Menschenkette in Achim besteht fast nur aus Erwachsenen
„Wir müssen anders wirtschaften“
Achim – „Wir sind hier, wir sind laut, weil Ihr uns die Zukunft klaut“, hallte es am Freitagmittag durch die Achimer Fußgängerzone. Schätzungsweise gut 100 Personen bildeten vor dem Rathaus, auf dem Bibliotheksplatz und ein Stück weit darüber hinaus eine Menschenkette, um eine entschiedenere Politik gegen den weltweiten Klimawandel zu verlangen.
Die von den Schülern Merlin Hankel und Finn Steffens gegründete Gruppe Fridays for Future Achim hatte zu der Demonstration aufgerufen und sich damit dem globalen Klimastreik angeschlossen. Allerdings blieb der ganz große Protest in Achim aus. Zu der Kundgebung nach Schulschluss fanden sich fast nur Erwachsene ein, Kinder und Jugendliche waren kaum zu sehen. „Schade, dass die örtlichen Schulen oder auch die Eltern unsere Aktionen nicht unterstützen“, bedauerte eine Mutter.
„Wir sind hier, um dem Klimawandel Einhalt zu gebieten“, sagte Merlin Hankel zur Begrüßung der überschaubaren Menge. „Wir müssen auf erneuerbare Energien umstellen.“
Eine Energie- und eine Verkehrswende reichten aber längst nicht aus, mahnte Sabrina Kernhoff. Die Nabu-Aktivistin forderte: „Wir müssen unsere Art, zu wirtschaften und zu leben, ändern.“
Anschließend stimmte sie einen von ihr verfassten Liedtext an. „Niemand sieht Zusammenhänge, treibt die Umwelt in die Enge. Tier und Pflanze, Boden, Wasser – die Zerstörung wird täglich krasser“, heißt es darin.
In der Marktpassage gab es Infostände. Auch eine Unterschriftenliste gegen „Achim-West“ lag dort aus. mm