Ein Thema – sechs Antworten

„Ampel, Jamaika und GroKo sind...“

Niedersächsischer Landtag
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Niedersächsischer Landtag

Landkreis  - Die sechs Landtagskandidaten des Wahlkreises 61 Verden im direkten Vergleich: Noch einmal haben die Kandidaten von SPD, CDU, Grünen, FDP, Die Linke und AfD Gelegenheit, ihre ganz persönlichen Gedanken zu einem aktuellen Thema zu äußern, das ihnen die Redaktion vorgibt.

Zum Abschluss heißt es: „Ampel, Jamaika und GroKo sind...“

Dörte Liebetruth (SPD)

„...Möglichkeiten, wie Niedersachsen nach der Landtagswahl regiert werden könnte. Am liebsten ist mir aber wie bisher Rot-Grün: Ob es dafür reicht, hängt davon ab, wie viele Wählerinnen und Wähler sich am Sonntag für die SPD und für die Grünen entscheiden – und davon, ob die AfD und Die Linke dem Landtag angehören. 

Dörte Liebetruth (SPD)

Rot-Grün hat nicht nur den Haushalt saniert, sondern auch im Kreis Verden viel vorangebracht (30 Millionen für die Aller-Weser-Klinik, dritte Kraft für Krippengruppen, Weichenstellungen für neue Bahnhaltepunkte ...) – diese Erfolgsgeschichte braucht eine Fortsetzung. Stephan Weil ist ein starker, bodenständiger Ministerpräsident. Sie entscheiden, ob er es bleibt. Wollen Sie, dass ich künftig als Landtagsabgeordnete viel für unsere Region bewege? Dann unterstützen Sie mich mit Ihrer Erststimme.“

Adrian Mohr (SPD)

„...unterschiedlich wahrscheinlich. Die FDP hat glaubhaft eine „Ampel” ausgeschlossen. Schwarz-Gelb-Grün halte ich für unwahrscheinlich, weil die Grünen in Niedersachsen eben nicht wie im Bund sind: Hier stehen die Grünen weiter links, machen Politik gegen wichtige Verkehrsprojekte, gegen den ländlichen Raum, gegen die Landwirtschaft, gegen mehr Sicherheit. Der Grüne Minister Christian Meyer beschimpft die Konkurrenz von CDU und FDP im Wahlkampf maßlos und stillos. 

Adrian Mohr (CDU)

Da Herr Weil (SPD) Rot-Rot-Grün nicht ausschließt, ist das leider auch denkbar. Die hiesige SPD-Kandidatin widerspricht nicht. Eine Koalition mit den Linken überhaupt zu erwägen, disqualifiziert Weil! Machterhalt um jeden Preis? Für die CDU kommen AfD und Linke beide nicht als Partner in Frage. Das Land braucht eine stabile Regierung. Rot-Rot-Grün ist von allen realistischen Optionen die schlechteste – auch für unseren wirtschaftsstarken Kreis.“

Doris Gerken (Die Grünen)

„...mögliche Modelle für Koalitionen. Eine Ampel-Koalition wird von der FDP in Niedersachsen nicht gewünscht. Über „Jamaika“ wird in Berlin verhandelt – mit Grünen, die bereit sind Verantwortung zu übernehmen, aber nicht um jeden Preis.

Doris Gerken (Die Grünen)

Die Große Koalition hat abgewirtschaftet und wird von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt. Für Niedersachsen wäre diese Notlösung mehr Not als Lösung. Die Fortsetzung einer rot-grünen Koalition, die gute erfolgreiche Arbeit geleistet hat und noch viel vorhat, steht für Kontinuität in der Politik. Über 60 Prozent der Niedersachsen sind mit der rot-grünen Regierungspolitik zufrieden. Die Wählerinnen und Wähler entscheiden über den zukünftigen Kurs der Landesregierung. Viele Zweitstimmen für Grün machen den Weg frei für weitere Jahre rot-grüner Politik, einer Politik für Chancengleichheit, mehr Tierwohl, Klimaschutz, Sicherheit in Freiheit, gesundem Essen und sauberem Wasser.

Nur starke Grüne bringen die Roten zum Leuchten.“

Corinna Rosander (FDP)

„...nicht der Wechsel und Neuanfang mit liberalen Inhalten, den wir für Niedersachsen anstreben und auf den wir hingearbeitet haben. Jamaika wäre, Umdenken der Grünen und Bereitschaft zum Neuanfang vorausgesetzt, für uns denkbar. Die Ampel haben wir für uns bereits ausgeschlossen, da wir darin keine Chance sehen, die notwendigen Änderungen für unser Land herbeizuführen. 

Corinna Rosander (FDP)

Wir stehen nicht als Mehrheitsbeschaffer für ein „weiter so“ mit Rot/Grün zur Verfügung. Gewählt wird am Sonntag, wir warten also in Demut den Wählerwillen ab und vertrauen auf die Überzeugungskraft unserer Antworten auf die bevorstehenden Herausforderungen. Über mögliche Koalitionen spricht man ernsthaft erst, wenn der Wähler gesprochen hat.“

Rainer Andrzejewski (Die Linke)

„...keine Alternativen zu Rot-Rot-Grün. Wenn es in Niedersachsen eine soziale und gerechte Politik für alle geben soll, brauchen wir eine starke Linke im Landtag. Wir kämpfen um jede Verbesserung im Alltag und wir wissen, es braucht mehr als nur ein paar Korrekturen:

Rainer Andrzejewski (Die Linke)

– gebührenfreie Erziehung und Bildung,

– Verbesserung in der Arztversorgung und der Pflege,

– Wiederbelebung des sozialen Wohnungsbaus und

– sanktionsfreie Grundsicherung auch im Alter

sind grundlegende Anliegen unserer Arbeit der nächsten Jahre für Niedersachsen, egal ob in der Opposition oder in Regierungsverantwortung.“

Sebastian Dahlweg (AfD)

„...Bündnisse, die normalerweise nicht zusammenpassen. Eine CDU wäre früher nicht mit den Grünen zusammen gegangen, heute verlässt sie doch gern mal ihr konservatives Profil. Die einstige Arbeiterpartei SPD würde sogar mit den Dunkelroten koalieren, um an die Macht zu kommen. Die FDP wird nicht ohne Grund „Umfallerpartei“ genannt, sie ist schon früher als Mehrheitsbeschafferin dorthin gegangen, wo sie mitregieren konnte. 

Sebastian Dahlweg (AfD)

Dieses alles zeigt, dass es vielen Politikern nur noch um ihre eigenen Interessen und nicht mehr um die Bürgerinnen und Bürger geht. Die AfD ist die einzige Partei, die noch klare Standpunkte vertritt und für keine faulen Kompromisse zur Verfügung steht. Das sollten die Wählerinnen und Wähler berücksichtigen.“

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