Lockangebote laufen aus

Elektroautos: An Ladesäulen für E-Autos droht Preisanstieg

An Ladesäulen für Elektroautos könnte es für E-Auto-Besitzer bald noch teurer werden. Das hat nicht nur mit den allgemein steigenden Strompreisen zu tun.

Berlin – Besitzer von Elektroautos müssen mit steigenden Preisen an Ladesäulen für E-Autos rechnen. Das hat verschiedene Gründe, dabei geht es nicht nur um die allgemein drastisch gestiegenen Strompreise. Immer wieder wird Kritik laut, die Preise der Ladesäulenanbieter seien völlig willkürlich und Abzocke. Es ist eine bekannte Diskussion: Soll sich die Elektromobilität durchsetzen, muss sie bezahlbar sein. Neben der benötigten Infrastruktur ist das eins der großen Themen der Verkehrswende. Auch die Preise fürs Laden könnten zum Hindernis werden.

Elektroautos: Preise an Ladesäulen für E-Autos steigen auch, weil Lockangebote auslaufen

Eine ganze Zeit lang waren die Preise an Ladesäulen für E-Autos relativ günstig gehalten worden, nun steigen die Strompreise. Der Anstieg der Preise an Ladepunkten hat allerdings nicht nur damit zu tun, denn die Gründe sind vielfältig. Ein entscheidender Punkt ist, dass es anfangs Lockangebote für Besitzer von Elektroautos gab, die jetzt auslaufen, zudem herrscht Tarifchaos bei Ladesäulenbetreibern.

Elektroauto: An Ladesäulen für E-Autos wird es auch aufgrund auslaufender Lockangebote teuer.

Infrastrukturbetreiber hatten immer wieder beklagt, dass die Situation rund um Lockangebote die Kostendeckung nicht möglich macht. Betreiber von Ladesäulen müssen zudem alle Steuern zahlen, die auch beim Haushaltsstrom anfallen, darunter unter anderem die EEG-Umlage, zuzüglich weiterer Netzentgelte. Die EEG-Umlage wurde bereits abgesenkt, ihre Abschaffung ist geplant. Das könnte sich auch beim Laden positiv auswirken. Nichtsdestotrotz: Besitzer von E-Autos können sich derzeit nicht auf einen Preisfall einstellen, eher im Gegenteil. Mit den anfallenden Abgaben und Steuern auf Strom steigen für E-Auto-Besitzer die Kosten.

Elektroautos: Auch Blockiergebühren spielen bei hohen Kosten an Ladesäulen für E-Autos eine Rolle

Stundenlang auf das Laden des Elektroautos zu warten ist kein attraktives Mobilitätsangebot, das weiß auch Verkehrsminister Volker Wissing. Die Politik verspricht deshalb den schnelleren Ausbau der Infrastruktur. Auch in Niedersachsen ist die Ladeinfrastruktur für Elektroautos schlecht, es gibt zu wenige Schnellladepunkte, im ländlichen Raum allgemein kaum Infrastruktur.

Das Blockieren einer Ladesäule soll Besitzer von Elektroautos teuer zu stehen kommen, gerade in Zeiten, in denen es zu wenige Ladepunkte gibt. Es drohen hohe Blockiergebühren, wenn ein E-Auto zu lange an einem Ladepunkt steht. Wie heise online berichtet, verlangt etwa der Betreiber EnBW zehn Cent pro Minute, wenn länger als vier Stunden geladen wird. Zumindest bei EnBW kann ein Stück weit entwarnt werden: Die Gebühr ist bei zwölf Euro gedeckelt, das ist allerdings nicht bei allen Anbietern der Fall. Viele Besitzer von Elektroautos zeigen sich genervt von ihren Erfahrungen an Ladesäulen.

Ladesäulen für Elektroautos: An Ladepunkten wird E-Auto-Besitzern ohnehin oft zu viel berechnet

Hinzu kommt das grundsätzliche Problem, dass Besitzern von Elektroautos an Ladesäulen für E-Autos oft zu viel berechnet wird. Um den Ausbau der schlechten Ladesäuleninfrastruktur zu fördern, unterliegen die Betreiber der Ladepunkte keiner strengen Kontrollen. Das hat zur Folge, dass Verbraucher an einigen Stellen zu viel bezahlen: Viele der Ladepunkte sind nicht richtig geeicht. Für die Betreiber bleibt das folgenlos, vorerst auch weiterhin. Sie müssen die fehlerhaften Ladesäulen weder vom Netz nehmen, noch werden Strafzahlungen fällig.

Förderung Elektroautos: Soll sich die E-Mobilität durchsetzen, müssen E-Autos nicht nur in der Anschaffung bezahlbar sein

Für Besitzer von E-Autos drohen verschiedene Kostenfallen. Trotzdem sind neue Batteriewagen weiterhin beliebt. Trotz der schlechten Infrastruktur gibt es in Niedersachsen immer mehr E-Autos. Auch bei Volkswagen ist das VW-Elektroauto der Lichtblick des Konzerns in Krisenzeiten.

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Während neue Elektroautos sich großer Beliebtheit erfreuen, stehen sich gebrauchte elektronisch betriebene Wagen die Reifen platt.* Soll die generelle Nachfrage nach vollelektrischen Batteriewagen weiterhin steigen, muss dafür gesorgt werden, dass Fahrzeuge mit der neuen Antriebsform bezahlbar bleiben – das gilt nicht nur für ihre Anschaffung, sondern auch für ihren Betrieb.* kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

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