Fahrzeug nur für Toilettengang verlassen

Autokino am Magic Park Verden startet mit Norddeutschlands größter Leinwand

Gelungener Start: Mit der Resonanz auf die ersten Vorstellungen zeigten sich die Veranstalter schon mal zufrieden. Foto: Greier
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Gelungener Start: Mit der Resonanz auf die ersten Vorstellungen zeigten sich die Veranstalter schon mal zufrieden.

Verden – Wer „Es“ besonders gruselig mag, der kann sich den gleichnamigen Horrorfilm Mittwochnacht, um 1 Uhr, im neuen Verdener Autokino auf dem Parkplatz des Magic Parks anschauen. Alles andere als Horror war die Premiere am Sonntagabend für Veranstalter Patrick Greier. Um die 100 Fahrzeuge habe er gezählt und damit zeigte er sich zum Auftakt durchaus zufrieden.

Die Schaustellerfamilien Renoldi und Greier bieten das Autokino in Kooperation mit dem Verdener Kino „Cine City“ an. 23,5 mal 10 Meter sei die Fläche groß. Befestigt an gestapelten Containern. Derzeit die „größte Leinwand Norddeutschlands“, sagt der Schneverdinger. In Bremen wollen sie das Ganze selbst noch toppen mit einer 35 Meter breiten Leinwand. Am Aufbau wird derzeit gearbeitet.

Das Verdener Autokino-Programm wird auf der Homepage des Cine City veröffentlicht. Die erste Vorstellung beginnt auch erst um 21.45 Uhr – heute mit „Gemini Man“. Angesichts der erforderlichen Dunkelheit nicht anders möglich, erklärt Greier. Tickets müssen vorher gebucht und dabei bereits die Anzahl der Fahrzeuginsassen angegeben werden. Auch Nachos und Softdrink können dann schon bestellt werden. Schließlich darf in Corona-Zeiten das Auto maximal zum unvermeidbaren Toilettengang verlasen werden.

Leute verabreden sich zum Besuch im Autokino

Greier hatte den Eindruck, dass sich Cliquen zum Autokinobesuch verabredet hatten. Wenn auch in getrennten Fahrzeugen, um dann doch wieder gemeinsam etwas zu erleben. Denn schwer sind die Zeiten für viele Berufsgruppen. Besonders auch für die vielen Schausteller, zu denen Greiers Familie seit fünf Generationen gehört, wie er sagt. Jahrmärkte, wie die Verdener Domweih, finden nicht statt. Familie Renoldi war dort unter anderem mit der Almhütte vertreten.

Autokino in Verden bietet abwechslungsreiches Programm

„Kinovorführungen in einem ganz besonderen Umfeld haben eine lange Geschichte: Die Schaustellerfamilien zeigten schon vor rund 100 Jahren Kino, als die Bilder laufen lernten. Auf Volksfesten betrieben sie den sogenannten Kinematographen. In den 1980er-Jahren präsentierten sie ein Cinema, eines der ersten reisenden 180-Grad-Rundum-Kinos“, heißt es in einer Pressemitteilung der Veranstalter.

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„Es ist zermürbend, nur zu Hause zu sitzen“, sagt Greier. Mit den Autokinos hätten wenigstens ein paar Leute wieder etwas zu tun, sagt er und da könnten sie das tun was sie als Schausteller antreibe: „Unser Publikum zu begeistern.“ 

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