Parteitag am Wochenende
CDU: „Keine altbackenen Debatten mehr“ – Ploß sieht in Merz den Richtigen
Friedrich Merz wird am Wochenende den CDU-Vorsitz übernehmen. Für Hamburgs CDU-Chef Christoph Ploß ist das ein klares Aufbruchsignal für die angeschlagene Partei.
Berlin – Nach 16 Jahren sitzt die CDU als Teil der Union wieder in der Opposition. Für die Christdemokraten eine ungewohnte Rolle – nach der langjährigen Amtszeit von der ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Aus der Wahlniederlage bei der vergangenen Bundestagswahl im Herbst 2021 war die Partei gespalten hervorgegangen, in den eigenen Reihen war die Kritik laut wegen der zerstrittenen Führungsriege und dem vorausgegangenen Konflikt zwischen Markus Söder (CSU) und Armin Laschet (CDU) um die Kanzlerkandidatur. Mit Friedrich Merz (CDU) will die Partei nun wieder Selbstvertrauen tanken und gestärkt in die laufende Legislaturperiode starten.
| Bundestagsabgeordneter: | Friedrich Merz |
| Geboren: | 11. November 1955 (Alter 66 Jahre), Brilon |
| Größe: | 1,98 m |
| Ehepartnerin: | Charlotte Merz (verh. 1981) |
Am kommenden Wochenende soll der designierte CDU-Chef Merz von den CDU-Mitgliedern offiziell bei einem digitalen Parteitag gewählt werden. Für viele ist der konservative Rechtsanwalt der richtige Mann zur richtigen Stunde für den notwendigen Aufschwung der CDU. CDU-Landeschef Bernd Althusmann sagte gegenüber kreiszeitung.de, dass mit dem sehr deutlichen Mitgliedervotum für Friedrich Merz sich bereits die neue Geschlossenheit der Partei zeige.
CDU-Vorsitz: Christoph Ploß sieht in Merz die klare Nummer eins in der CDU
Auch Christoph Ploß, Landesvorsitzender der CDU in Hamburg, sagte gegenüber kreiszeitung.de: „Von der klaren Entscheidung der Mitglieder und des Bundesparteitags für Friedrich Merz geht ein echtes Aufbruchssignal für die CDU aus. Mit diesem starken Mandat ist Friedrich Merz die klare Nummer eins in der CDU.“ Die Hamburger CDU werde ihn mit voller Kraft unterstützen. „Friedrich Merz hat immer wieder deutlich gemacht, dass die CDU jetzt keine altbackenen Links-Rechts-Debatten braucht, sondern Antworten auf die großen gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit geben muss. Genau für diesen Ansatz stehen wir auch als Hamburger CDU.“
Jetzt sei es wichtig, dass die CDU sich schnell in ihre Rolle als Opposition im Deutschen Bundestag einfinde und eine klare bürgerliche Alternative zur Politik der Ampel-Koalition aufzeige, so Ploß. Mit Friedrich Merz könnte dieser Aufbruch nun gelingen. „Ich wünsche Friedrich Merz von ganzem Herzen viel Erfolg bei dieser Aufgabe“, sagte Ploß gegenüber kreiszeitung.de. Auch Merz selbst vertritt die Auffassung, dass die CDU nun schnell handeln, die Oppositionsrolle annehmen und zu neuem Selbstvertrauen finden müsse.
Merz: CDU muss sich schnell in Aufbruchphase kommen
Der Deutschen Presse-Agentur sagte der designierte CDU-Vorsitzende Merz, dass sich die Partei derzeit nach der Niederlage bei der Bundestagswahl in der zweiten Phase der Opposition befinde. „Zuerst war die Schockphase, jetzt sind wir in der Gewöhnungsphase. Ich hoffe, dass nach dem Parteitag relativ schnell die Aufbruchphase folgt.“ Merz hatte sich beim Rennen um den neuen CDU-Vorsitz gegen den CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen und gegen den früheren Kanzleramtschef Helge Braun durchgesetzt.
Merz betonte, dass es nun wichtig sei, dass die CDU wieder Selbstbewusstsein und Zuversicht ausstrahlt und anerkenne, dass Oppositionsarbeit kein „Mist“ sei. „Nein, Opposition ist auch ein Wählerauftrag, ist konstitutiver Bestandteil der demokratischen Ordnung unseres Landes“, sagte Merz. „Deshalb haben wir da auch etwas zu tun. Und wenn wir es gut machen, dann ist die Opposition von heute die Regierung von morgen.“ *kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.