Technikmodernisierung geplant

Burgbad bleibt zu: Abstands- und Hygieneregeln machen Probleme

Gerade an den Außenanlagen im Freibad ist immer etwas zu tun. Aber gebadet werden kann hier in den nächsten Wochen nicht. Foto: Wenck
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Gerade an den Außenanlagen im Freibad ist immer etwas zu tun. Aber gebadet werden kann hier in den nächsten Wochen nicht.

Langwedel - Seit gestern dürfen die Freibäder in Niedersachsen wieder öffnen. Klingt vielleicht einfach, ist es aber nicht. Das Verwell in Verden hat auch schon wieder auf, die Leute dürfen aber nicht zum Baden kommen, wie sie wollen. Es gelten etliche und strenge Regeln. Das beliebte Burgbad in Langwedel ist noch zu – und das wird es auf absehbare Zeit auch bleiben.

Vor Ende Juni werde man sich aus dem Langwedeler Rathaus sicher nicht über einen möglichen Öffnungstermin äußern können, erklärte gestern Ordnungsamtsleiter Frank-Peter Adam. Das hat mehrere Gründe.

Schwimmmeister Thomas Becker, die Fachangestellte Britta Meyer und das Team vom Bauhof haben trotz Corona die in jedem Jahr üblichen Vorarbeiten geleistet, in den Becken ist schon Wasser drin. „Jetzt warten wir noch auf besseres Wetter“, meint Becker gestern Morgen bei grauem Himmel über dem Langwedeler Burgberg, einer Außentemperatur von 12 Grad und einem ungemütlichen Wind. War ein Scherz.

„Hinten auf der Liegewiese wollen wir noch ein Sonnensegel aufbauen“, erzählt Becker. Außerdem plant man in Langwedel die Corona-Zwangspause für eine Badmodernisierung zu nutzen, eine neue Trockenchlorgas-Anlage soll eingebaut werden. Ist die drin, könnte man die ganze Technik hochfahren und für den Badebetrieb klar machen.

Bedingungen für Eröffnung unklar - zulässige Besucherzahlen ermitteln

Allerdings stellt sich vorher noch die große Preisfrage: Unter welchen Bedingungen darf das Freibad öffnen? „Da gibt es Modelle, um die zulässigen Besucherzahlen nach Wasser- und Liegefläche zu berechnen“, so Frank-Peter Adam. Da hätten es die Kommunen doch schon gern ein bisschen konkreter, so der Ordnungsamtsleiter. Eine entsprechende Anfrage an die Landesregierung in Hannover sei über den Städte- und Gemeindebund schon gestellt.

„Wir haben ein schnuckeliges, kleines Bad“, sagt Adam. „Das stellt uns aber jetzt vor das Problem, etwas Vernünftiges in Sachen Abstands- und Hygieneregelungen zu generieren.“

„Ich kann die Abstände in den Umkleiden und in den Duschen gar nicht einhalten“, verdeutlicht Schwimmmeister und Betriebsleiter Becker.

Klare Ansagen aus der Landeshauptstadt abwarten

Und überhaupt: „Wenn ich im Sommer hier vielleicht 30 Kinder reinlasse, soll ich da aufpassen, dass die Abstand halten? Im Becken und auf der Wiese? Die Kinder wollen doch toben. Sollen sie auch. Dafür sind wir doch da.“

Spinnt man den Faden einmal weiter, man wollte den Einlass im Burgbad begrenzen... Wie will man bestimmen, wer auf die Anlage darf? „Ein Onlinebuchungssystem haben wir nicht“, so Frank-Peter Adam. Dazu stelle man sich einen heißen Sommertag vor, an dem in den vergangenen Jahren bis zu 1.400 Menschen im Burgbad Erfrischung suchten.

Dazu womöglich noch Schlangen bis auf die Straße, von Leuten die ins Bad wollen? Wenn da jemand dazwischen ist, der keine Karte im Vorverkauf und in der Anmeldung ergattert hat? Das möchte man sich im Rathaus nicht vorstellen und schon gar nicht erleben. Bevor man in Langwedel aufmachen kann, braucht es unter anderem noch jede Menge Überlegungen, Planungen – und gern klare Ansagen aus der Landeshauptstadt.

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