Aktuelle Lage im Ticker

Iran-News: Trump will Angriffe auf den Iran für zwei Wochen aussetzen – und prahlt mit Deal

News zum Iran-Krieg im Ticker: US-Präsident Donald Trump hat sich im Iran-Krieg zu einer zweiwöchigen Feuerpause bereit erklärt. 

Dieser News-Ticker ist beendet. Die weiteren Entwicklungen in unserem neuen News-Ticker zum Iran-Krieg.

Update, 8. April, 6:24 Uhr: Die Einigung zwischen den USA und dem Iran auf eine zweiwöchige Feuerpause im Iran-Krieg ist nach den Worten von US-Präsident Donald Trump ein „totaler und vollständiger Sieg“ für Washington. „100 Prozent, daran besteht kein Zweifel“ sagte Trump am Dienstag (Ortszeit) in einem Telefoninterview mit der Nachrichtenagentur AFP. Teheran hatte sich im Gegenzug für die Feuerpause bereiterklärt, die Straße von Hormus für vorerst zwei Wochen wieder zu öffnen.

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Rauchsäule in teheran
Der Iran-Krieg beginnt am 28. Februar 2026 mit Angriffen aus Israel und den USA auf Teheran. Noch am ersten Tag wird auch Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet. Seit dem Angriff hat sich der Konflikt auf die gesamte Golfregion ausgeweitet. © AFP
Iran-Krieg - Iran
Immer wieder schlagen Raketen in der iranischen Hauptstadt Teheran und der Umgebung ein. Die Menschen vor Ort berichten von zitternden Fenstern, in sozialen Medien kursieren Bilder von Rauchschwaden. In Teheran leben rund 15 Millionen Menschen.  © Vahid Salemi/dpa
Angriff auf den Iran - Iran
Präzisionsschläge auf relevante militärische Ziele – erstmals auch mit Drohnen, die von den Shaheds kopiert worden sind: „LUCAS kostet etwa 35.000 US-Dollar pro Plattform und ist ein kostengünstiges, skalierbares System, das modernste Fähigkeiten zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher US-Langstreckensysteme mit vergleichbarer Wirkung bietet“, sagt der Marineoffizier Tim Hawkins gegenüber dem Magazin The War Zone (TWZ). US-Präsident Trump hat sich für den Angriff gegen den Iran vermutlich von den Waffen seines Gegners inspirieren lassen: Erstmals haben die USA Kamikaze-Drohnen eingesetzt, veröffentlicht das „US Central Command“ (CENTCOM).  © dpa
Angriff auf den Iran - U.S. Navy
Die Angriffe gehen ohne Unterlass weiter. Dieses Standbild aus einem vom U.S. Central Command zur Verfügung gestellten Video zeigt den Start einer Rakete von einem Schiff der U.S. Navy zur Unterstützung der Operation „Epic Fury“. © dpa
Raketenabwehrsystem Iron Dome
Der Iran antwortet mit Gegenangriffen auf Israel. Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome fängt zahlreiche Geschosse ab. Über Tel Aviv kommt es zu entsprechenden Explosionen. © Jack Guez/AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Auch am Tag feuert das israelische Luftabwehrsystem, um Raketen während eines iranischen Angriffs abzufangen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
Dennoch kommt Israel nicht ungeschoren davon. Hier verbinden Rettungskräfte einen verwundeten Mann und leisten erste Hilfe am Ort eines direkten Einschlags einer iranischen Rakete in Tel Aviv. © Tomer Neuberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
An einer anderen Stelle in Tel Aviv ist ein Feuerwehrmann dabei, ein brennendes Auto zu löschen. © Tomer Neuberg/dpa
USA Iran
Dieses offizielle Foto des Weißen Hauses, veröffentlicht am 28. Februar 2026 auf dem Account „White House X“, zeigt US-Vizepräsident JD Vance (Mitte), die Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes, Tulsi Gabbard (zweite von links), und US-Finanzminister Scott Bessent (rechts) im Lagezentrum in Washington, D.C. © AFP
Trump Iran
Ein weiteres offizielles Foto des Weißen Hauses zeigt Donald Trump im Gespräch mit Stabschefin Susie Wiles (rechts), während US-Außenminister Marco Rubio (Mitte) die Aktivitäten der „Operation Epic Fury“ gegen den Iran von einem nicht genannten Ort aus überwacht. „Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot“, schrieb Trump später auf „Truth Social“. © AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Was ist das Ziel der Operation Epic Fury (Einsatz Gewaltiger Zorn)? US-Präsident Trump begründet die Luftangriffe mit dem iranischen Atom- und Raketenprogramm und mit der iranischen Unterstützung für bewaffnete Milizen, wie etwa die Hisbollah im Libanon. Durch beides sieht Israel seine Existenz bedroht. Daneben will Trump aber auch die USA vor „direkten Bedrohungen“ durch den Iran schützen. © Leo Correa/dpa
Un-Sicherheitsrat
Der US-Angriff ruft die Vereinten Nationen auf den Plan: Der Sicherheitsrat ist zu einer Notfall-Sitzung zusammengekommen. UN-Generalsekretär António Guterres warnte die Botschafter, die Aktion berge die Gefahr, „eine Kette von Ereignissen auszulösen, die in der instabilsten Region der Welt niemand mehr kontrollieren kann“, wie die UN berichten. Israels Botschafter Danny Danon hatte die Angriffe als gerechtfertigt dargestellt und als einen notwendigen Akt, um eine existenzielle Bedrohung abzuwehren. © Spencer Platt/AFP
Minab-Mädchenschule
Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach den Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit fast 200 Toten eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln. Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt.  © Ali Najafi/AFP
Proteste in London
Weltweit gehen noch am ersten Abend des Iran-Kriegs Exil-Iranerinnen und -Iraner auf die Straßen und feiern den Tod von Ajatollah Chamenei. Dieses Bild zeigt eine Demonstration vor der iranischen botschaft in London. © Vuk Valcic/Imago
Angriff auf den Iran - Berlin
Auch auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin gehen die Menschen spontan auf die Straße. © Christophe Gateau/dpa
Demo in der Türkei
Anders sieht es in der Türkei aus: Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul machen Demonstranten Donald Trump und Israel für die Eskalation verantwortlich. Sie protestierten gegen den Angriff auf den Iran und die Tötung von Ajatollah Chamenei, indem sie eine US-Flagge verbrennen. © Ozan Kose/AFP
Angriff auf den Iran - Indien
578889050.jpg © Mukhtar Khan/dpa
Angriff auf den Iran - Dubai
Der Iran-Krieg zieht auch die arabischen Länder mit in den Konflikt hinein. Mit Hunderten Raketen und Drohnen greift der Iran seit Ende Februar unter anderem Kuwait, Katar, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate an. Hier steigt Rauch nach einem iranischen Drohnenangriff im Hafengebiet von Dubai auf. © Fatima Shbair/dpa
Angriff auf den Iran – Katar
Folgen der Rache des Iran: Die USA betreiben in al-Udeid eine Militärbasis. Die liegt im Fokus des Iran – allerdings befindet sich rund 30 Kilometer entfernt die Stadt Doha; und die wird kaum durch die Luftabwehr der US-Basis abgedeckt.  © dpa
Iran-Krieg - reaktionen
US-amerikanisch-israelische Luftschläge – Schockwellen in der gesamten Welt: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet hätten Demonstranten im pakistanischen Karatschi vor dem Konsulat „Tod Amerika! Tod Israel!“ skandiert; Reuters-Reporter hätten Schüsse gehört und in den umliegenden Straßen Tränengas wahrgenommen. Die Nachrichtenagentur spricht von mindestens 23 getöteten Demonstranten; davon zehn im Hafen von Karatschi, wo Sicherheitskräfte des US-Konsulats gefeuert hätten auf Demonstrierende nach deren Durchbruch durch die äußere Mauer. Elf Menschen seien demnach in der nördlichen Stadt Skardu ums Leben gekommen – die Menge soll ein UN-Büro in Brand gesetzt haben; zwei Tote verzeichnet Reuters in Pakistans Hauptstadt Islamabad. © Imago
Weitere Bilder der Straßenschlachten, die sich in Teilen Pakistans nach dem US-Angriff auf den Iran ereigneten.
Explosionen im Iran, Beben in Pakistan: „Pakistans Westgrenzen befinden sich im Kriegszustand“, sagt Muzzammil Aslam gegenüber Arab News. Der Finanzminister der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa an der Grenze zu Afghanistan fürchtet wirtschaftliche Verwerfungen, sollte der Iran seine Rachegelüste gegenüber dem Westen ausleben und damit den gesamten Nahen Osten in den Abgrund reißen. Die Wirtschaftskraft des Landes hängt an den Arbeitern in den Golfstaaten, die im Visier des Iran liegen und Anschläge auf ihre Energieindustrie befürchten müssen.  © dpa
Angriff auf den Iran - Irak
578899115.jpg © Hadi Mizban/dpa
Beirut
Der Iran-Krieg führt auch zu einer neuen Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah. Die Schiiten-Miliz feuert als Reaktion auf die Tötung von Ajatollah Ali Chamenei Raketen in Richtung Israel ab. Daraufhin greift das israelische Militär zahlreiche Ziele im Libanon an, vor allem im Süden des Landes und in den Vororten der Hauptstadt Beirut (im Bild). Diese Gebiete gehören zum Einflussgebiet der Hisbollah. © AFP
Angriff gegen den Iran - Luftverkehr
Der Iran-Krieg legt zu Beginn auch den Flugverkehr teilweise lahm. Hier prüft ein Reisender die Abflugzeiten am internationalen Flughafen Beirut Rafik Hariri, da viele Fluggesellschaften nach den Angriffen auf den Iran ihre Flüge gestrichen haben.  © Hassan Ammar/dpa
Stra0ße von Hormus
Dieses Satellitenbild, aufgenommen von 2026 Planet Labs PBC am 2. März 2026, zeigt Rauchwolken, die nach einer Explosion im Hafen von Bandar Abbas an der Straße von Hormus von einem Schiff aufsteigen. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels läuft, ist weitgehend zum Erliegen gekommen.  © 2026 Planet Labs PBC/AFP

Auf die Frage, was mit dem angereicherten Uran Teherans geschehen werde, antwortete Trump: „Darum wird sich bestens gekümmert, sonst hätte ich der Vereinbarung nicht zugestimmt.“ Ein 10-Punkte-Vorschlag aus Teheran sieht nach Angaben iranischer Staatsmedien vor, dass die USA dem Iran die Anreicherung von Uran erlauben. Der Westen wirft dem Iran seit Jahren vor, an einer Atombombe zu arbeiten.

Update, 8. April, 5:40 Uhr: Die zwischen Washington und Teheran vereinbarte zweiwöchige Feuerpause im Iran-Krieg gilt nach Angaben der israelischen Regierung nicht für den Libanon. Israel unterstütze zwar die Feuerpause im Iran, diese umfasse jedoch „nicht den Libanon“, erklärte das Büro von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu am Mittwoch. Zuvor hatte der Vermittler Pakistan erklärt, die Feuerpause gelte für den gesamten Nahen Osten einschließlich des Libanon.

Update, 8. April, 4:58 Uhr: US-Präsident Trump hat im Iran-Krieg eine abrupte Kehrtwende vollzogen – nachdem er zuvor mit der drastischen Warnung für Aufsehen gesorgt hatte, „eine ganze Zivilisation wird heute Nacht sterben“.

Die israelische Regierung hat der zweiwöchigen Feuerpause mit dem Iran nach Angaben aus Washington ebenfalls zugestimmt. Ein Vertreter des Weißen Hauses bestätigte dies gegenüber der Nachrichtenagentur AFP unter Bedingung der Anonymität. Die israelische Regierung reagierte zunächst nicht auf die Einigung auf eine Feuerpause.

Trump verkündete gestern Abend (Ortszeit) in seinem Onlinedienst Truth Social eine „beidseitige Waffenruhe“. Der Iran erklärte sich im Gegenzug bereit, die Straße von Hormus für vorerst zwei Wochen wieder zu öffnen.

Iran-News: Trump will Angriffe auf den Iran für zwei Wochen aussetzen

Update Mittwoch, 0:45 Uhr: US-Präsident Donald Trump ist nach eigenen Angaben bereit, zwei Wochen lang auf Bombardierungen und Angriffe auf den Iran zu verzichten, wenn dieser die wichtige Straße von Hormus öffnet. Dabei werde es sich um eine beidseitige Waffenruhe handeln, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit.

Update, 22:20 Uhr: Der pakistanische Regierungschef Shehbaz Sharif hat Trump gebeten, die Frist gegenüber dem Iran um vierzehn Tage auszuweiten – und appellierte gleichzeitig an den Iran, die Straße von Hormus für einen entsprechenden Zeitraum freizugeben. „Pakistan bittet die iranischen Brüder aufrichtig, die Straße von Hormus für einen entsprechenden Zeitraum von zwei Wochen als Geste des guten Willens zu öffnen“, so Sharif.

Er forderte in einer Erklärung auf der Kurznachrichtenplattform X darüber hinaus alle Kriegsparteien auf, „überall für zwei Wochen einen Waffenstillstand zu beobachten, um der Diplomatie zu ermöglichen, eine abschließende Beendigung des Krieges im Interesse von langfristigem Frieden und Stabilität in der Region zu erreichen.“ Trumps Pressesprecherin Karoline Leavitt bestätigte laut Axios, dass Pakistans Angebot dem Präsidenten vorliege. Dieser werde in Kürze darauf reagieren.

Update, 21:31 Uhr: Der Iran-Krieg erschüttert weiter die gesamte Golfregion. Sowohl aus Bahrain als auch aus Katar wurden iranische Raketenangriffe gemeldet. Das Mullah-Regime reagierte währenddessen auf die Drohungen Donald Trumps. Ein Vertreter des iranischen Militärs sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Tasnim, man halte mehrere „Überraschungen“ für die USA und Israel bereit, sollten sich die Angriffe fortsetzen.

Update, 20:15 Uhr: Erneuter Raketenangriff aus dem Iran auf Israel – das israelische Militär bestätigte den Abschuss einer weiteren Raketenwelle in Richtung israelischen Territoriums. Die Abwehrsysteme seien aktiviert worden, um die Bedrohung abzufangen, hieß es in einer Erklärung.

Update, 18:11 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat im Iran-Krieg ein Ultimatum gesetzt und massive Luftangriffe für 20:00 Uhr Ortszeit angekündigt, sollte Teheran bis dahin keine konkreten Verhandlungsschritte einleiten. In einem Telefoninterview mit dem Sender Fox News bekräftigte Trump seine Drohung unmissverständlich. Moderator Bret Baier zitierte den Präsidenten mit den Worten: „8 p.m. is happening.“

Baier ergänzte, Trump habe angekündigt, es werde „einen Angriff geben, wie sie ihn noch nicht gesehen haben“ – sofern keine greifbaren Fortschritte in den Verhandlungen erzielt würden. Gleichzeitig scheiterte bei einer Abstimmung im UN-Sicherheitsrat eine Resolution zur Straße von Hormus am Veto Chinas und Russlands.

Lage im Iran-Krieg spitzt sich zu

Update, 17:33 Uhr: Die Lage im Iran-Krieg spitzt sich dramatisch zu: Teheran hat die Gespräche mit Washington beendet, wie die New York Times und das Wall Street Journal berichten. Trump hatte dem Iran eine Frist bis 2 Uhr deutscher Zeit gesetzt und mit dem „Untergang einer ganzen Zivilisation“ gedroht. Parallel dazu griffen die USA die Ölinsel Charg erneut an, meldet die Nachrichtenagentur AP.

Verbündete, Feinde und Alternativen zum Mullah-Regime im Iran

Haft-e Tir in Teheran
Am 13. Juni 2025 startete die israelische Armee Luftangriffe auf die Islamische Republik Iran unter dem Codenamen „Operation Rising Lion“. Ziel der Angriffe waren die Atomanreicherungsanlagen des Landes sowie Zentren der Macht des Mullah-Regimes. Doch auch Irans Hauptstadt Teheran geriet unter Beschuss, wie dieses Bild einer Frau auf dem Haft-e Tir Platz in Teheran zeigt. © afp
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu
Befohlen hatte Israels Angriff auf den Iran Premierminister Benjamin Netanjahu. Er begründete den Angriff auf das Mullah-Regime mit der atomaren Gefahr, die von diesem für den jüdischen Staat ausgehen würde. Teheran sei kurz davor, eine Atombombe fertigzustellen. Und solange der Iran die Vernichtung Israels als Teil seiner Staatsdoktrin verstehe, könne man mit Blick auf den Iran in Jerusalem kein Risiko eingehen. © Bernd von Jutrczenka/dpa
Noch am selben Tag schlug der Iran zurück.
Noch am selben Tag schlug der Iran zurück. Unter dem Codenamen „Operation True Promise III“ flogen Raketen Richtung Israel, die auch die Regionen rund um Tel Aviv trafen. Hier zu sehen ist ein Rettungshelfer mit einem Kind auf dem Arm in der Stadt Ramat Gan, einem Vorort der Millionenmetropole am Mittelmeer. © Ilia Yefimovich/dpa
Sowohl im Iran als auch wie hier in der israelischen Großstadt Tel Aviv waren die Schäden der gegenseitigen Luftangriffe enorm.
Sowohl im Iran als auch wie hier in der israelischen Großstadt Tel Aviv waren die Schäden der gegenseitigen Luftangriffe enorm. Laut unbestätigten Meldungen sollen im Iran bis zum 16. Juni 2025 etwa 800 Menschen getötet worden sein. In Israel sollen nach offiziellen Angaben acht Menschen infolge der Raketenangriffe aus dem Iran gestorben sein. © Oded Balilty/dpa
Nahostkonflikt - Trump über Angriff auf iranische Atomanlagen
Doch wer sind die wichtigsten Akteure im Israel-Iran-Krieg? Und gibt es eine Opposition im Mullah-Regime? Antworten auf diese Frage finden Sie in den folgenden Bildern. Neben dem bereits erwähnten Benjamin Netanjahu steht auf der einen Seite Donald Trump. Der US-Präsident befahl am 22. Juni 2025 einen koordinierten Angriff aus der Luft und von der See auf die Atomanreicherungsanlagen des Iran. Die Operation lief unter dem Codenamen „Operation Midnight Hammer“. Die US-Streitkräfte nahmen die iranischen Atomanlagen in Fordo, Natanz und Isfahan unter Beschuss. Laut Trump, hier bei der Verkündung der Operation und in Begleitung von Vizepräsident JD Vance, Außenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth, wurden alle drei Anlagen vollständig zerstört. © Carlos Barria/dpa
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth trat nach Donald Trump im Pentagon für die Fernsehkameras
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth trat nach Donald Trump im Pentagon für die Fernsehkameras. Hegseth nannte die Militäroperation gegen den Iran einen vollen Erfolg. An dem Angriff waren laut dem Verteidigungsministerium insgesamt rund 125 Flugzeuge beteiligt, darunter sieben B-2-Bomber, mehrere Tankflugzeuge sowie Aufklärungs- und Unterstützungsmaschinen Ebenfalls beteiligt an dem Angriff war laut Hegseth ein U-Boot, das im Golf von Oman stationiert war und insgesamt 30 Tomahawk-Raketen auf Ziele im Iran abfeuert. © Alex Brandon/dpa
Israel Katz, seit November 2024 Verteidigungsminister im Kabinett von Benjamin Netanjahu
Ein weiterer Protagonist im eskalierenden Nahostkonflikt ist Israel Katz, seit November 2024 Verteidigungsminister im Kabinett von Benjamin Netanjahu. Beide gehören der rechtskonservativen Likud-Partei an. Katz gilt parteiintern als Konkurrent Netanjahus. In Sachen israelischer Außenpolitik vertritt er aber ähnliche Position. So lehnt Katz, hier bei einem Truppenbesuch an der israelischen Grenze zum Libanon, eine Zweistaatenlösung im Konflikt mit den Palästinensern ebenso ab wie Netanjahu. © Ariel Hermoni/dpa
Majorgeneral Amir Hatami, hier mit Admiral Mahmoud Mousavi (rechts) und Admiral Habibollah Sayyari
Ein mächtiger Mann im Iran ist Verteidigungsminister und Majorgeneral Amir Hatami, hier mit Admiral Mahmoud Mousavi (rechts) und Admiral Habibollah Sayyari bei einer Sitzung im Hauptquartier in der iranischen Stadt Zolfaghar. Hatami drohte Israel nach deren Raketenangriff mit Vergeltung und warf der „zionistischen Armee“ Versagen im Bodenkampf vor, weshalb sie ihre Angriffe auf die Luft beschränken würden. © imago
Als noch mächtigerer Militärvertreter im Iran galt zeit seines Lebens Qasem Soleimani
Als noch mächtigerer Militärvertreter im Iran galt zeit seines Lebens Qasem Soleimani. Er war seit 1998 Kommandeur der Quds-Einheit, einer Unterabteilung der iranischen Revolutionsgarde, die Spezialeinsätze außerhalb des Irans durchführt. Er galt als Vertrauter von Ajatollah Ali Chamenei und als einer der Hauptverantwortlichen für die Ausweitung des iranischen Einflusses auf weite Teile des Nahen Ostens. Am 3. Januar 2020 wurde Soleimani während eines Besuch im benachbarten Irak auf Befehl von US-Präsident Donald Trump von einer Drohne des US-Militärs getötet. An jedem Jahrestag veranstaltet das Mullah-Regime in Teheran eine große Gedenkdemonstration. © Ameer Al Mohammedaw/dpa
Esmail Qa‘ani zum Oberbefehlshaber der Quds-Brigaden
Nach dem Tod von Qasem Soleimani wurde sein Stellvertreter Esmail Qa‘ani zum Oberbefehlshaber der Quds-Brigaden des Iran ernannt. © imago
Der mächtigste Mann auf der anderen Seite ist Irans „Oberster Führer“ Ajatollah Ali Chamenei.
Der mächtigste Mann im Iran ist der „Oberste Führer“ Ajatollah Ali Chamenei. Der Anführer des Mullah-Regimes, hier bei einer Zeremonie im Rahmen des „Festivals der Engel“ im Jahr 2023, ist seit 1989 das politische und religiöse Oberhaupt des schiitisch geprägten Iran. Diese Position macht Chamenei auch zum „Revolutionsführer“. Er ist außerdem die höchste geistliche Instanz im Range eines Ajatollah und der Oberbefehlshaber der iranischen Streitkräfte in der Islamischen Republik Iran. © imago
Ruhollah Khomeini, besser bekannt als Ajatollah Khomeini.
Sein Vorgänger im Amt des Ajatollahs war Ruhollah Khomeini, besser bekannt als Ajatollah Khomeini. Er führte die Islamische Republik Iran seit der Islamischen Revolution 1979 bis zu seinem Tod 1989 an. Hier betet Khomeini im französischen Exil, aus dem heraus er die Revolution in seinem Heimatland organisierte, und das er erst am 1. Februar 1979 in Richtung des Iran wieder verließ. © imago
Ajatollah Ali Chamenei tat dies zuletzt im Jahr 2024 in Teheran
Dem obersten Führer des Landes kommt auch die Aufgabe zu, die Präsidentschaftswahlen im Iran zu eröffnen. Ajatollah Ali Chamenei tat dies zuletzt im Jahr 2024 in Teheran. In der Hochsicherheitszone der Hauptstadt der islamischen Republik gab das Staatsoberhaupt seine Stimme ab. © Arne Immanuel Bänsch/dpa
Der Wächterrat, hier bei einer Sitzung im Jahr 2009
Von einer freien Wahl kann bei der Präsidentschaftswahl im Iran aber keine Rede sein. Der Wächterrat, hier bei einer Sitzung im Jahr 2009, entscheidet unter dem Vorsitz des Ajatollahs, welche Kandidaten überhaupt an der Wahl teilnehmen dürfen. Von insgesamt 80 Bewerbungen blieben gerade einmal sechs Kandidaten übrig, bei denen es sich allesamt um systemtreue Politiker handelte. © imago
Die Präsidentschaftswahl 2024 im Iran gewann Massud Peseschkian.
Die Präsidentschaftswahl 2024 im Iran gewann Massud Peseschkian. Bei der vorangegangenen Wahl im Jahr 2021 hatte der Wächterrat der Islamischen Republik Iran seine Kandidatur noch verhindert. Peseschkian gilt innerhalb des Irans als eher moderate Kraft. Er versprach eine Öffnung seines Landes hin zum Westen und betonte, der Iran strebe keine Atomwaffen an. Gleichzeitig forderte auch Peseschkian das „Verschwinden des zionistischen Regimes [Israel] von der Landkarte“ und feierte die iranischen Raketenangriffe auf Israel im Jahr 2024. © imago
Trauerfeier für Irans Präsident und Außenminister Ebrahim Raisi
Eigentlich hätte die Präsidentschaftswahl im Iran erst 2025 stattfinden sollen. Doch weil der amtierende Präsident, der ultrakonservative Ebrahim Raisi, im Mai 2024 bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben kam, wurde die Wahl nach vorverlegt. © dpa
Hossein Amir-Abdollahian, Außenminister des Iran
Bei dem Hubschrauberabsturz kam auch Hossein Amir-Abdollahian, Außenminister des Iran und hier beim Weltwirtschaftsforum in Davos, ums Leben. © Hannes P Albert/dpa
Abbas Araghtschi (m.), der hier gemeinsam mit dem iranischen Botschafter in Russland, Kazem Jalali, auf Staatsbesuch bei Präsident Wladimir Putin
Nachfolger von Massud Peseschkian im Amt des Außenministers wurde Abbas Araghtschi (m.), der hier gemeinsam mit dem iranischen Botschafter in Russland, Kazem Jalali, auf Staatsbesuch bei Präsident Wladimir Putin im Kreml aufschlägt. Russland gilt als strategischer Verbündeter der Islamischen Republik Iran. Die beiden Länder bilden gemeinsam mit Armenien eine diplomatische Achse im Kaukasus und sind militärische Partner bei den Konflikten in Syrien, Irak und Afghanistan. Russland ist aber nicht der einzige internationale Verbündete des Mullah-Regimes. © Alexander Kazakov/dpa
OIC-Sitzung in Istanbul mit Irans Außenminister
Ein weiterer, wenn auch deutlich weniger enger, Verbündeter des Iran ist Pakistan. Hier unterhält sich der iranische Außenminister Abbas Araghtschi (r) mit seinem pakistanischen Amtskollegen Ishaq Dar während der Sitzung des Außenministerrats der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC). © Khalil Hamra/dpa
die islamistische Terrormiliz Hisbollah im Libanon
Einer der engsten internationalen Verbündeten des Mullah-Regimes im Iran ist die islamistische Terrormiliz Hisbollah im Libanon. Der Iran unterstützt die Gruppierung mit bis zu einer Milliarde US-Dollar pro Jahr. Wie die Führer der Islamischen Republik Iran gilt auch die Hisbollah als schiitisch geprägte Organisation und als Teil der „Achse des Widerstands“ gegen den Einfluss der USA und Israels in der Region. © imago
mehrere tausend Pager wie den im Bild und andere elektronische Geräte der Hisbollah im Vorfeld mit dem Sprengstoff Nitropenta zu präparieren
Dem israelischen Geheimdienst Mossad gelang im September 2024 ein empfindlicher Schlag gegen die Hisbollah-Miliz. Den Mossad-Agenten gelang es, mehrere tausend Pager wie den im Bild und andere elektronische Geräte der Hisbollah im Vorfeld mit dem Sprengstoff Nitropenta zu präparieren und nahezu zeitgleich explodieren zu lassen. Mindestens 37 zum Teil hochrangige Mitglieder der Hisbollah starben, rund 3.000 Menschen wurden teils schwer verletzt. © imago
Huthi-Rebellen im Jemen
Ebenfalls zu der „Achse des Widerstands“ gehören die Huthi-Rebellen im Jemen. Die schiitische Terrororganisation zettelte dort 2004 einen Bürgerkrieg an. 2014 eroberten sie jemenitische Hauptstadt Sanaa, 2015 schließlich die Kontrolle über den Rest des Landes. Der Iran ist bislang das einzige Land, das die Huthis als legitimie Herrscher des Jemen anerkennen. Während die alte Regierung im Jemen von dem sunnitisch geprägten Königshaus in Saudi-Arabien unterstützt wurde, erhalten die Huthi-Rebellen finanzielle, militärische und logistische Hilfe aus dem Iran. Im Gegenzug vertreten die Huthis die Interessen der Mullahs in der Region und führen für sie einen Stellvertreterkrieg gegen Israel und die USA im Roten Meer. © imago
die radikal-islamistische Terrororganisation Hamas
Das letzte Mitglied der „Achse des Widerstands“ ist die radikal-islamistische Terrororganisation Hamas, die seit 2006 über den Gazastreifen herrscht, und die seit den 1990er Jahren von der Islamischen Republik Iran unterstützt wird. Laut israelischen Geheimdiensten erhält die Hamas bis zu 350 Millionen US-Dollar jährlich aus dem Iran - obwohl die palästinensische Terrororganisation sunnitisch geprägt ist und damit im Gegensatz steht zum schiitisch dominierten Mullah-Regime im Iran. © imago
Hamas-Führer Yahya Sinwar
Geeint sind die palästinensische Hamas und die iranischen Mullahs in ihrem Hass auf Israel. Der äußerte sich in seiner ganzen Grausamkeit am 7. Oktober 2023, als Terror-Einheiten der Hamas den Süden Israels überfielen, 1.200 Menschen töteten und 200 Israelis als Geiseln in den Gazastreifen verschleppten. Geplant wurde der Angriff durch den mittlerweile verstorbenen Hamas-Führer Yahya Sinwar (m.), der dabei umfangreiche Hilfe aus dem Iran erhielt. Unter anderem wurden mehr als 500 Hamas-Kämpfer im Vorfeld der Attacke im Iran ausgebildet.  © imago
Proteste gegen die Regierung des Iran im Jahr 2009
Doch bei weitem nicht alle Menschen im Iran stehen hinter der Herrschaft des autoritären Mullah-Regimes. Das bewiesen zuletzt die Proteste gegen die Regierung im Jahr 2009. In Teheran kam es im Zuge dessen zu gewaltsamen Ausschreitungen. © imago
Reza Pahlavi, Sohn des gestürzten iranischen Schahs Mohammad Reza Pahlavi
Das bekannteste Gesicht der iranischen Opposition ist Reza Pahlavi, Sohn des gestürzten iranischen Schahs Mohammad Reza Pahlavi. Der Schah-Erbe lebt im Exil in den USA und ruft von dort aus seine Landsleute regelmäßig zum Widerstand gegen das Mullah-Regime auf. © Thomas Padilla/dpa
Reza Pahlavi, hier als sieben Jahre alter Kronprinz des Iran, verließ das Land 1978 und reiste für seine Ausbildung in die USA
Reza Pahlavi, hier als sieben Jahre alter Kronprinz des Iran, verließ das Land 1978 und reiste für seine Ausbildung in die USA. Ein Jahr später kam es zur Islamischen Revolution im Iran und dem Ende der dortigen Schah-Herrschaft. © imago
Mohammed Reza Pahlavi, Schah im Iran
Sein Vater, Mohammed Reza Pahlavi, regierte den Iran als letzter Schah seit 1941. Nach der Islamischen Revolution in seinem Heimatland und der Machtübernahme der Mullahs floh Pahlavi mit seiner Frau nach Kairo.  © imago
Mohammed Reza Pahlavi regierte als autoritärer Herrscher im Iran und besuchte in dieser Funktion 1967 auch Deutschland.
Mohammed Reza Pahlavi regierte als autoritärer Herrscher im Iran und besuchte in dieser Funktion 1967 auch Deutschland. Während seines Besuchs in Berlin kam es zu heftigen Protesten gegen die Schah-Monarchie der noch jungen Studentenbewegung. Anhänger des Schah-Regimes und Agenten des iranischen Geheimdienstes prügelten unbehelligt auf Demonstranten und Passanten ein. In die gewalttätigen Auseinandersetzungen schaltete sich die schließlich die Berliner Polizei ein. Im Zuge dessen erschoss der Polizist Karl-Heinz Kurras den Studenten Benno Ohnesorg. Kurras wurde 2009 als Stasi-Agent enttarnt. © imago
Yasmine Pahlavi und Iman Pahlavi in Washington DC
Im Gegensatz zu seinem Vater strebt Reza Pahlavi nach eigener Aussage den Aufbau einer demokratischen Regierung im Iran an. Dafür tritt er immer wieder auf öffentlichen Kundgebungen auf, wie hier in Washington DC im April 2025. Zu der Veranstaltung begleiteten den Schah-Erbe seine Frau Yasmine Pahlavi und die gemeinsame Tochter Iman Pahlavi. © imago
Ein weiteres prominentes Gesicht der iranischen Opposition ist Maryam Rajavi.
Ein weiteres prominentes Gesicht der iranischen Opposition ist Maryam Rajavi. Die 71 Jahre alte Politikerin lebt im Exil in Paris und ist Präsidentin des „Nationalen Widerstandsrates im Iran“ (NWRI). Zu Beginn der Islamischen Revolution im Iran im Jahr 1979 stand Rajavi noch auf der Seite der Mullahs. Zum Bruch kam es erst ab 1981. Ein Jahr später verließ Rajavi den Iran. Die Politikerin will einen Regimewechsel im Iran durch das iranische Volk und bietet laut einem Interview mit Fox News eine „demokratische und inklusive Alternative“ zum Mullah-Regime. © imago
Rudy Giuliani. Der ehemalige Bürgermeister von New York sprach auf einer Kundgebung von Reza Pahlavi in Washington DC.
Hinter Maryam Rajavi stehen auch prominente Figuren der US-Politik aus dem Umfeld von Donald Trump. Dazu gehört unter anderem Rudy Giuliani. Der ehemalige Bürgermeister von New York sprach auf einer Kundgebung vor Anhängerinnen und Anhängern Rajavis in Washington DC. © imago
Elahe Tavakolian auf einer Demonstration gegen das Mullah Regime im Iran
Ohnehin ist ein Großteil der Führungspersönlichkeiten der iranischen Opposition weiblich. Zum Symbol des weiblichen Widerstands gegen das patriarchale Mullah-Regime wurden seit den 2010ern Augenverletzungen. Zahlreiche Demonstrantinnen erlitten diese infolge der Aufstände gegen die Islamische Republik Iran. Eine solche erlitt auch Elahe Tavakolian, die mittlerweile in Italien lebt und dort regelmäßig an Demonstrationen teilnimmt. © imago
Studentin Kosar Eftekhari aus dem Iran
Auch die Studentin Kosar Eftekhari erlitt eine solche Verletzung und verließ den Iran infolgedessen. Sie lebt mittlerweile in Berlin und engagiert sich dort in der iranischen Oppositionsbewegung. © imago
Journalistin, Autorin und Frauenrechtlerin Masih Alinejad
Eine weitere bekannte Persönlichkeit der iranischen Opposition ist die Journalistin, Autorin und Frauenrechtlerin Masih Alinejad, die hier auf einer Kundgebung in Washington DC spricht. Die heute 48 Jahre alte Frau wurde 1994 im Iran verhaftet, weil sie regierungskritische Flugblätter in Umlauf gebracht haben soll. Heute lebt Alinejad in den USA und gründete dort im Jahr 2010 die Gruppe IranNeda, in der sich Schritstellerinnen und Schriftsteller sowie Intelektuelle aus dem Iran gemeinsam gegen das Mullah-Regime engagieren. © imago
2009 in Teheran verstorbenen Neda Agha-Soltan
Der Name IranNeda leitet sich von der 2009 in Teheran verstorbenen Neda Agha-Soltan ab. Die iranische Studentin wurde während einer Demonstration gegen das Mullah-Regime von einem Mitglied der Bürgermiliz Basidsch erschossen. Ihr Vorname, der auf persisch „Stimme“ oder „Ruf“ bedeutet, wurde zum Symbol und Kampfbegriff der iranischen Oppositionsbewegung. © imago
Sara Seyed ist Schauspielerin, Autorin, Produzentin und internationale Menschenrechtsanwältin.
Gegen das Mullah-Regime im Iran kämpft auch Sara Seyed. Sie ist Schauspielerin, Autorin, Produzentin und internationale Menschenrechtsanwältin.  © imag

Update, 17:25 Uhr: Im UN-Sicherheitsrat steht mitten im Iran-Krieg eine Schlüsselabstimmung bevor: Bahrain hat eine Resolution zur Sicherheit der Schifffahrt durch die Straße von Hormus eingebracht. Der Text wurde in den vergangenen zwei Wochen gleich sechsmal überarbeitet, nachdem Russland, China und Frankreich mit einem Veto gedroht hatten .Das Papier fordert Staaten auf, Handels- und Frachtschiffe durch die strategische Meerenge zu begleiten und Blockadeversuche abzuwehren. Die Abstimmung soll noch im Laufe des Tages stattfinden.

Update, 16:25 Uhr: Die Opferzahlen im Krieg zwischen Israel, den USA und dem Iran steigen weiter an. Das gilt auch für den Libanon. Mindestens 1.530 Todesopfer und fast 4.812 Verletzte hat das libanesische Gesundheitsministerium seit Anfang März infolge israelischer Angriffe gezählt. Unabhängig prüfen lassen sich diese Angaben nicht. Israels Armee hat bislang keine Angaben zu den Opferzahlen infolge der Angriffe auf Stellungen der Terrormiliz Hisbollah im libanesischen Grenzgebiet gemacht.

Update, 15:06 Uhr: Vor dem Hintergrund der jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump hat Irans Botschafter in Kuwait die Golfstaaten zu verstärkten diplomatischen Anstrengungen aufgerufen, um eine „Tragödie“ zu verhindern. „Wir hoffen, dass die Länder in der Region alle ihre diplomatischen und politischen Möglichkeiten nutzen werden, um zu verhindern, dass solch eine Tragödie die Region befällt“, erklärte Mohammed Tutunidschi gegenüber der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag. Der iranische Botschafter in Pakistan, das als Vermittler zwischen Teheran und Washington fungiert, deutete unterdessen an, die Friedensbemühungen befänden sich in einer kritischen Phase.

Update, 14:27 Uhr: Auf seiner Plattform Truth Social hat US-Präsident Donald Trump erneut drastische Worte in Richtung Teheran gerichtet. Trump schrieb: „Heute Nacht wird eine ganze Zivilisation untergehen, um nie wieder zurückzukehren. Ich möchte nicht, dass das geschieht, aber es wird wahrscheinlich so kommen. Doch nun, da wir einen vollständigen und totalen Regimewechsel haben, bei dem andere, klügere und weniger radikalisierte Köpfe die Oberhand gewinnen, kann vielleicht etwas revolutionär Wunderbares geschehen – WER WEISS DAS SCHON? Wir werden es heute Nacht erfahren, in einem der wichtigsten Momente in der langen und komplexen Geschichte der Welt. 47 Jahre Erpressung, Korruption und Tod werden endlich ein Ende finden. Gott segne das großartige Volk des Iran!“

Donald Trump hat im Iran-Krieg ein Ultimatum gestellt.

Iran-News aktuell: Landesweite Luftangriffe auf Verkehrsinfrastruktur

Update, 13:48 Uhr: Iranische Behörden und Medien haben landesweite Luftangriffe auf die Verkehrsinfrastruktur des Landes gemeldet. Neben einer Eisenbahnbrücke wurden laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna auch mehrere Autobahnen angegriffen. In der Provinz Ost-Aserbaidschan musste eine Autobahn nach Einschlägen gesperrt werden; das regionale Krisenmanagement rief die Bevölkerung dazu auf, unnötige Reisen vorerst zu vermeiden. Die Zeitung Etemad berichtete zudem von einem Angriff auf eine Autobahnbrücke zwischen der Millionenstadt Tabris und der Provinzhauptstadt Sandschan.

Update, 13:17 Uhr: Die iranischen Revolutionsgarden haben mit Angriffen über die Golfregion hinaus gedroht. In einer Erklärung kündigten sie an, die Zurückhaltung aufzugeben, sollten die USA rote Linien überschreiten. Sie drohten, die US-amerikanische sowie partnerschaftliche Infrastruktur in der Region anzugreifen.

Laut Reuters warnte die Revolutionsgarde zudem, dass die Öl- und Erdgasversorgung aus der Region über Jahre hinweg unterbrochen werden könnte. Hintergrund ist ein Ultimatum von US-Präsident Donald Trump, der der Führung in Teheran bis Mittwoch (8. April, 2.00 Uhr unserer Zeit) Zeit gegeben hat, die Straße von Hormus freizugeben – andernfalls drohte er mit der Zerstörung von Brücken und Kraftwerken.

Iran-News: Neue Schüsse auf strategisch wichtiger Ölinsel Charg

Update, 12:24 Uhr: Der Iran hat neue Explosionen auf der Insel Charg gemeldet. Die Nachrichtenagentur Mehr berichtete, die Insel werde angegriffen. Dort hatte das US-Militär bereits Mitte März Luftangriffe ausgeführt. Details zu den möglichen Zielen waren zunächst nicht bekannt.

Im Persischen Golf südlich des iranischen Festlands liegen mehrere Inseln von strategischer Bedeutung für die Führung in Teheran. Sie spielen auch wirtschaftlich eine wichtige Rolle. Die iranische Insel Charg etwa ist das wichtigste Exportterminal für iranisches Erdöl im Persischen Golf. Ein großer Teil der Ölproduktion wird von dort verschifft. Im Iran-Irak-Krieg (1980–1988) war Charg wegen seiner strategischen Bedeutung wiederholt Ziel von Angriffen.

Schüsse vor Israel-Konsulat in Istanbul

Update, 12:07 Uhr: Zwei Angreifer sind bei Schüssen vor dem israelischen Konsulat in Istanbul getötet worden. Zwei Polizisten wurden dabei verletzt, berichtet die dpa. Einsatzkräfte reagierten im Istanbuler Stadtteil Levent auf den Angriff auf das Konsulatsgebäude. CNN Türk meldete unter Berufung auf die Behörden, dass ein dritter Angreifer verletzt überlebt habe. Bilder zeigten ein größeres Aufgebot an Sicherheitskräften vor Ort. Die Hintergründe der Attacke waren zunächst offen.

Iran-Krieg trifft Weltwirtschaft: Energiekrise schlimmer als alle Ölschocks zusammen

Update, 11:25 Uhr: Im Iran-Krieg hat die Blockade der Straße von Hormus eine Energiekrise entfacht, die nach Angaben von IEA-Direktor Fatih Birol gravierender sei als die Ölschocks von 1973, 1979 und 2002 zusammengenommen.

Gegenüber der französischen Zeitung Le Figaro erklärte Birol: „Die Welt hat noch nie eine Unterbrechung der Energieversorgung dieses Ausmaßes erlebt.“ Während Industrienationen wie Japan, Australien und europäische Staaten die Folgen spürten, seien Entwicklungsländer am schwersten betroffen. Laut Reuters hätten sich die IEA-Mitglieder bereits im Vormonat auf eine teilweise Freigabe ihrer strategischen Reserven geeinigt; die Umsetzung sei im Gange.

Iran-News: Synagoge in Teheran bei US-israelischen Angriffen „komplett zerstört“

Update, 10:07 Uhr: In Teheran ist iranischen Staatsmedien zufolge eine Synagoge bei US-israelischen Angriffen „komplett zerstört“ worden. Dies berichteten die Zeitung Schargh und die Nachrichtenagentur Mehr heute. Bei der Synagoge habe es sich um „einen der wichtigsten Versammlungsorte“ für die Juden der Region gehandelt, schrieb Schargh weiter.

Iran-News: Pakistans Bemühungen nähern sich laut iranischem Botschafter „kritischer Phase“

Update, 9:22 Uhr: Pakistans „positive und produktive“ ⁠Bemühungen, den ‌Krieg der USA und Israels gegen den Iran zu beenden, nähern sich einer „kritischen, heiklen“ Phase. Das hat jetzt der iranische Botschafter in Pakistan, Resa ‌Amiri Moghadam, auf X gepostet.

Iran-News: Pentagon-Pressekonferenz plötzlich abgesagt – kurz vor Trump-Ultimatum

Update, 8:35 Uhr: Eine Pentagon-Pressekonferenz ist kurzfristig abgesagt worden. Verteidigungsminister Pete Hegseth und General Dan Caine, Vorsitzender der Vereinigten Stabschefs, sollten sich eigentlich heute Morgen gemeinsam den Fragen der Presse stellen – doch die Veranstaltung wurde ohne Angabe von Gründen gestrichen, wie The Hill berichtet.

Das Briefing sei für 8 Uhr morgens angesetzt gewesen – nur zwölf Stunden vor dem Ablauf des Ultimatums von US-Präsident Donald Trump an Teheran. Trump hatte Iran aufgefordert, die Straße von Hormus wieder zu öffnen, andernfalls drohte er mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken.

Iran-News: In Hormus-Krise kommt es jetzt zur Abstimmung im Sicherheitsrat

Update, 7:40 Uhr: Der UN-Sicherheitsrat will heute offenbar über den umstrittenen Resolutionsentwurf zur Straße von Hormus abstimmen – nach mehrfachen Verschiebungen in der Vorwoche wegen drohender Vetos. Bahrain hatte die Resolution eingebracht.

Der überarbeitete Entwurf, der der Nachrichtenagentur AFP vorlag, enthält keine explizite Gewaltermächtigung mehr. Russland, China und Frankreich hatten zuvor starke Bedenken gegen weitergehende Formulierungen geäußert, während die USA die Resolution unterstützten. Teheran warnte den Sicherheitsrat derweil vor „provokanten Handlungen“. Die Meerenge ist seit Kriegsbeginn für den internationalen Schiffsverkehr nahezu gesperrt.

Iran-News: Teheran sieht „verwirrten Präsidenten in der Sackgasse“

Update, 6:49 Uhr: Nach den jüngsten Drohungen Trumps hat die iranische Armee dessen „arrogante Rhetorik“ zurückgewiesen. „Die grobe und arrogante Rhetorik sowie die haltlosen Drohungen des verwirrten US-Präsidenten, der in einer Sackgasse steckt und die aufeinanderfolgenden Niederlagen der US-Armee rechtfertigt, haben keinen Einfluss auf die Fortsetzung der Offensive und der vernichtenden Einsätze“ der iranischen Armee, erklärte ein Sprecher am Montag (6. April) in einer von iranischen Staatsmedien verbreiteten Stellungnahme.

Update, 7. April, 5:10 Uhr: Donald Trump hat sein Ultimatum an den Iran bekräftigt. Der US-Präsident drohte auf einer Pressekonferenz mit der vollständigen Zerstörung iranischer Kraftwerke und Brücken, sollte Teheran die Straße von Hormus nicht bis Dienstagabend (2:00 Uhr am Mittwochmorgen unserer Zeit) öffnen.

Der Iran hatte zuvor einen über Pakistan vermittelten Waffenstillstandsvorschlag abgelehnt und laut Reuters stattdessen eine zehn Punkte umfassende Antwort übermittelt. Diese fordert unter anderem ein dauerhaftes Kriegsende, sichere Durchfahrtsrechte durch die Meerenge sowie die Aufhebung von Sanktionen. Trump wies die Bedingungen ab: Jedes Kraftwerk im Iran werde ohne Einigung „brennen, explodieren und ⁠nie wieder nutzbar sein“, sagte er laut Reuters.

Update, 19:33 Uhr: US-Präsident Donald Trump verschärft seinen Ton gegenüber dem Mullah-Regime im Iran. Er hat dem Iran erneut mit massiven und verheerenden Luftangriffen gedroht. „Das ganze Land könnte in einer Nacht ausgelöscht werden, und diese Nacht könnte morgen sein“, sagte Trump am Montag bei einer Pressekonferenz zum Iran-Krieg im Weißen Haus.

Iran-News aktuell: Scharfe Kritik an Trump von Obama-Berater

Update, 12:39 Uhr: Ben Rhodes, ehemaliger Vize-Sicherheitsberater unter Barack Obama, erkennt in Trumps Drohungen gegen den Iran Zeichen eines politischen Alleingangs. Gegenüber der BBC sagte er: „Wir werden herausfinden, ob das US-Militär bereit ist, ‚Nein‘ zu Trump zu sagen.“ Trump hatte am Sonntag auf Truth Social erneut mit Angriffen auf iranische Kraftwerke und Brücken – und damit auf zivile Infrastruktur – gedroht.

Damit drohe Trump Kriegsverbrechen an, erklärte Rhodes. Es fühle sich „zunehmend so an, als würde ein einzelner Mann in einem Raum Entscheidungen treffen“. Trump folge keinem regulären Entscheidungsprozess und scheine weder politische noch militärische Berater einzubeziehen, so der Sicherheitsexperte, der seit dem Ende von Obamas Präsidentschaft 2017 als politischer Kommentator tätig ist. Der Krieg sei letztlich nur am Verhandlungstisch zu beenden – das müsse Trump akzeptieren, forderte Rhodes. Trotz seiner Schwächung sei der Iran in gewisser Weise gestärkt aus den bisherigen Kriegswochen hervorgegangen: Die Blockade der Straße von Hormus zeige, dass Teheran die Weltwirtschaft massiv unter Druck setzen könne.

Update, 5. April, 18:59 Uhr: Im Gespräch mit dem Wall Street Journal drohte US-Präsident Donald Trump dem Iran, die Straße von Hormus bis Dienstag zu öffnen. Sollte die Meerenge bis Dienstagabend blockiert bleiben, sagte Trump: „Wenn sie es nicht tun, wenn sie sie geschlossen halten wollen, werden sie jedes Kraftwerk und jede andere Anlage verlieren, die sie im ganzen Land haben.“

Rubriklistenbild: © Kent Nishimura/AFP

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