Als erste Grünen-Spitzenkandidatin
Baerbock hat keinen Bock auf „Bild“: Zeitung druckt weiße Seite ab
Eigentlich wollte die „Bild am Sonntag“ ein Interview mit Annalena Baerbock machen, doch die Kanzlerkandidatin der Grünen winkte ab. Nun hat die Zeitung reagiert.
Berlin – Angeblich hätte sie keine Zeit gehabt: Annalena Baerbock hat eine Interview-Anfrage der „Bild am Sonntag“ abgelehnt. Die Antwort der Wochen-Zeitung: eine fast leere Seite. Dort war in der Sonntags-Ausgabe vom 5. September 2021 die Überschrift zu lesen: „Das ist Ihre Seite, Frau Baerbock!“
Und weiter: „Die Kanzlerkandidatin der Grünen hätte hier erklären können, wie sie nach der Bundestagswahl regieren will, wie sie tickt, welche Werte sie prägen.“ Nach wochenlangem Zögern habe Baerbock ein Interview abgelehnt, weil sich kein Termin habe finden lassen.
Eine Grünen-Sprecherin teilte dazu der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag mit: „Es gibt eine Vielzahl von Anfragen. Leider lassen sich aus Termingründen nicht alle bedienen.“
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Baerbock sagt „Bild am Sonntag“-Interview ab – als erste grüne Spitzenkandidaten jemals
Als Fußnote schrieb die „Bild am Sonntag“ auf den unteren Rand der Seite, dass Baerbock die erste Grünen-Spitzenkandidatin sei, die vor einer Bundestagswahl keine Zeit für ein Interview mit der Zeitung habe. Interviews mit den Kanzlerkandidaten Olaf Scholz und Armin Laschet sollen in den nächsten Ausgaben vor der Bundestagswahl 2021 folgen.
Umfrage Bundestagswahl 2021: Im Sonntagstrend legt die SPD mit Olaf Scholz zu – Baerbock und Grüne verlieren
Drei Wochen vor der Bundestagswahl hat die SPD mit Kanzlerkandidat Olaf Scholz in einer Insa-Umfrage ihren Vorsprung vor der Union ausgebaut. Die Sozialdemokraten gewinnen im «Sonntagstrend» für die «Bild am Sonntag» gegenüber der Vorwoche einen Prozentpunkt hinzu und liegen nun bei 25 Prozent. CDU und CSU mit ihrem Kanzlerkandidaten Armin Laschet kommen gemeinsam auf 20 Prozent, ein Punkt weniger als vor einer Woche - und laut der Zeitung ein historischer Tiefstand.
Auf dem dritten Platz büßen die Grünen von Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock einen Punkt ein und liegen nun bei 16 Prozent - gefolgt von der FDP, die unverändert auf 13 Prozent kommt. Jeweils einen Punkt zulegen können laut den Meinungsforschern des Instituts Insa die AfD mit 12 Prozent und die Linke mit 7 Prozent. Die sonstigen Parteien kommen gemeinsam auf 7 Prozent (minus 1).
Umfrage-Trend: Olaf Scholz und die Sozialdemokraten befinden sich seit Wochen im Höhenflug
Auch mehrere Umfragen anderer Meinungsforschungsinstitute hatten die SPD mit Kanzlerkandidat Olaf Scholz zuletzt im Aufwind gesehen - und teils deutlich vor CDU/CSU. So sieht das am Freitag veröffentlichte ZDF-«Politbarometer» der Forschungsgruppe Wahlen die Sozialdemokraten ebenfalls bei 25 Prozent, die Union liegt dort bei 22 Prozent.
Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.
Koalitionsbündnisse nach der Bundestagswahl 2021: Schwankende Meinungen über mögliche Regierungsbildung
Bei der Einschätzung verschiedener theoretischer Koalitionsoptionen gibt es große Unterschiede. Eine Koalition aus SPD, Union und FDP bewerten der Umfrage zufolge 39 Prozent als gut für Deutschland, 44 Prozent als schlecht. Eine weitere große Koalition wäre aus Sicht von 35 Prozent gut, für 48 Prozent dagegen schlecht.
Von einem sogenannten Ampel-Bündnis aus SPD, Grünen und FDP sagen 29 Prozent, dass sie gut für das Land wäre – 53 Prozent halten sie für schlecht. Rot-Grün-Rot fänden 27 Prozent gut, 55 Prozent schlecht.
Am schlechtesten wird eine Jamaika-Koalition aus Union, Grünen und FDP beurteilt: 23 Prozent bewerten diese Variante als gut, 58 Prozent als schlecht. (mit Material der dpa) * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
