Nur wenige Menschen ohne Schutz

Der erste Tag mit Maskenpflicht in Verden: Kunden akzeptieren neue Regelungen

Karin Bartels (L.) und Sandra Scharnhusen vom Textilhaus Dieler setzten auch beim Bedienen auf die Maske.
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Karin Bartels (L.) und Sandra Scharnhusen vom Textilhaus Dieler setzten auch beim Bedienen auf die Maske.

Verden – Seit heute kommt niemand mehr um das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes herum. Bei der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln oder beim Einkaufen ist die Maske Pflicht. Obwohl das Tragen ziemlich lästig ist, war zu beobachten, dass sich der weitaus größte Teil der Verdener beim Betreten der Geschäfte vorschriftsmäßig schützte. Auch viele Verkäuferinnen und Verkäufer begrüßten ihre Kunden vermummt, obwohl sie dazu nicht verpflichtet sind.

Karin Bartels und ihre Kollegin Sandra Scharnhusen vom Textilhaus Dieler bedienen mit Schutzmaske. Mit dem Verhalten ihrer Kunden sind sie zufrieden. „Alle bis auf einen sind mit Maske gekommen und dieser hat seine Maske nach Ansprache gleich aufgesetzt“, so Karin Bartels. Sie hat allerdings beobachtet, dass der Zulauf nicht so groß ist, wie in den Tagen zuvor. Als Ursache vermutet sie die Maskenpflicht.

„Seit heute kommen alle nur noch mit Maske“, freut sich auch Gaby Grieme von der Modeboutique Lille Hus über die Einsicht ihrer Kundinnen. Sie selbst und ihre Kolleginnen tragen ebenfalls den Schutz, obwohl das Atmen deutlich schwerer fällt. „Wir wechseln uns nach einem halben Tag ab, sonst ginge das gar nicht“, sagt sie. Demnächst wird es im Lille Hus Masken zu kaufen geben. „Das Thema bleibt uns noch eine ganze Weile erhalten“, ist Grieme sicher.

Bei der Bäckerei Tamke haben die Mitarbeiterinnen dagegen doch vereinzelt Kunden gehabt, die ohne Schutz gekommen sind, berichten sie. Silvia Förster, die bei Büromaschinen Philipp Schreibwaren verkauft, musste bereits einschreiten. „Ich habe heute Morgen schon drei Kunden auf die Maskenpflicht hingewiesen. Wer keine Maske dabei hatte, musste das Geschäft wieder verlassen“, berichtet Förster.

Shoppen und Bedienen nur mit Mundschutz heißt es bei Gaby Grieme (r.) vom Geschäft Lille Hus.

Im Schuhhaus Rose gab es nur vorbildliches Verhalten. „Alle Kunden hatten eine Maske auf, sogar die Kinder“, berichtet eine Angestellte. Ähnliche Erfahrungen machte Gudrun Heine. „Trotz beschlagener Brille und Schwierigkeiten beim Atmen kamen alle mit Maske“, fasst sie zusammen. Die Buchhändlerin selbst bedient ihre Kunden ohne Maske. Sie habe aber für alle Fälle ihr Tuch griffbereit um den Hals geschlungen, sagte sie und deutete darauf. „Am wichtigsten ist es sowieso, Abstand zu halten“, betont Heine.

Jessica Seidler hat an der Information im E-Center die Kunden immer gut im Blick. „Vereinzelt sieht man Menschen ohne Maske, aber die meisten halten sich an die Maskenpflicht. Das klappt besser, als ich gedacht habe“, erzählt sie. Schwieriger sei es zuvor gewesen, die Leute davon zu überzeugen, dass sie einen Einkaufswagen nehmen müssen. 

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