Wolf auf A 1 bei Oyten getötet: Hinweis auf weibliches Jungtier
Erneut ist ein Wolf auf einer der großen Verkehrsstrecken im nördlichen Landkreis Verden angefahren worden. Jetzt auf der A 1 bei Oyten.
Oyten – Er gehe davon aus, sagt Wolfsberater Wolfgang Mohr, den Wolf habe es vorn getroffen. Darauf deuteten jedenfalls die Spuren hin, die er bei dem verendeten Tier vorfand. Der Sachverständige war eigenen Angaben zufolge am Sonnabend von der Autobahnpolizei Langwedel um Hilfe gebeten worden. Er habe sich gleich auf den Weg gemacht und den Kadaver auf dem Rastplatz Thünen in seine Obhut genommen, auf dem Parkplatz der Rastanlage also an der A1 in Fahrtrichtung Hamburg.
Eine erste Beurteilung habe ergeben, es handele sich um ein weibliches Jungtier. „Wahrscheinlich einer dieser Wölfe, die ihr Rudel verlassen haben und allein unterwegs sind.“ Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Zwischenfall am Morgen auf der A1 zwischen Bremer Kreuz und der Abfahrt Oyten. Eine 22-jährige Bochumerin stieß mit ihrem Mercedes mit dem Tier zusammen, als dieses die Fahrbahn überqueren wollte. Das Fahrzeug wurde den Angaben zufolge leicht beschädigt, die Fahrerin blieb unverletzt.
Mohr erklärte weiter, er habe auf der Plattform Wolfmonitoring.com eine Meldung hinterlassen. Das weitere Vorgehen werde mit dem Wolfsbüro in Hannover abgestimmt. Er habe, sagte der Wolfsberater auf Nachfrage, eine DNA-Probe genommen, die er eingesandt habe. Daraus lasse sich ermitteln, welchem Rudel das Tier mutmaßlich entstamme. Ergebnisse seien allerdings frühestens in einigen Wochen zu erwarten.
Nicht der erste Wolf, der auf den Hauptverkehrsstrecken im nördlichen Landkreis Verden zu Tode kam. Schon vor sechs Jahren war dem Wolfsmonitoring zufolge ein erster Wolf an der Abfahrt Uphusen überfahren worden. Zweimal waren darüber hinaus Bahnlinien der Auslöser, vor einem Jahr bei Sagehorn, vor drei Monaten bei Uphusen. kra