Kirchenbänke ausgeräumt

St.-Petri-Team trifft Vorbereitungen: Vorfreude auf den ersten Gottesdienst

So viel Platz: Der Anblick der leeren Kirche ist ungewohnt, aber für den ersten Gottesdienst nach der Corona-Pause an Himmelfahrt werden ja noch Stühle aufgestellt. Darauf freuen sich Pastorin Merle Oswich, Reinhard Richter (Kirchenvorstandsvorsitzender), Karin Küssner, Pastor Dennis Oswich und Simon Waidelich (von vorne im Uhrzeigersinn). Bei den Vorbereitungen haben noch weitere Ehrenamtliche geholfen. Foto: Raczkowski
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So viel Platz: Der Anblick der leeren Kirche ist ungewohnt, aber für den ersten Gottesdienst nach der Corona-Pause an Himmelfahrt werden ja noch Stühle aufgestellt. Darauf freuen sich Pastorin Merle Oswich, Reinhard Richter (Kirchenvorstandsvorsitzender), Karin Küssner, Pastor Dennis Oswich und Simon Waidelich (von vorne im Uhrzeigersinn). Bei den Vorbereitungen haben noch weitere Ehrenamtliche geholfen.

Kirchlinteln - Der Kirchenraum ist leer. Dort, wo vorher Bänke standen, steht heute: nichts. Das Gefühl, das den Besucher der St. Petri Kirche überkommt, ist zumindest ungewohnt. Die Corona-Pandemie verursacht ungewöhnliche Situationen. Das gilt offensichtlich auch für die Gotteshäuser.

„Wir haben schon sehr frühzeitig darüber nachgedacht, wie wir in die Lage kommen, wieder Gottesdienste abhalten zu können und dabei gleichzeitig die Abstandsregeln einhalten“, berichtet Kirchlintelns Pastor Dennis Oswich. „Wir haben schnell gemerkt, dass das mit Stühlen einfacher zu realisieren ist, als mit Bänken.“

Nach einer Rücksprache mit dem Kirchenvorstand war schnell klar, dass sich diese Idee umsetzen lässt. Pastorin Merle Oswich: „Das ging dann ganz kurzfristig. Wir haben schnell Menschen gefunden, die unter Einhaltung aller Regeln ganz praktisch geholfen und zum Beispiel Trecker und Anhänger zum Abtransport der Kirchenbänke gestellt haben.“ Ein Kirchlintler Ehepaar habe sich spontan bereit erklärt, die Kirchenbänke bei ihnen unterzustellen. „Wir haben vorab das Amt für Bau- und Kunstpflege Verden, zuständig für den kirchlichen Denkmalschutz, angesprochen. Die haben ihr Okay gegeben, denn die Bänke stehen jetzt warm und trocken. Sie sind bereits in ihrem Sommerquartier“, berichtet Merle Oswich.

Dennis Oswich: „Stühle hatten wir schon vorher ausreichend in der Kirche zur Verfügung.“ Diese sollen zum ersten Gottesdienst an Himmelfahrt so aufgestellt werden, dass damit die Abstandsregeln von anderthalb Metern eingehalten würden. „Wir haben das vorher ausgemessen. 30 Personen bekommen wir jetzt unter, plus Mitwirkende.“ Merle Oswich weist darauf hin, dass die Emporen weiterhin, wie in anderen Kirchen auch, gesperrt bleiben müssen. Sie berichtet, dass das Team bei der Bestuhlung auch an Doppel-Sitzkombinationen gedacht habe, falls Menschen aus einem gemeinsamen Haushalt teilnehmen, die gern nah beieinander sitzen wollen. Auch, wenn es ungewohnt ist: „Wir freuen uns sehr, dass wir die Kirche wieder öffnen können. Und irgendwie ist es auch interessant, den Raum einmal ganz neu zu erfahren“, so Dennis Oswich.

Eine weitere Umstellung für die Gottesdienstbesucher wird sein, dass vorerst wegen der erhöhten Ansteckungsgefahr nicht mehr gemeinsam gesungen werden darf. Dennis Oswich: „Als diese Regel bekannt wurde, war das schon ein kleiner Schock.“ „Ich hab auch erstmal geschluckt“, stimmt seine Frau zu. Beide versprechen aber, dass es Musik geben wird. Man habe sich bereits etwas überlegt. „Wir hoffen, dass das schön wird. Wir müssen da erst Erfahrungen sammeln“, so die Pastorin.

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