Hygieneregeln kein Problem für die Gäste

Restaurants in Verden seit einer Woche nach Corona-Pause geöffnet: Ansturm bleibt oft aus

Das Kontaktformular ist ausgefüllt: Karl-Heinz Brüning und Michaela Konrad-Brüning warten jetzt auf das Essen in der Domschänke.
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Das Kontaktformular ist ausgefüllt: Karl-Heinz Brüning und Michaela Konrad-Brüning warten jetzt auf das Essen in der Domschänke.

Verden – Seit vergangenen Montag dürfen in Niedersachsen Gaststätten und Restaurants wieder öffnen. Auch in Verden freuen sich viele Menschen, endlich wieder Essen gehen zu können. Allerdings gibt es bei der Anzahl der Gäste in den einzelnen Betrieben große Unterschiede.

Das griechische Restaurant Hellas in der Ostertorstraße öffnete am Freitagabend erstmals nach der coronabedingten Zwangspause. „Es läuft gut an“, zieht Inhaberin Vassiliki Pantouli eine vorsichtig positive Bilanz.

Auf den Tischen liegen Formulare, in denen die Gäste ihre Kontaktdaten eintragen müssen. Die Speisekarte ist dieselbe geblieben. Der einzige Unterschied: Sie ist aus hygienischen Gründen laminiert worden. Mit neuen Regelungen gebe es seitens der Gäste keine Schwierigkeiten, so Pantouli. „Das ist für uns überhaupt kein Problem. Wir genießen es einfach, wieder Essen gehen zu können, bestätigen Gabriele Ranzau und Harald Beck. Sie sind seit 20 Jahren Stammgäste im Hellas. „Da kann ich mich nur anschließen. Hauptsache, es gibt etwas zu essen“, sagt ein weiterer Gast.

Etwas anders sieht es im Portofino in der Fußgängerzone aus, das seit Dienstag wieder geöffnet ist. „Es ist relativ ruhig, das Geschäft muss erst langsam wieder anlaufen. Es wir aber jeden Tag ein bisschen mehr“, berichtet Inhaber Safed Somo. Von den üblichen Gästezahlen sei man aber noch weit entfernt. „Momentan sind wir bei ungefähr 20 Prozent des normalen Umsatzes“, so der Gastronom. Auch der Personaleinsatz betrage nur 30 Prozent. Er glaubt, dass viele Gäste durch das Tragen des Mundschutzes abgeschreckt werden und sie gar nicht wissen, das sie ihn ablegen dürfen, sobald sie am Tisch sitzen. Seine Hoffnung setzt Somo nun auf besseres Wetter, wenn die Gäste auf der Terrasse sitzen können.

Vassiliki Pantouli freut sich, ihren Stammgästen Gabriele Ranzau und Harald Beck endlich wieder Essen servieren zu können.

Auch in der Domschänke am Lugenstein läuft das Geschäft eher verhalten an. „Die neuen Regeln sind für die Gäste noch ungewohnt“, sagt Geschäftsführer Martin Fenzau. Zudem hätte die Domschänke viele ältere Gäste, die vielleicht Angst hätten, sich anzustecken und daher lieber zu Hause bleiben. Als Konsequenz habe man das Angebot der Speisen verkleinert. Auch das Personal sei noch in Kurzarbeit.

Diejenigen Gäste, die gekommen sind, genießen es. „Wir freuen uns sehr, endlich wieder Essen gehen zu können, wir haben es sehr vermisst. Da nehmen wir gern in Kauf, dass alles ein wenig umständlicher ist“, sagt ein Ehepaar, das zu den Stammgästen der Domschänke zählt. Auch Karl-Heinz Brüning und Michaela Konrad-Brüning, die ebenfalls regelmäßig in der Domschänke essen, akzeptieren die neuen Regelungen gezwungernermaßen. „Es gibt Menschen, die sich einfach noch nicht wieder heraus trauen“, vermuten sie.

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Liebhaber der Spitzengastronomie konnten es anscheinend gar nicht erwarten, bis es wieder losgeht. „Wir werden total überrannt“, sagt Wolfgang Pade. Schon als bekannt wurde, dass die Bestimmungen bald gelockert würden, habe das Telefon nicht mehr still gestanden. „Ich habe einen Mitarbeiter aus der Kurzarbeit geholt, der sich nur um die Reservierungen gekümmert hat“, erzählt Pade. Auch die neuen Regularien würden die Gäste mit Humor nehmen. Momentan ist Pade dabei, die Karte in seinem Restaurant schrittweise auf regionale Produkte umzustellen. „Auch das wird großartig angenommen. Wir waren seit Montag jeden Tag ausgebucht“, so der Spitzenkoch. 

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