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Sein Versprechen hatte er bei der Vertragsverlängerung gegeben. „Ich bin sehr sicher, dass ich mein Vertragsende 2021 bei Werder erleben werde“, sagte Florian Kohfeldt, nachdem er im April 2018 ein neues Arbeitspapier bei Werder Bremen unterschrieben hatte.
Im Sommer 2021 wird Kohfeldt etwas mehr als dreieinhalb Jahre das Amt des Cheftrainers bekleidet haben. Und dann? Der Fußball-Lehrer glaubt nicht daran, dass er in Bremen eine ähnlich lange Ära wie seine Vorgänger Thomas Schaaf und Otto Rehhagel prägen wird. „Ich glaube nicht, dass es in heutigen Zeiten noch möglich ist, so lange Zeit bei einem Bundesligisten zu arbeiten. Weil sich die Beobachtung, unter der dieser Job steht, weiter verstärkt hat“, sagte der 36-Jährige im Interview mit dem Fußballmagazin „11Freunde“.
Kohfeldt glaubt nicht daran, 14 Jahre als Trainer verweilen zu können
„Die ruhige Werder-Welt von einst“, sagte Kohfeldt zudem, „gibt es nicht mehr. Auch wir haben hier zwei Internet-Portale mit gefühlt 40 Reportern, die rund um die Uhr berichten. Dazu alle anderen großen Medien. Ich bin skeptisch, dass ich in dieser Gemengelage 14 Jahre überstehe.“ Die Bremer haben sich seit Kohfeldts Amtsantritt sportlich stabilisiert und peilen in diesem Jahr die Rückkehr in den Europacup an.
Dass die Arbeit als Bundesliga-Trainer auch seine Schattenseiten mit sich bringen kann, erklärt Kohfeldt am Beispiel seiner Zeit als Co-Trainer in Bremen unter Viktor Skripnik. „Was mit Viktor passiert ist, gerade in den letzten Monaten seiner Amtszeit, hat mich beschäftigt“, sagte Kohfeldt und bezeichnete seinen Vor-Vorgänger als sehr guten Trainer und sehr starken Menschen, „aber wie er am Ende unter den ausbleibenden Ergebnissen litt, hat mich sehr nachdenklich gemacht“.