Projekt „ONE 50“
Meyer-Werft will jetzt Mega-Luxusjachten bauen
Auf zu neuen Ufern: Wegen der Flaute bei Kreuzfahrtschiffen versucht sich die Meyer-Werft an der Ems auf dem wachsenden Markt für Megajachten.
Papenburg/Monaco – Megajachten statt Kreuzfahrtschiffe: Die Meyer-Werft an der Ems will sich künftig im Geschäft mit Luxusjachten versuchen. Auf der Monaco Yacht Show stellte Deutschlands größter Schiffbaubetrieb das Konzept für eine 150 Meter lange Luxusjacht vor. Sie soll nur mit Brennstoffzellen und Batterien angetrieben werden.
| Schiffsbauunternehmen: | Meyer Werft |
| CEO: | Jan Meyer (1. Mai 2012–) |
| Gründer: | Willm Rolf Meyer |
| Gründung: | 1795 |
| Hauptsitz: | Papenburg |
| Mitarbeiterzahl: | 3.625 |
Geschäftsführer Bernard Meyer sagte am Donnerstag, 23. September 2021: „Wir sind Experten im Bau von Spezialschiffen, das haben wir schon oft bewiesen. Nun arbeiten wir daran, Megajachten noch größer und vor allem grüner zu machen.“ Man sehe aktuell, dass die Nachfrage nach Megajachten steige und Platz für eine weitere Werft in diesem Segment sei.
Meyer-Werft will jetzt Luxusjachten bauen: Hunderte Arbeitsplätze müssen abgebaut werden
Bislang war das Hauptgeschäft der Meyer-Werft in Papenburg an der Ems und in Turku (Finnland) der Bau von Kreuzfahrtschiffen. Doch die Nachfrage stockt in der Corona-Pandemie, die Meyer-Werft muss mehrere Hundert Arbeitsplätze abbauen. Beim Bau von Megajachten sind deutsche Betriebe ebenfalls führend.
Doch sind auf diesem Markt schon die Lürssen-Werft und Abeking & Rasmussen in Bremen, die Lloyd-Werft in Bremerhaven, Blohm+Voss in Hamburg oder die Nobiskrug-Werft in Rendsburg aktiv.
Sollte die von Meyer projektierte „ONE 50“ gebaut werden, würde sie zu den zehn größten Jachten weltweit zählen. Der Studie nach soll sie mit einer elektrischen Leistung von 25.000 Kilowatt bis zu 23 Knoten (42,6 km/h) schnell sein. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.