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Iran, Ukraine und Ölpreis-Explosion: Trump telefoniert mit Putin – und plant offenbar brisanten Deal
Nach einem Telefonat mit Putin macht Trump einen Vorschlag zur Beruhigung des aufgewühlten Öl-Markts. Dieser würde dem Kremlchef in die Karten spielen.
US-Präsident Donald Trump hat am Montag (9. März) mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefoniert. Dabei ging es um den Krieg gegen den Iran, Russlands Invasion in der Ukraine sowie den globalen Öl-Markt. Im Anschluss kündigte Trump an, Öl-Sanktionen gegen Russland wegen stark gestiegener Rohstoffpreise lockern zu wollen.
Das Gespräch dauerte rund eine Stunde. Trump rief Putin an. Der außenpolitische Berater des Kremlchefs, Juri Uschakow, beschrieb das Telefonat als „sachlich, offen und konstruktiv“. Laut einer vom Kreml veröffentlichten Meldung habe Putin Überlegungen zu einer zeitnahen politisch-diplomatischen Lösung des Iran-Konflikts angestellt. Diese könne durch Gespräche mit Regierungen der Golfstaaten, dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian sowie weiteren Ländern erreicht werden.
Telefonat zwischen Putin und Trump: US-Präsident will Öl-Sanktionen gegen Russland lockern
Auch der Ukraine-Krieg war Gesprächsthema. Trump bekräftigte seinen Willen, den Konflikt schnell zu beenden. Nach dem Telefonat äußerte er in Florida: „Ich sagte, du könntest noch hilfreicher sein, wenn du die Ukraine in Ordnung bringst.“ Uschakow machte allerdings deutlich, dass Russland von seinen Zielen in der Ukraine nicht abrücken werde. Dennoch sei Putin weiter an einer Verhandlungslösung interessiert.
Trump plant darüber hinaus eine Lockerung der Öl-Sanktionen gegen Russland. Wegen des Kriegs der USA und Israels gegen den Iran stieg der Ölpreis seit Ende Februar um mehr als 50 Prozent. Seit Konfliktbeginn ist die Straße von Hormus, durch die etwa ein Fünftel des weltweiten Öl-Angebots fließt, blockiert.
Trump und Putin: Die Geschichte ihrer Beziehung in Bildern
Die USA würden „bestimmte ölbezogene Sanktionen aussetzen, um die Preise zu senken“, sagte Trump in Florida. „Wir werden diese Sanktionen aufheben, bis sich die Lage wieder normalisiert“, fügte er hinzu. Welche Länder konkret profitieren sollen, ließ er offen. Insider berichteten Reuters zufolge, dass eine Lockerung der Öl-Sanktionen gegen Russland geprüft werde.
Trump erwägt Freigabe strategischer Öl-Reserven
Um die explodierten Preise am Öl-Markt zu beruhigen, erwäge die US-Regierung zudem die Freigabe strategischer Öl-Reserven. US-Energieminister Chris Wright bestätigte, dass diese Optionen geprüft werden. Gespräche mit den G7-Staaten über eine gemeinsame Freigabe von Reserven laufen. Beobachter sehen in dem Schritt auch innenpolitisches Kalkül: Die steigenden Sprit- und Energiepreise könnten Trumps Republikanern bei den Midterms im November schaden.
Die Ankündigung des US-Präsidenten nach dem Telefonat mit Putin zeigte erste Wirkung an den Märkten. Der Öl-Preis sank nach dessen Äußerungen auf unter 90 US-Dollar pro Barrel, nachdem er zeitweise bei 119 Dollar gelegen hatte. Die USA hatten die Sanktionen gegen die russischen Öl-Konzerne Rosneft und Lukoil erst im Oktober verhängt. Bereits vergangene Woche erteilten die USA eine 30-tägige Ausnahmegenehmigung. Sie erlaubt Besitzern festsitzender Tanker mit russischem Öl, die Ladung an Indien zu verkaufen. (Quellen: Reuters, Nachrichtenagenturen dpa und AFP, Die Zeit)