Außergewöhnliche Leistungen
Dank-Tour zu den Seniorenheimen: Kinogutscheine für Mitarbeiter
Es hatte etwas von Nikolauslaufen, nur das sonnige Wetter passte nicht und die Zonta-Damen hatten etwas mitgebracht. Mit 399 Kinotickets wollten sie die besondere Leistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Seniorenheimen während der Corona-Krise würdigen.
Verden – Die Tournee von Präsidentin Carola Schäfer und ihrer Stellvertreterin Dagmar Krüger durch das Stadtgebiet sollte eine Open-Air-Veranstaltung bleiben. Jede Verdener Senioreneinrichtung hat besonders strenge Bestimmungen festgelegt, um das Virus von ihren Bewohnern fernzuhalten. Auch für die Wohltäterinnen vom Zonta-Club blieben die Türen der Einrichtungen geschlossen. So mussten sie mit der Kinobetreiberin die Gutscheine für einen amüsanten Filmabend den Einrichtungsleitungen und Personalvertretungen vor den Türen übergeben.
„Wir wollten die besondere Belastung würdigen, die alle Mitarbeiterinnen in den Einrichtungen in der Pandemie auf sich nehmen“, erklärte Schäfer vor dem Caritas-Stift St. Josef. Nicht nur die Pflegekräfte, auch Küchen- und Reinigungspersonal gehe in dieser Zeit mit besonderer Verantwortung für die Bewohner und größerer Gefahr, sich und ihre Familien anzustecken, zur Arbeit. Dies auf sich zu nehmen und unter den Hygiene- und Kontaktregeln die Arbeit zu verrichten, war die Leistung, für die sich die frauenrechtlich und sozial engagierten Mitglieder des Zonta-Clubs bedanken wollten. Für Caritas-Stift-Leiterin Bianca Nellen-Brandt hatten die Zonta-Nikoläuse 89 Gutscheine dabei.
Im November, so hofften die Zontians, könnte der Kino-Besuch ja vielleicht schon möglich sein. „Das könnte gerade mit dem neuen Bond-Film zusammenpassen“, rechnete die Kinobetreiberin kurz nach. Im Cine City, so versprach die Inhaberin, werde die Karte aber im Zweifel auch in drei Jahren noch angenommen.
Der neue 007-Streifen weckte auch in der Seniorenresidenz am Burgberg schon Interesse, als Leiterin Ulla Jakob dort die 64 Gutscheine entgegennahm. Als Dank für die Anerkennung ihrer Arbeit hatten die Mitarbeiterinnen sogar ein Lied einstudiert. Nur, es vorzutragen, ging dann doch nicht, weil sie dazu zu ihrer Chefin vor die Tür gemusst hätten. Auch hier machte Corona und die Sorge um ihre Schutzbefohlenen einen Strich durch die Rechnung. Stattdessen grüßten die Diensthabenden aus dem Fenster.
Mit 190 Kinogutscheinen war das Paket für die Seniorenwohnanlage St. Johannis das größte. Leiter Udo Goldschmidt hatte sich denn auch Hilfe von Personalvertreter Niels Eckstein in den Garten der Einrichtung mitgebracht.
Die besondere Beanspruchung der Mitarbeiter in allen Bereichen konnte er bestätigen. Ebenso sprach er von dem zusätzlichen Engagement des Personals, das nötig sei, wenn die Besuche der Verwandten ausbleiben müssen. Nach wie vor sei es nur mit besonderen Fällen und mit strengen Vorkehrungen möglich, dass Angehörige Bewohner besuchen. So spielen die elektronischen Medien mit Video-Chats eine immer größere Rolle. Auch Bianca Nellen-Brandt berichtete, dass die Technik immer häufiger benötigt wird. So waren denn auch die Tablets willkommene Verbesserungen der Ausstattung in den beiden Einrichtungen.
Gabriele Ladentin, Einrichtungsleiterin im Cura Seniorenzentrum, konnte mit Pflegedienstleiterin Andrea Winkelmann 56 Gutscheine für die Beschäftigten entgegennehmen. Sie freute sich über die Anerkennung für alle. „Die versprochenen Prämien sich ja nur für die Pflegekräfte gedacht."

