Kandidatur erklärt
CDU-Vorsitz: Friedrich Merz nimmt Kampf gegen Braun und Röttgen auf
Das Trio ist komplett: Friedrich Merz will CDU-Parteichef werden. Er erklärte offiziell seine Kandidatur – und tritt nun gegen Helge Braun und Norbert Röttgen an.
Berlin – Der Machtkampf bei der CDU wird zu einem Dreikampf: Als dritter Bewerber um den CDU-Vorsitz hat Friedrich Merz (CDU) seine Kandidatur erklärt. Der Kreisverband des Hochsauerlandes nominierte den 66-Jährigen als Kandidat für die Nachfolge von Armin Laschet, wie die Nachrichtenagentur dpa am Abend berichtete. Zuvor war der Kreisvorstand zu einer digitalen Sitzung zusammengekommen, in der Merz seine Kandidatur begründete.
| Deutscher Politiker: | Friedrich Merz |
| Partei: | CDU |
| Alter: | 66 Jahre |
| Aktuelles Amt: | Bundestagsabgeordneter |
CDU-Vorsitz: Friedrich Merz erklärt Kandidatur und tritt gegen Norbert Röttgen und Helge Braun an
Merz ist der dritte Bewerber in dem Rennen um den Parteivorsitz. Bereits in der vergangenen Woche hatten Kanzleramtschef Helge Braun und Außenpolitiker Norbert Röttgen ihren Hut in den Ring geworfen. Von Anfang Dezember an soll nun in einer Mitgliederbefragung die Stimmung in der Partei ausgelotet werden. Ende Januar trifft dann ein Parteitag in Hannover die endgültige Entscheidung.
Die Neuaufstellung war nach der verpatzten Bundestagswahl notwendig geworden. Die CDU hatte im September ihr historisch schlechtestes Ergebnis eingefahren. Ein neuer Bundesvorstand soll nun zusammen mit einem neuen Parteichef die Talfahrt stoppen. Für Merz ist es dabei nicht der erste Anlauf. Bereits zweimal zuvor hatte er sich vergeblich um den Spitzenposten beworben.
Parteivorsitzender: Merz gilt neben Röttgen als Favorit für die Laschet-Nachfolge
Trotz seines jahrelangen Rückzugs aus der Politik genießt der 66-Jährige weiterhin viel Rückhalt in der eigenen Partei. Während der liberale Außenpolitiker Röttgen, der kürzlich seine Partei vor einem Rechtsruck warnte und mit Franziska Hoppermann eine Norddeutsche als Generalsekretärin vorschlug, bei den Deutschen insgesamt auf große Zustimmungswerte stößt, sehen viele konservative Parteianhänger in Merz den besseren Kandidaten.
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Insbesondere auch in Niedersachsen gibt es eine klare Präferenz für Merz, wie Landeschef Bernd Althusmann erst kürzlich ankündigte. Der Dritte im Bunde, der Merkel-Vertraute Helge Braun, gilt vielen eher als Überraschungskandidat und Außenseiter in dem Machtkampf. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa
