätte aber nicht mehr den Charakter eines solchen Festes, wenn man nicht mehr eng beieinandersitzen darf“, sagt Freitag. Weitere Sicherheitsvorkehrungen würden zudem die Kosten stark steigen lassen. „Und selbst wenn das Fest stattfinden könnte: Das Zielpublikum gehört zur eigentlichen Corona-Risikogruppe.“ Aus diesem Grund sei die Uga zurzeit in Gesprächen mit den beteiligten Winzern, um die Veranstaltung in den August nächsten Jahres zu verschieben.

Zu klären sei allerdings, wie es um die verkaufsoffenen Sonntage stehe. Schließlich dürften die Geschäfte an solchen Tagen nur im Rahmen einer Großveranstaltung öffnen. „Wir hoffen auf eine Sondergenehmigung.“ Das der erste verkaufsoffene Sonntag des Jahres am 26. April ausfalle, sei allerdings klar. Denn das flankierende Maibaumfest in der Fußgängerzone ist ebenfalls abgesagt.

Beim Stadtfest stehen 3 000 Leute pro Abend dicht gedrängt vor der Bühne.Ingo Freitag, Vorsitzender der Uga

„Unsere Einzelhändler sind durch die verordneten Schließung so gebeutelt, wir müssen alles versuchen, um ihnen die vier verkaufsoffenen Sonntage im Jahr anzubieten“, sagt auch Bürgermeister Rainer Ditzfeld. Deshalb könne er sich vorstellen, das für Anfang September geplante Food-Festival in den Herbst zu legen, verbunden mit geöffneten Geschäften.

Zwar falle die Veranstaltung nicht mehr in die Zeit des behördlichen Verbots, dennoch sei die Stadt auf Nummer sicher gegangen, und habe das Fest abgesagt. Denn das geplante und sehr kostenintensive „Dinner in the sky“ ließe sich nicht ohne Weiteres kurzfristig stornieren.

Das Kinderstadtfest, das immer am letzten Donnerstag in den Sommerferien massenhaft Kinder und Erwachsene in die Achimer Innenstadt lockt, soll laut Ditzfeld ebenfalls auf einen späteren Termin verlegt werden. Als Idee schwebt dem Bürgermeister das Ende der Herbstferien vor.

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