Bürgerkrieg seit drei Jahren

Bürgerkrieg im Jemen - Humanitäre Katastrophe wird immer schlimmer

Hungersnot im Jemen
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Hungersnot im Jemen

Die Lage verschlimmert sich immer mehr. Das Bürgerkriegsland Jemen sinkt nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef immer tiefer in die humantiäre Katastrophe.

Genf - In der umkämpften Hafenstadt Hudaida hätten in den vergangenen zwei Wochen weitere 5000 Familien vor den Kämpfen fliehen müssen, berichtete Unicef-Chefin Henrietta Fore am Dienstag nach der Rückkehr aus dem Jemen in Genf. Läden und Bäckereien seien geschlossen, die Vorräte an Mehl, Öl und Brennstoff gingen zur Neige, der Strom sei fast überall ausgefallen und Wasserleitungen so beschädigt, dass die Wasserknappheit täglich schlimmer werde.

Die Menschen lebten in weiten Teilen des Landes am Abgrund. „Es gibt kaum noch soziale Dienste. Die Wirtschaft ist ruiniert. Die Preise steigen rasant. Krankenhäuser sind beschädigt. Schulen sind Zufluchtsorte oder von Bewaffneten besetzt“, sagte Fore. Elf Millionen Minderjährige seien auf Hilfe angewiesen. Sie brauchten Nahrungsmittel, medizinische Versorgung, Schulen, frisches Trinkwasser und eine sichere Abwasserversorgung.

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Sie habe in einem Krankenhaus in der Hauptstadt Sanaa ein acht Monate altes Baby gesehen, das nur so viel wog wie ein Neugeborenes. In einem Brutkasten hätten zusammengewachsene Zwillinge gelegen. Sie könnten nur durch eine Trennung überleben, aber eine solche Operation sei im Jemen nicht möglich.

Im Jemen kämpft die Regierung seit drei Jahren gegen die vom Iran unterstützten schiitischen Huthi-Rebellen, die unter anderem Hudaida kontrollieren. Eine von Saudi-Arabien angeführte Koalition unterstützt die Regierung mit Bombardierungen. Mehr als 10 000 Menschen sind bei den Kämpfen bereits umgekommen.

dpa

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