Spanne der Themen ist groß

Fragen und Antworten zu Corona: Das Bürgertelefon klingelt seltener

Auf moderatem Niveau bewegen sich die Corona-Erkrankungen. Die Grafik gibt die Entwicklung seit dem 10. März (links unten) bis gestern (r.) wieder. Pro Querstrich sind zehn Fälle zusammengefasst.
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Auf moderatem Niveau bewegen sich die Corona-Erkrankungen. Die Grafik gibt die Entwicklung seit dem 10. März (links unten) bis gestern (r.) wieder. Pro Querstrich sind zehn Fälle zusammengefasst.

Coronazahlen, Kontaktbeschränkungen und mittlerweile auch Lockerungen. Die Pandemie prägt nicht nur den Alltag, sie ist nach zwei Monaten auch schon ein Stück weit alltäglich geworden. Die anfangs glühenden Drähte des Bürgertelefons im Kreishaus haben sich etwas abgekühlt. „Aber es bleibt geschaltet“, sagt Ulf Neumann. Das Team am Telefon 04231/158778 wird immer noch benötigt, weiß der Kreissprecher.

Verden – „Immer, wenn es neue Entwicklungen gibt, klingeln die Telefone auch häufiger“, hat Ulf Neumann beobachtet. In diesen Tagen sind es gerade die kleinen Schritte bei den Lockerungen, die die Leute beschäftigen und manchmal auch ratlos zurücklassen. „Kann ich jetzt wieder meinen Sport treiben?“ „Gilt das überhaupt für mich?“ Oder es gehe um Ladengrößen, Ausnahmen und wo man die benötigten Arbeitskräfte für die Spargelernte finden kann.

„Die Spanne ist groß: Die Fragen sind manchmal banal und ganz einfach zu beantworten und manchmal müssen wir sie an Fachleute weitergeben“, berichtet Neumann. Er ist überzeugt, dass das Bürgertelefon auch nach der Corona-Krise eine gute Idee sein könnte. In den zurückliegenden Wochen jedenfalls hat sich die Nummer 158778 im Kreishaus zu einer wichtigen Anlaufstelle für die Fragen der Bürger entwickelt.

Die Einrichtung sei eigentlich ein Element des Katastrophenschutzes, erklärt Neumann im Gespräch. Wenn der Stab aus Hilfsorganisationen, Feuerwehr, Behörden- und Bundeswehrvertretern in einer Krisensituation an deren Bewältigung arbeite, ist das Telefon die Adresse, an die sich die Bürger mit Anliegen, Fragen und Meldungen wenden können.

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Zu Beginn der Epidemie nahm sich Reiner Heemsoth als Verwaltungsleiter im Gesundheits- und Veterinäramt der Sache an. Mit einem sechsköpfigen Team stellten sich die Mitarbeiter damals dem Ansturm von Anrufern. „Wir hatten mehr als 200 Anrufe am Tag“, erinnert sich der Landkreissprecher. Meist ging es um medizinische Fragen. Zur Ansteckung etwa und darum, wie das mit den Tests funktioniert.

Da war die Ansiedlung im Fachdienst Gesundheit zu Beginn durchaus sinnvoll. Mittlerweile hat sich das geändert. Das Telefon klingelt seltener und die Interessen sind sehr viel breiter gefächert. „40- bis 80-mal klingelt es durchschnittlich am Tag und die Fragen befassen sich mit allem, was den Leuten auf der Seele brennt“, fasst Neumann den aktuellen Stand zusammen. So erscheint es plausibel, dass er als Mitglied des Katastrophenschutzstabes die Verantwortung für das Angebot übernommen hat.

Auch das Team, das zum Hörer greift, konnte verkleinert werden. Neumann: „Zwei bis drei Mitarbeiter übernehmen das derzeit je nach Bedarf. Und wenn nicht so viele Leute anrufen, können sie auch wieder zu ihren eigentlichen Aufgaben zurückkehren.“

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