Kein Geld für Gas und Strom

Sunaks Subventionsprogramm kann Energiekrise in Großbritannien nicht lösen

Rishi Sunak
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Das Subventionsprogramm für Wohnungsisolation der britischen Regierung rund um Premierminister Rishi Sunak wird die Probleme der Energiekrise im Land kaum lösen können.

Millionen Briten können sich Gas und Strom nicht mehr leisten. Hoffnung in der Energiekrise machen kleine Projekte. Ein Beispiel sind Ärzte, die Wärme verschreiben.

London – Durch die wieder stark gesunkenen Temperaturen in Großbritannien wird das Land von der Energiekrise schwer getroffen. Einer Auswertung des Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge wirken sich die steigenden Gas- und Strompreise aufgrund des Ukraine-Kriegs – betrachtet man Westeuropa – in Großbritannien am massivsten aus. Dort müssen Haushalte in diesem Winter doppelt so viel für Energierechnungen bezahlen wie noch im Vorjahr.

Subventionsprogramm der britischen Regierung um Rishi Sunak für Lösung der Energiekrise zu wenig

Viele Briten werden diese enormen Mehrausgaben nicht mehr stemmen können. Laut einer Studie waren 2022 mehr als drei Millionen Menschen ohne Strom und Gas, weil sie nicht mehr die finanziellen Mittel dafür hatten. Heizen könnte für drei Viertel der Briten bald zu teuer werden.

Eine Möglichkeit, das Problem an der Wurzel zu bekämpfen, sind besser isolierte Wohnungen und Häuser. Denn Statistiken zeigen, dass britische Häuser deutlich älter und undichter als der westeuropäische Durchschnitt sind und dadurch wesentlich mehr Energie verloren geht als beispielsweise in Deutschland, berichtet zeit.de. Die britische Regierung rund um Premierminister Rishi Sunak hatte im November 2022 ein Subventionsprogramm für Wohnungsisolation angekündigt. Binnen drei Jahren sollen 70.000 Gebäude saniert werden, geschätzte 26 Millionen hätten jedoch den Bedarf. Der Erfolg dürfte überschaubar sein.

Ärzte verschreiben notleidenden Briten Wärme auf Rezept

Hoffnung auf kurze Sicht könnte zumindest ein paar britischen Haushalten ein in diesem Winter gestartetes Programm der gemeinnützigen Einrichtung Severn Wye Energy Agency machen: die sogenannte Warm Home Prescription, Wärme auf ärztliches Rezept. Stellt ein Hausarzt bei einer Untersuchung fest, dass ein Patient, der beispielsweise an Atemwegs- oder Herzerkankungen leidet und zu wenig Geld für seine Energierechnungen hat, für ein Wärmerezept infrage kommt, schickt der Arzt einen Brief an Severy Wye, erklärte die Mitarbeiterin Sophie Wootton-Lee gegenüber zeit.de.

Die Organisation tritt dann in Kontakt mit dem Patienten, analysiert dessen Lebens- und Wohnsituation und entscheidet anhand dieser Faktoren, wie hoch der finanzielle Zuschuss ausfällt. Dieser entstammt einem staatlichen Hilfsfonds für notleidende Bürger. Laut Wootton-Lee könnte Severn Wye bis zu vier Monate die Energierechnungen von etwa 60 Haushalten übernehmen, in denen ein Wärmerezept-Patient lebt.

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