Biontech kurz vor Zulassung
Corona: Kinder-Impfstoff soll vor Weihnachten verfügbar sein
Der Termin steht: Ab dem 20. Dezember sollen Corona-Impfungen für Kinder unter zwölf Jahren möglich sein. Das Ministerium plant bereits mit 2,4 Millionen Dosen.
Berlin – Schneller als gedacht: Kurz vor Weihnachten soll jetzt ein Impfstoff für Kinder in Deutschland verfügbar sein. So sollen Fünf- bis Elfjährige bereits ab dem 20. Dezember 2021 mit einem Vakzin von Biontech gegen das Coronavirus geschützt werden können. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium im Vorfeld der Bund-Länder-Beratungen in einem Bericht mit, der dem Nachrichtenportal „ThePioneer“ am Mittwochabend vorlag. Demnach erwartet der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) noch im November die Zulassung für das Präparat für diese Altersgruppe.
| Virus: | Coronavirus, Covid-19 |
| Krankheitserreger: | SARS-CoV-2 |
| Vorkommen:\t | Weltweit |
| Erster bekannter Fall: | 1. Dezember 2019 |
Impfung: Bionech will Impfstoff für Kinder ab fünf Jahren ab 20. Dezember 2021 liefern
Impfungen bei Kindern sind bisher erst ab zwölf Jahren möglich. Das neue Biontech-Vakzin wäre der erste Impfstoff für die Jüngeren. Den Angaben zufolge gibt es in Deutschland 9,2 Millionen Kinder unter zwölf Jahren, für die es bislang noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt. Sollte die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) grünes Licht geben, dann will das Bundesgesundheitsministerium in einem ersten Schritt rund 2,4 Millionen Dosen verteilen. Über die Verteilung der ersten angekündigten Lieferung soll in den kommenden Tagen bereits mit den Ländern, niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie dem Pharma-Großhandel beraten werden, hieß es in dem Medienbericht.
Bereits am Donnerstag kommen die Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zusammen, um über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise zu beraten. Die Lage ist ernst. In den vergangenen Tagen hatte der Inzidenzwert in Deutschland immer wieder neue Rekordstände erreicht, auch in Niedersachsen und Bremen. Deswegen sollen die Möglichkeiten zu einer erneuten Verschärfung der Corona-Regeln ausgelotet werden. Vor allem die Ungeimpften in Deutschland müssen mit Einschränkungen rechnen.
Kinder-Impfstoff: Zulassung von Corminaty soll im November erfolgen – Stiko-Empfehlung noch unklar
Am Mittwoch lag die Impfquote der Menschen, die vollständig gegen das Coronavirus immunisiert worden sind, bei 67,5 Prozent. Im internationalen Vergleich ist das gering. Zur Steigerung der Quote wird durchaus vonseiten der Politik auf die Kinder-Impfung eine gewisse Hoffnung gesetzt. Noch ist allerdings unklar, ob die Ständige Impfkommission (Stiko) den Einsatz des Biontech-Impfstoffs empfehlen wird.
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Im Vergleich zu den Erwachsenen verlaufen die Covid-Erkrankungen bei Kindern in der Regel eher milde. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte vertrat vor diesem Hintergrund zuletzt immer die Position, dass die Altersgruppe der Fünf- bis Zwölfjährigen nur dann geimpft werden sollen, wenn die EMA und Stiko das auch empfehlen.
Der Zugang zum Alltag, so heißt es in einem Bericht des Bayerischen Rundfunks, solle für Kinder nicht von einer Impfung abhängig gemacht werden. Jedoch steigt derzeit in den Schulen und Kitas die Ansteckungsgefahr. Denkbar ist daher, dass die Stiko-Experten vielleicht zunächst eine Impfung bei Kindern mit Vorerkrankungen (Adipositas, Diabetes, Herz-, Lungen- oder Nierenproblemen) empfiehlt. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
Rubriklistenbild: © Fernando Vergara/dpa
