Zentrum für politische Schönheit

Aktivisten ärgern die AfD und vernichten fünf Millionen Wahlkampf-Flyer

Das „Zentrum für politische Schönheit“ hat  fünf Millionen Flyer entsorgt
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Das „Zentrum für politische Schönheit“ hat nach eigenen Angaben fünf Millionen AfD-Flyer entsorgt.

Mit einer Kunstaktion haben Aktivisten des ZPS die AfD im Wahlkampf hinter das Licht geführt. Die Partei beauftragte sie, Flyer zu verteilen. Doch es kam anders.

Berlin – Kunstaktivisten des „Zentrum für politische Schönheit“ (ZPS) haben nach eigenen Angaben die Alternative für Deutschland im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2021 ausgetrickst. Wie es von dem Künstlerkollektiv am Dienstag hieß, habe man den „Flyerservice Hahn“ gegründet, um die AfD hinters Licht zu führen.

Partei:Alternative für Deutschland (AfD)
Parteivorstand:Tino Chrupalla und Jörg Meuthen
Gründungsdatum:6. Februar 2013 in Oberursel

So hat der – natürlich fiktive – „Flyerservice Hahn“ der AfD angeboten, für die Partei Werbematerial zu verteilen. Doch anstatt das gelieferte Material wie vereinbart zu verteilen, wurden sämtliche Wahlkampf-Flyer der AfD entsorgt. Den Angaben nach soll es sich um fünf Millionen Stück handeln, die den Weg ins Altpapier gefunden haben, ohne überhaupt verteilt worden zu sein.

Aktivisten vernichten fünf Millionen AfD-Wahlkampf-Flyer: AfD will Schaden noch nicht beziffern können

Wie ein AfD-Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sagte, wisse man noch überhaupt nicht um den gesamten Umfang des entstandenen Schadens. Bereits in der vergangenen Woche hatte die Alternative für Deutschland von mehr als einer Million nicht verteilter Wahlkampf-Flyer gesprochen. Tino Chrupalla, Spitzenkandidat und direkt gewählter Bundestagsabgeordneter im Wahlkreis Görlitz in Sachsen, hatte noch zwei Tage vor der Wahl gesagt: „Diese beispiellose Aktion trifft nicht nur die AfD. Hier ist bereits jetzt ein erheblicher Schaden für die Demokratie eingetreten.“

Die AfD hatte bereits am Freitag mitgeteilt, ein Dienstleister habe mehreren Kandidaten und Kreisverbänden der Partei vor einigen Wochen zu günstigen Konditionen angeboten, das Werbematerial an Haushalte zu verteilen. Wenige Tage vor der Wahl habe sich dann jedoch herausgestellt, dass dieser Dienstleister gar nicht existiere, die Partei somit getäuscht worden sei. Die AfD kündigte an, zeitnah eine Strafanzeige stellen zu wollen.

Die Aktivisten des „Zentrum für politische Schönheit“ sind für die AfD keine unbekannten. Bei einer früheren Aktion stellten Aktivisten dem thüringischen AfD-Fraktionsvorsitzenden Bernd Höcke eine Kopie des Holocaust-Mahnmals in den Garten*. Höcke hatte das Original in Berlin als „Denkmal der Schande“* bezeichnet. (mit dpa-Material) * kreiszeitung.de, merkur.de und hna.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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